Den Faden verloren

  • VonPeter Hett
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Mit zwei Gesichter präsentierte sich die männliche A-Jugend des TSV Griedel im Oberligaspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, das mit 23:31 (15:14) verloren wurde. Für den Oberligisten aus der Wetterau war es bereits die sechste Niederlage im sechsten Spiel.

Mit zwei Gesichter präsentierte sich die männliche A-Jugend des TSV Griedel im Oberligaspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, das mit 23:31 (15:14) verloren wurde. Für den Oberligisten aus der Wetterau war es bereits die sechste Niederlage im sechsten Spiel.

Und diese war völlig unnötig, wie der Spielverlauf aufzeigt: In den ersten zwanzig Minuten präsentierten sich die Gastgeber hellwach und stellten ihr vorhandenes Potenzial unter Beweis. Nach einem 2:3-Rückstand (6.) nahm die Mannschaft von Trainer Thomas Ceh das Heft des Handelns in die eigene Hand und warf sich mit drei Toren in Folge mit 5:3 nach vorn. Nach dem 7:5 wirkte das Spiel der Griedeler Junioren wie reine Sahne – zumindest für die folgende Viertelstunde. Mit einem 4:1-Lauf zog der TSV bis auf 11:6 (16.) davon, baute den Vorsprung bis auf 14:7 aus und führte vier Minuten vor der Halbzeitpause weiterhin mit 15:11. Der TSV schien sich auf dem Weg zum ersten (doppelten) Punktgewinn überhaupt in der neuen sportlichen Heimat zu befinden. Aus dem Nichts verlor die Mannschaft dann aber völlig den Faden. Nachlassende Konzentration sorgte für überhastete Abschlüsse, die den Gegner in Ballbesitz brachten und zumeist über Tempogegenstöße zur Wende im Spiel führten.

Bis zur Pause verkürzten die Gäste den Rückstand auf ein Tor und hatten die Partie zehn Minuten nach Wiederbeginn mit dem 19:17 wieder in ihre Richtung gedreht. Bis zum 21:23 (49.) hielt der TSV noch dagegen, konnte in der Folgezeit aber eine weitere deutliche Niederlage nicht verhindern.

Trainer Ceh gibt sich optimistisch

»Bei der HSG spielen viele Spieler ab der C-Jugend immer in der höchsten hessischen Spielklasse. Die daraus resultierende Cleverness macht sich über die Dauer des Spiels bezahlt. Demgegenüber spielen meine Jungs das allererste Mal auf diesem Niveau«, sagt TSV-Trainer Ceh. »Sobald wir nach einer guten Phase an Spieldisziplin verlieren, werden unsere Fehler vom Gegner gnadenlos bestraft. Das ist kein handballspezifisches Problem, sondern Kopfsache. Um das abzustellen, braucht es Zeit und Spiele dieser Kategorie«, analysierte er die Situation, die seine Mannschaft derzeit durchlebt. »Aber ich bin mir sicher, wir bekommen das hin«, blickte Ceh am Ende dennoch positiv nach vorn.

TSV Griedel: Krüger, Heller, Mohamad (2), Keyserlinkgk (2), Schmidt (2), Rejab (4), Braasch, Dämon (1), Schmitt, Müller, Stangl, Kandemir, Brunz (4/1), Vogel, Köhler (8/2).

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