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FCO Fauerbach auf dem Weg in die Gruppenliga

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(hei/bn/mw) Mit dem glatten 3:0 gegen den ärgsten Verfolger VfB Petterweil vergrößerte der FCO Fauerbach den Vorsprung auf die Karbener Vorstädter auf satte acht Punkte. Der VfB Friedberg festigte seinen Platz in der Verfolgergruppe mit einem 2:0 beim Traiser FC. Die dort ebenfalls beheimateten FC Nieder-Florstadt und der SV Steinfurth trennten sich schiedlich-friedlich 2:2.

Am Tabellenende ist auch die SG Oppershofen (1:2 gegen den FV Bad Vilbel II) mit neun Punkten schon etwas abgeschlagen, während die Ockstädter Germanen mit dem 3:2 gegen den TuS Rockenberg wichtigen Boden gutmachten und von Platz 16 auf 13 sprangen. Dabei profitierten sie auch vom ersten wetterbedingten Spielausfall der Saison, denn der SV Bruchenbrücken konnte zuhause nicht zum Derby gegen den punktgleichen SV Assenheim antreten.

Wischtak verschießt, pausiert und trifft

FC Olympia Fauerbach – VfB Petterweil 3:0 (2:0): Als Paul Wischtak zum zweiten Mal von Berthold Vetter vom Platz genommen wurde, herzte der FCO-Trainer seinen Schützling und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. Wischtak hatte vor der Pause einen Foulelfmeter verschossen (32./Puth hielt), war dann von Vetter in der zweiten Halbzeit rund 20 Minuten geschont worden – und erzielte kurz nach seiner Rückkehr das 3:0 nach einem Konter über Jannik Müller (85.). Dies war freilich die Entscheidung in einer Partie, die Petterweil bereits früh aus der Hand gegeben hatte. »Wir waren im ersten Durchgang nicht aggressiv genug, haben vieles verpennt«, bilanzierte VfB-Coach Rainer Pausch, der mit einer Umstellung auf Dreierkette in der Schlussphase noch Tore erzwingen wollte.

Seine Mannschaft lief in einige Konter, von denen der FCO nur einen ausnutzte. Vetter störte dies nach dem 21. Punktspiel-Heimsieg in Folge nur wenig. »Die Kontersituationen hätten wir das eine oder andere Mal besser machen können, aber insgesamt bin ich natürlich hochzufrieden«, sagte er. Mit einem Freistoß aus 22 Metern brachte Michael Walther den FCO in Führung (1:0/2.). Maxi Oberschelp spitzelte das Leder nach einem Kornmesser-Freistoß aus kurzer Distanz nur acht Minuten später zum 2:0 in die Maschen. Wischtak (52./87.) und Tosunoglu (75./drüber) vergaben einen höheren Sieg der Olympianer. Auf der anderen Seite nutzten Münch (58./im letzten Moment abgeblockt) und Kemen (89./vorbei) ihre Gelegenheiten nicht, nach einem Kornmesser-Foul hätte es jedoch Elfmeter für die Gäste geben müssen (77.). In der Nachspielzeit sah Schneider »Gelb-Rot« nach wiederholtem Foulspiel.

FCO Fauerbach: Kornmesser, Atkinson, Schneider, Walther, Richly, Weber, Müller, Tosunoglu, Wischtak, Oberschelp, Matic, Kilian, Kaestle. – VfB Petterweil: Puth, Voss, Rosini, Wittig, Wittmann, Goek, Campagna, Szoerny, Kemen, Begovic, Münch, Müller, Okumus. – Tore: 1:0 (2.) Walther, 2:0 (10.) Oberschelp, 3:0 (85.) Wischtak. – Gelb-Rot: Schneider (92./wd. Foul/FCO). – Schiedsrichter: Steinbring (Gründau).

Murat Akbulut rettet verdienten Punkt

FC Nieder-Florstadt – SV Steinfurth 2:2 (1:1): In einer kampfbetonten Partie mit acht Gelben und zwei Gelb-Roten Karten fanden die Platzherren besser ins Spiel und hatten die erste Chance durch Ruf, der jedoch übers Tor schoss (5.). Besser machte es Hakan Belge, der nach einem langen Ball von Möller und einem Querpass des schnellen Romain Weber aus sechs Metern abzog: Torwart-Oldie Claudio Micelotta hielt, doch der abgewehrte Ball sprang Belge an die Brust und von da zum 1:0 ins Gehäuse (18.). Nach einem nicht gegebenen Strafstoß an Marcel Müller (32.) und einer Florstädter Chance von Silberzahn (33.) war es erneut Müller, der nach einem FC-Ballverlust von Bepperling in Szene gesetzt wurde und das Leder volley zum 1:1 ins lange Eck drosch (39.

). Nach dem Wechsel wurde einem Kopfball-Treffer von Kern wegen angeblichen Foulspiels die Anerkennung versagt (53.). Dann passierte lange nichts bis hin zur spektakulären Schlussphase, als Müller aus heiterem Himmel mit seinem zweiten Tor die Gäste in Front brachte – nach einem erneuten Ballverlust des FC in der eigenen Hälfte hatte Riedmeier den Torschützen gut eingesetzt, der Belzer per Schuss ins lange Eck keine Chance ließ (87.). Murat Akbulut war es schließlich, der in letzter Minute per 30-Meter-Freistoß in den Winkel für das unter dem Strich gerechte Remis sorgte.

FC Nieder-Florstadt: Belzer, Kern, Boris Weber, Östreich, Möller, Silberzahn, Blumenstock, Romain Weber, Belge, Höller, Ruf, Fiechter, Akbulut. – SV Steinfurth: Claudio Micelotta, Blockus, Herbert, Russ, Bepperling, Butgereit, Materna, Marcel Müller, André Micelotta, Voss, Blagojevic, Riedmeier, Schaupp. – Tore: 1:0 (18.) Belge, 1:1 (39.) Müller, 1:2 (87.) Müller, 2:2 (90.) Akbulut. – Gelb-Rot: Voss (67./SV), Belge (87./FC). – Schiedsrichter: Dutcu (Niederissigheim).

Matthias Linhart: 100. Tor im fünften Jahr

SV Germania Ockstadt – TuS Rockenberg 3:2 (1:1): Unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Scharf (Burgsolms) hatte die Heimmannschaft insgesamt mehr Spielanteile und ging in der 20. Minute durch Marcel Wörner, der am langen Pfosten auf eine Flanke von Heilig lauerte, in Führung. Auf der Gegenseite war es Marco Dobner, gegen dessen direkten Freistoß aus 18 Metern über die Mauer kein Kraut gewachsen war (40.). Nach dem Wechsel scheiterte Wörner mit einem an Linhart verschuldeten Strafstoß zunächst an TuS-Torwart Marvin Benk, doch den Nachschuss versenkte er souverän zum 2:1 (65.). Fünf Minuten später markierte Matthias Linhart auf Zuspiel von Yilmaz die 3:1-Vorentscheidung; dies war sein 100. Tor für die Germanen in der fünften Saison, was wahrlich kein schlechter Schnitt ist. Nach einem Foul von Wörner brachte Dobner die Gäste per Strafstoß noch einmal heran (89.), so dass die Platzherren noch einige bange Minuten überstehen mussten, bis der letztlich verdiente und so wichtige Dreier unter Dach und Fach war.

SV Germania Ockstadt: Kostwein, Cela, Yilmaz, Ginter, Heilig, Osman, Linhart, Thorsten Ganser, Stachowiak, Wörner, Hoinka, Kern, Schütz. – TuS Rockenberg: Marvin Benk, Wicher, Ramon Benk, Hentschel, Herbert, Miller, Neubauer, Dobner, Eddahmani, Bittner, Wetz, Geller, Marc-André Henn, Wiesner. – Tore: 1:0 (20.) Wörner, 1:1 (40.) Dobner, 2:1 (65.) Wörner, 3:1 (70.) Linhart, 3:2 (89./FE) Dobner. – Bes. Vorkommnis: TUS-Keeper Marvin Benk pariert zunächst einen Foulelfmeter von Marcel Wörner (65.). – Schiedsrichter: Scharf (Burgsolms).

Dechert und Aniol sichern Pflichtsieg

Traiser FC – VfB Friedberg 0:2 (0:1): In einer schwachen ersten Hälfte war es Fricke, der die Gäste fast per Eigentor in Führung brachte (15.), die dann nach einem nicht unhaltbar scheinenden Schrägschuss aus 13 Metern von Timo Dechert entstand (30.). Die erste Traiser Gelegenheit hatte Patrice Krämer – drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Nach dem Wechsel wurden das Spiel und vor allem der TFC besser. Mauckner (48.

) und Wladarz (77.) verpassten für die Kreisstädter, Patrice Krämer (63.) und zweimal Grot (74./75.) für Trais, wobei Grot bei seiner zweiten Chance völlig frei zum Abschluss kam. Letztlich war es der junge Oliver Aniol, der einen VfB-Konter geschickt zu Ende spielte und das verdiente 0:2 markierte (83.). In der Schlussphase vergaben Dechert und Mauckner einen höheren Sieg, während Grossmann eine Großchance in der Nachspielzeit ungenutzt ließ.

Traiser FC: Block, Edlich, Marc Krämer, Fricke, Grossmann, Grot, Ohlemutz, zur Löwen, Lotz, Patrice Krämer, Bell, Brück, Baier, Sittner. – VfB Friedberg: Denis Fiedler, Wladarz, Faegh, Becker, Maouche, Fedler, Michael Schäfer, Mauckner, Dechert, Daniel Fiedler, Aniol. – Tore: 0:1 (30.) Dechert, 0:2 (83.) Aniol. – Schiedsrichter: Telcke (Fronhausen/Lahn

Schlusslicht schlägt sich selbst

TSV Dorn-Assenheim – KSV Klein-Karben II 2:5 (1:3): Wieder wurde es für das Tabellenschlusslicht nichts mit dem dringend notwendigen Heimsieg. »Wir haben uns heute durch zwei dumme Gegentore unmittelbar vor der Halbzeit wieder einmal selber geschlagen« meinte der Dorn-Assenheimer Pressesprecher Richard Habram nach der Partie. Die ohne drei ihrer Stammkräfte angetretenen Platzherren gerieten bereits in der fünften Minute durch einen 18-m-Schuss von Silas Wienbeuker frühzeitig mit 0:1 in Rückstand. Nach einer halben Stunde gelang Benjamin Winkler auf Flanke von Karaca der bis dahin verdiente 1:1-Gleichstand. Zwischen der 40. und 42. Minute zog der KSV durch Treffer von Patrick Goronzy (Vorarbeit Marcel Faulstich) und erneut Silas Wienbeuker (Kopfball nach genauer Flanke von Manuel Bartoschek) auf 3:1 davon. Neue Hoffnung schöpften die Dorn-Assenheimer, als Karaca (55.) einen Klein-Karbener Abwehrschnitzer zum 2:3-Anschlusstor nutzte. Doch diese wurde schon drei Minuten später durch ein unglückliches Eigentor von Patrick Ess wieder zunichte gemacht. Schließlich erzielte Metkat Balakhan Sekunden vor dem Abpfiff per 18-m-Schuss den 2:5-Endstand.

TSV Dorn-Assenheim : Kai Kempf; Müssig, Karaca, Dolle, Ess, Schneider, Winkler, Tipperek, Armbrüster, Marburger, Lars Kempf, Hagenow, Witschler, Reichert.

KSV Klein-Karben II: Kubera; Faulstich, Genc, Leonhardi, Schütz, Hudert, Garcia, Bartoschek, Bakahan, Wienbeuker, Goronzy, Segura, Schmidt.

Schiedsrichter: Maiko Becker (Büdingen).

Torfolge: 0:1 (5.) Wienbeuker, 1:1 (30.) Winkler, 1:2 (40.) Goronzy, 1:3 (42.) Wienbeuker, 2:3 (55.) Karaca, 2:4 (58.) Patrick Ess (Eigentor), 2:5 (90.) Bakanhan.

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für den Dorn-Assenheimer Sascha Armbrüster (90.) wegen einer Unsportlichkeit.

Erkan Uslu staubt zum Sieg ab

SG Oppershofen – FV Bad Vilbel II 1:2 (0:0): Die Brunnenstädter konnten auf dem Oppershofener Rasenplatz im ersten Akt leichte optische Feldvorteile für sich verbuchen. Nur drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Erkan Uslu sich zu einem Alleingang über die linke Angriffsseite aufraffte, um das Leder dann zu seinem Kollegen Denis Geh zurückzupassen, der mühelos die Gäste-Führung herstellte. Die SGO ließ sich von diesem Rückstand aber keineswegs entmutigen und kam nach knapp einer Stunde Spielzeit durch Alexander Müller nach Doppelpass mit Steffen Jüngel zum hochverdienten 1:1-Ausgleich.

Unter recht glücklichen Umständen gelang der Vilbeler Zweiten in der 75. Minute der Siegtreffer. Ein Freistoß fand überraschend den Weg durch die Mauer zum völlig freistehenden Erkan Uslu, der zum 1:2 abstaubte.

SG Oppershofen: Marianayagam; Schäfer, Pfeffer, Padberg, Bell, Schmidt, Wilhelm, Florian Weil, Alexander Müller, Riegert, Schmitter, Jüngel, Meyer. – FV Bad Vilbel II: Dautenheimer; Bodrozic, Damar, Geh, Weiss, Kuzpinari, Koeroglu, Uslu, Wirth, Misic, Rasevic, Kadusic, Basheikh, Barkok.

Schiedsrichtrer: Thomas Hamel (Niddatal).

Torfolge: 0:1 (48.) Denis Geh, 1:1 (59.) Müller, 1:2 (75.) Uslu.

Dallwitz-Anschluss kommt zu spät

FC Hessen Massenheim – VfR Ilbenstadt 2:1 (2:0): In den ersten 45 Minuten nutzten die Bad Vilbeler Vorstädter ihren Heimvorteil und erzwangen ein klares Übergewicht, das sich bis zur Pause auch in einer 2:0-Führung ausdrückte. Mit einem Schuss von der Strafraumgrenze markierte Timo Hofmann die Massenheimer 1:0-Führung. Kevin Kühns Volleyabnahme auf Flanke von Niklas Baum bedeute in der 32. Spielminute das 2:0 für Massenheim. In einer von beiden Teams sehr schwach geführten zweiten Halbzeit gab es eigentlich nur noch zwei erwähnenswerte Szenen, nämlich der Ilbenstädter Anschlusstreffer von Dallwitz (82.

) per Freistoß sowie die Gelb-Rote Karte für dessen Team-Kollegen Markus Harsch (88.).

FC Hessen Massenheim : Fischer, Till Baum, Alexander Andre, Lehmann, Sakofski, Kühn, Metopil, Braun, Hofmann, Kratz, Germeroth, Marius Andre, Niklas Baum, Grundmann

VfR Ilbenstadt: Wagner; Harsch, Thorn, Borowski, Altuncicek, Raczkowski, Schmidt, Fröhlich, Thomas, Heile, Wolf, Dallwitz, Syguda.

Schiedsrichter: Winkler (Kelkheim). – Torfolge: 1:0 (24.) Timo Hofmann, 2:0 (32.) Kühn, 2:1 (82.) Dallwitz, – Gelb-Rote Karte : für den Ilbenstädter Markus Harsch wegen zweimaligem Foulspiel.

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