Erik Betzold im Trikot des EC Bad Nauheim. FOTO: CHUC
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Erik Betzold im Trikot des EC Bad Nauheim. FOTO: CHUC

Ex-Teufel Betzold beendet Karriere

  • vonred Redaktion
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(mis). Eigentlich hatte er seinem Leben schon ganz früh eine klare Richtung gegeben. Er wollte Profi werden. Ausgebildet in der Talentschmiede der Eishockeyjugend Kassel, war Erik Betzold mit 14 Jahren ins Internat der Junghaie nach Köln gewechselt. Hatte von dort den Sprung als Förderlizenzspieler des EC Bad Nauheim in die DEL 2 geschafft (neun Einsätze in der Saison 2019/20) und im Sommer erst einen Vertrag bei Ex-Huskies-Trainer Rico Rossi in Dresden unterschrieben.

Doch den hat Betzold zum Ende des Monats November aufgelöst. Denn mit 20 Jahren hat er seinen Traum vom Profi-Eishockey aufgegeben, um einen anderen zu verwirklichen: Er studiert künftig Humanmedizin im saarländischen Homburg, wo er einen Studienplatz bekommen hat.

Und so heißt es in diesen Tagen umziehen. Von der Wohnung ganz im Osten der Republik, über das alte Zuhause im thüringischen Nordhausen, geht’s vorbei an der alten sportlichen Heimat Kassel, über Köln rüber in den ganz tiefen Südwesten. Mehr als 600 Kilometer liegen zwischen seinem alten Leben als Eishockey-Profi und seinem neuen als Vollzeit-Student.

"Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Aber es war keine zwischen Pest und Cholera, ganz im Gegenteil. Sie ist gut überlegt, und ich freue mich sehr aufs Studium. Auch wenn es komisch ist, nach 16 Jahren ohne Eishockey zu sein", sagt Betzold.

Bereits als Siebenjähriger hatte der Knirps für seine Liebe zur Puckjagd einiges in Kauf genommen - und das wäre ohne die Unterstützung seiner Familie nicht möglich gewesen: Die lebt bis heute in Nordhausen, Mama Silke und Papa Frank fuhren mehrmals die Woche die 120 Kilometer zur Eissporthalle nach Kassel und zurück, dazu kamen die Spiele am Wochenende. Sein jüngerer Bruder Arne spielt weiterhin für die EJK. "Ich hatte dort eine sehr schöne Zeit, die ich nicht missen möchte", sagt Erik Betzold.

Gleiches gilt für den Sprung nach Köln. Mit den Junghaien wurde er Deutscher U16-Meister, dort reifte er zum Jugend-Nationalspieler, spielte bei der U18-WM. Von Bad Nauheim ging es während der vergangenen Saison nach Freiburg (42 Spiele, vier Tore, zwei Vorlagen), bevor er im Sommer Rossis Ruf nach Dresden folgte. "Er hat jetzt eine kluge Entscheidung getroffen. Er hat eine Zukunft als Arzt. Das ist eine tolle Gelegenheit, ich freue mich für ihn", sagte Rossi.

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