+
Für die TSG Wölfersheim um Stefan Werner Kilb (r.), der hier gegen den Schwalheimer Gilbert Mehwald zum Schuss kommt, gilt es am Sonntag gegen Blau-Weiß Espa unbedingt zu punkten.

(Fast) überall Personalprobleme

(lab). Elfmal wurde in den beiden Friedberger B-Ligen bisher gespielt, und zwei Mannschaften sind auf gutem Weg in Richtung A-Liga: Der FSV Kloppenheim und der SV Steinfurth II sind beide noch ungeschlagen, haben ein Polster von sechs bzw. vier Punkten auf ihre Verfolger. Der Tabellenkeller gestaltet sich in beiden Ligen ebenfalls spannend, vor allem die Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, bietet dort mehrere Mannschaften auf Augenhöhe:

Mit der TSG Wölfersheim hat es darunter eine Mannschaft in den Keller verschlagen, die eigentlich nach oben wollte. Seit dem 1:1 gegen Melbach geht es nun etwas bergauf, der Grund dafür ein simpler: "Die Kadersituation hat sich gebessert, es kommen Leute aus dem Urlaub zurück. Dennoch wird sich das noch durch den Oktober ziehen", sagt Trainer Mario Ulrich. Mit Olcay Sirin und Dennis Muth fallen nämlich wieder zwei Stammspieler länger aus - Ersterer mit Sicherheit die ganze Hinrunde. Da kommt es dem Verein immerhin gelegen, dass man es geschafft hat, vor einer Woche den ersten "Dreier" einzutüten: Gegen Blau-Weiß Espa (Sonntag, 15 Uhr) will man das nun wiederholen.

Ähnliche Probleme gibt es derweil beim KSV Bingenheim, auch hier klagt Coach Tobias Stete: "Wir haben wie alle zu viele Ausfälle. Dadurch werden Spieler nicht auf ihrer eigentlichen Position eingesetzt." Und das führt zu Problemen, vor allem in der Defensive - 39 Gegentore sind für ihn schlicht zu viel. Selbst mit Spielertrainer Stete, der auch Top-Torschütze ist, kann man dieses Leck in der Abwehr nicht schließen, nicht in jedem Spiel mehr Tore schießen, als man kassiert. Immerhin: Gegen den FSV Dorheim (Sonntag, 15 Uhr) sieht Stete seine Elf gewappnet: "Wir werden genügend Spieler zur Verfügung haben und taktisch etwas umstellen, neue Sachen anwenden", sagt der Coach. Damit will man sich als Underdog gegen den Tabellensechsten behaupten und mindestens einen Punkte holen.

Wisselsheim will "Spaß haben"

Zwei Zähler hinter dem KSV hinkt die FSG Wisselsheim etwas hinterher, kassierte zuletzt vier Niederlagen in Serie. Der Knackpunkt beim Rang-14. ist ganz klar: der Sturm. Es fehlt an einem Knipser. Dennoch: Die Stimmung bei der FSG ist weiterhin gut, viele junge Spieler bringen Elan mit ins Training. Am Sonntag (13 Uhr) gilt es für den Klub, in Steinfurth zumindest ordentlich aufzutreten. Denn allzu viele Chancen wird man gegen den Tabellenführer wohl nicht haben. "Wir gehen wie in jedes Spiel mit dem Willen, Spaß zu haben. Die Defensive soll möglichst stabil stehen, wir wollen aber auch zum Torabschluss kommen", sagt Trainer André Morgenstern. Eine "Katastrophe" wie beim 0:11 gegen Ober-Mörlen möchte man tunlichst vermeiden.

Auch in der Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2, lohnt sich ein Blick auf den Tabellenkeller, am Wochenende liegt der Fokus allerdings vermehrt am anderen Ende der Tabelle. Da gab es vor einer Woche ein dicke Überraschung, als die SG Ober-Wöllstadt/Ilbenstadt II den FC Karben II mit 3:1 schlug. Ein Paukenschlag durch den nun Tabellen-10., der zurzeit von einer rosigen Personalsituation profitiert: Gleich drei Ilbenstädter Spieler gaben gegen Karben ihr Comeback in der Reserve, am kommenden Sonntag (15 Uhr) lichtet sich das Ganze wieder etwas. Auch weil dem FSV Kloppenheim der überragende Tabellenführer ansteht. "Wir fahren nach Kloppenheim mit der gleichen Vorgabe wie immer. Allerdings muss man wohl eine Niederlage mit einberechnen", äußert sich Ober-Wöllstadts Pressewart Peter Roskoni. Ein bisschen den Gegner ärgern, ordentlich auftreten und schauen was von der "Ersten" runterkommt, lautet also die Devise.

Die vor einer Woche unterlegenen Karbener haben derweil eine ebenso schwere Aufgabe vor sich: Es geht gegen den SSV Heilsberg, Tabellenzweiter, ein absolutes Top-Spiel am Sonntag (15 Uhr) also. "Wir wollen punkten, es gibt da oben keinen, der absolut enteilt ist - auch nicht Kloppenheim. Jeder kann jeden schlagen", sagt Trainer Benjamin Kötter über die Zielsetzung. Denn die überraschende Niederlage aus der Vorwoche sei schnell abgehakt gewesen und habe keinen Einfluss auf die Stimmung. Personell sieht es bei der FC-Reserve aktuell sehr gut aus, Verstärkung von oben ist am Sonntag aber nicht zu erwarten. Gegner Heilsberg lässt da ganz Ähnliches verlauten - muss es aber auch. Denn dem Klub stehen harte Wochen bevor, trifft das Team doch quasi auf die gesamte Spitzengruppe. Es könnte ab jetzt also steil bergauf oder raus aus der Top-Gruppe gehen. Da ist extra Training und ein Einschwören durch Trainer Daniyel Göktas notwendig - denn nun, da er die Chance hat, will der SSV auch zeigen, wo’s langgeht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare