FCO Fauerbach Turniersieger in Florstadt

(mw) Fauerbachs Torhüter Thomas Dietz ballte nach einer starken Parade die Faust und streckte sie in die Höhe. Es war eine von zahlreichen Paraden des Keepers, der seinen Anteil am Fauerbacher Sieg beim Silvester-Cup des FC Nieder-Florstadt am vergangenen Freitag hatte.

Die Reaktion auf die Parade - eher bekannt von Handball-Torhütern. Einen Schuss des Stadeners Markus Wagner hatte der FCO-Torhüter zuvor gerade noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten gelenkt. Aber Dietz pushte sich damit. Von der Tribüne aus gab es Szenenapplaus von den zahlreichen FCO-Anhängern.

Der Lohn für den »Aushilfstorwart«, der in der B-Liga 1 als Torjäger der Olympianer-Zweiten bekannt ist: die Auszeichnung zum besten Torwart. Den besten Keeper gestellt, mit Maxi Oberschelp den Torschützenkönig in den eigenen Reihen und das Turnier nach dem 7:6 gegen Staden im Shootout gewonnen – Erfolg also auf ganzer Linie für die Elf von Trainer Berthold Vetter.

Dem Finalgegner SV Staden blieb wie schon im Jahr zuvor nach der 1:6-Niederlage gegen Bad Vilbel »nur« der zweite Platz. Stark spielte bei den Teutonen insbesondere Otto Weber auf. Er unterlag erst im Entscheidungs-Shootout Maxi Oberschelp um die Torjägerkrone und wurde später zum besten Spieler gewählt. Die Stadener hatten zu Beginn des zweiten Turnierabends etwas überraschend die am ersten Tag überragende Truppe von Viktoria Nidda (ohne den im Urlaub weilenden Coach Stephan Belter) beim 3:2 ausgebremst.

Die Niddaer scheiterten dann in einem packenden Halbfinalspiel an Fauerbach (3:4), die später in einem ebenso intensiven und für Florstädter Verhältnisse gutklassigen Finale die Stadener besiegten.

Technisch besserer Hallenfußball wurde in Florstadt insbesondere geboten, als in den vergangenen Jahren Hessenligist FSV Fernwald oder der FV Bad Vilbel in Bestbesetzung (2011 kam nur die zweite Garnitur) antraten. Fauerbach nutzte nun die Gunst der Stunde (kein Verbandsligist dabei, Gruppenligist SV Nieder-Wöllstadt nicht in Bestbesetzung). Damit gewann in Florstadt erstmals seit dem Türk. SV Bad Nauheim 2004 wieder ein Kreisoberligist.

Zum Festival der Kabinettstückchen wurden die Shootouts. Kein Wunder, es gab mehr als sonst, weil sie die Platzierungsspiele ersetzten; und es ging insbesondere ab Rang fünf nicht mehr um Geldpreise. Da wurde der Ball hochgeschnickt, Pirouetten gedreht und die Hacke genutzt. Das schönste Tor erzielte auch hier ein Fauerbacher: Sascha Hartmann.

Zufrieden waren auch die Organisatoren des FC, mehr Zuschauer als im Vorjahr waren in der Halle sowie nach dem Turnier im Vorraum zu finden.

Nachfolgend die Endrunde in Zahlen:

Halbfinalspiele

FCO Fauerbach – Viktoria Nidda 4:1: 0:1 Kneifl, 0:2 Roloff, 1:2 Oberschelp, 2:2 Florian Weber, 3:2 Oberschelp, 3:3 Roloff, 4:3 Büchner.

SV Staden – SV Ockstadt 9:5: 1:0 Otto Weber, 1:1 Wörner, 2:1 Fich, 3:1 Pierre May, 4:1 Contin, 5:1 Dombrowsky, 6:1 Contin, 7:1 Zeh, 7:2 Hosenseidl, 8:2 Weber, 8:3 Hosenseidl, 9:3 Weber, 9:4 Riess, 9:5 Saliju.

Shootout um Platz drei: Viktoria Nidda – SV Ockstadt 3:0.

Finale, FCO Fauerbach – SV Staden 7:6 nach Shootout: Nach der regulären Spielzeit von 20 Minuten stand es 3:3, ehe es im achten Shootout-Versuch beider Mannschaften zur Entscheidung kam. Maxi Oberschelp verwandelte zunächst, ehe Thomas Dietz für die Fauerbacher parierte.

Die Torfolge: 1:0 Florian Weber, 1:1 Dombrowsky, 1:2 Otto Weber, 2:2 Kaestle, 2:3 Wirsing, 3:3 Oberschelp.

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