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Ex-NFL-Profi soll kommen

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Von: Uwe Lange

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So verbrachte Thomas Kösling, der einstige Schüler des Friedberger Burggymnasiums, der heute als Defensive Coordinator und Chefscout der »Men in Purple« tätig ist, selbst über die Feiertage viel Zeit, um dem neuen Team die notwendigen Konturen zu verleihen. Nach dem Rückzug einiger Frankfurter Football-Urgesteine vom aktiven Sport wie Kay Schulmeyer oder Florian Bambuch, beendeten andere Publikumslieblinge wie Laurinho Walch und Ivo Schönberner aus gesundheitlichen Gründen ihre Laufbahn. »Ein Dutzend neuer Spieler werden wir holen, die Fluktuation im Team wollen wir so gering wie möglich halten«, hatte Chefcoach Markus Grahn nach Abschluss der Saison einige Veränderungen im Kader prognostiziert, aber nicht wissen können, dass dies deutlich mehr sein würden. Es ist sicherlich keine leichte Aufgabe, einige der Importspieler, die sich durch ihre Leistung in den Fokus anderer europäischer Topteams oder sogar US-Profimannschaften gespielt haben, zu halten oder an deren Stelle neue starke Jungs an den Main zu holen.

Spektakulärster Neuzugang ist bislang US-Boy und Runningback Silas Nacitas, der aus Marburg zu den Frankfurtern stößt, nachdem er dort praktisch im Alleingang den Klassenerhalt der Mercenaries sicherte, nun aber gerne um den Titel mitspielen möchte. Mit Santeri Inkinen (Dresden) fand ein finnischer Nationalspieler den Weg an den Main, der auf der Position des Defense Back als einer der besten der Liga gilt. Gleich fünf Akteure des Erstliga-Absteigers aus Mannheim folgten dem Ruf von Thomas Kösling, darunter mit Sonny Weishaupt Deutschlands talentiertester Nachwuchs-Quarterback, wie die einhellige Meinung der Experten ist. Er soll sich mit der Nummer 1 auf dieser Position, dem amerikanischen Rückkehrer Mike Wegzyn, einen Zweikampf um die besten Einsatzzeiten liefern. Wegzyn war schon für die abgelaufene Spielzeit als Starter gedacht, stand aber aufgrund privater Verpflichtungen den Frankfurtern nur temporär zur Verfügung, wurde dann durch seinen Landsmann McDade vertreten, stellte sich aber als Backup klaglos in die Dienste des Teams. Da auch weitere Leistungsträger wie Dustin Illetschko, David Giron, George Robinson, Quade Chappuis und Tyler Stoddard ihre Verträge frühzeitig verlängerten, ist das Ziel des amtierenden Vizemeisters der Südgruppe klar, dem aktuellen Champion aus Schwäbisch Hall das Einhorn zu ziehen und anschließend in den German Bowl in Berlin einzuziehen. Bislang haben schon weit über 700 Fans die Bemühungen der Universe-Chefs mit dem Kauf einer Dauerkarte honoriert. Mehr als ein Drittel der Saisonkarten-Inhaber kommen - wie Erhebungen zeigen - aus dem Wetteraukreis sowie der Region Gießen/Marburg. Im Schnitt kamen im Vorjahr 4300 Zuschauer zu den Heimspielen im Frankfurter Volksbank Stadion – Spitzenwert in der gesamten GFL. Auch auf dem Feld dominierten die »Men in Purple« in einigen Kategorien. »Einen echten Kracher wollen wir unseren treuen Zuschauern aber noch präsentieren«, sagt Geschäftsführer Michael Schwarzer zu den lila Aktivitäten auf dem Transfermarkt, verrät nur, dass der Wunschkandidat schon in der Profiliga NFL gespielt hat und nun gerne seine Karriere in Europa fortsetzen würde. Auch die Teilnahme der Frankfurter an der BIG 6, der Champions League der Footballer, gilt als sicher. Dort wollen die Hessen gegen internationale Gegner (unter anderem Mailand) den Erfolg des Vorjahres wiederholen, als man überraschend als Neuling den »kleinen« EFL-Cup gegen Amsterdam holte, das Aufstiegsjahr mit diesem Gewinn und dem Erreichen des deutschen Viertelfinales in den Playoffs als Zuschauerkrösus krönte.

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