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Ex-Nationalspieler Aab kommt nach Bad Nauheim

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Vitalij Aab (hier im Trikot der Nürnberg Ice Tigers) stürmt in der kommenden Saison für den Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim.
Vitalij Aab (hier im Trikot der Nürnberg Ice Tigers) stürmt in der kommenden Saison für den Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. © Harald Schindler

(mn) 635 Einsätze (155 Tore/188 Vorlagen) in der Deutschen Eishockey-Liga für Nürnberg, Hamburg und Iserlohn, 21 Einsätze für die Nationalmannschaft unter Hans Zach, Nominierungen für das DEL-Allstar-Game, zuletzt Meister in der zweiten russischen Liga - und nun beim Zweitligisten EC Bad Nauheim unter Vertrag.

Die Roten Teufel haben gestern den Deutsch-Kasachen Vitalij Aab als siebten Neuzugang vorgestellt. Der Stürmer folgt damit seinem Freund Dusan Frosch in die Wetterau. Beide hatten zwischen 2010 und 2013 für die Nürnberg Ice Tigers gespielt.

»Ein gradliniger Typ, technisch unheimlich versiert mit einem brutalen Erfahrungsschatz«, schwärmt Daniel Heinrizi, der Sportliche Leiter, über den Coup, den er mit viel Überzeugungsarbeit eingefädelt hatte. »Am Ende hat wie schon bei Frosch das Familienpaket den Ausschlag gegeben«, sagt er, unterstreicht, dass »Vitalij uns finanziell sehr entgegengekommen ist«. Nach einem wirtschaftlich äußerst lukrativen Abstecher in die Heimat (reizvolle DEL-Offerten zur Saison 13/14 waren nach einer Schultereckgelenksprengung ausgeblieben), wollte Aab zurück nach Deutschland, wo seine Familie im von Bad Nauheim aus zweieinhalb Autostunden entfernten Nürnberg lebt.

Der Rechtsschütze, 1,89 Meter groß und 90 Kilogramm schwer, erzielte in elf seiner zwölf DEL-Jahre zehn oder mehr Treffer für seine Mannschaft, wurde erst durch die Verletzung in der Spielzeit 2012/13 zurückgeworfen. In Wilhelmshaven schnupperte Aab 1997 als Nachwuchsspieler in den Seniorenbereich hinein und wagte 2001 den Sprung in die DEL. Drei Jahre spielte Aab in Nürnberg, fand über Mannheim (04/05) und Iserlohn (05/06) nach Hamburg. Nach vier Jahren in der Hansestadt sollte sich der Kreis für den Angreifer in der DEL im Frankenland schließen. Im Vorjahr führte er Karaganda, den Klub in seiner Geburtsstadt, als Kapitän zum Titel. Seine sportlichen Werte hier: neun Tore und 13 Vorlagen (64 Spiele).

Aab-Berater Günter Oswald, der Ex-Nationalspieler zu dem Daniel Heinrizi einen heißen Draht pflegt, hatte den EC Bad Nauheim auf die Möglichkeit dieses Transfer-Coups aufmerksam gemacht, nachdem Stürmer Peter Boon, den die Roten Teufel auf ihrer Kandidatenliste ursprünglich weit oben geführt hatten, einen Wechsel aus Weißwasser in die Nachwuchsarbeit der Fischtown Pinguins vorgezogen hatte. Mit Dusan Frosch sowie Max Campbell auf der Centerposition bildet Aab, dessen Großeltern in Herborn zu Hause sind, auf dem Papier die RT-Top-Reihe.

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