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Hans-Josef Embs

Ex-Coach Embs traut TVP einiges zu

  • VonPeter Hett
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(hep). Oberligist TV Petterweil hatte am Samstag den Ligarivalen TuS Dotzheim zu Gast. Beim 34:28-Erfolg der Wiesbadener stand auch deren Coach Hans-Josef Embs im Fokus. Er gilt als Trainer-Dauerbrenner und geht bei den Handballern aus der Landeshauptstadt in seine zwölfte Saison.

Embs ist in der Wetterau kein Unbekannter. Als der damals in der Bezirksklasse spielende TSV Nieder-Mörlen 1985 nach sechs Partien punktlos am Tabellenende stand, übernahm Embs, der in der Vorsaison noch als Kapitän der SG Wallau-Massenheim in der Bundesliga auflief, als Spielertrainer die Bad Nauheimer Handballer. Eine damals sensationell anmutende Verpflichtung. Bis zum Dezember 1987 blieb Embs beim TSV und wechselte dann zum damaligen Zweitligisten Eintracht Wiesbaden. In heimischen Gefilden ist er nach wie vor ein gerne gesehener Gast. Im Kurz-Interview wirft er einen Blick zurück, bewertet aber auch die Petterweiler Oberliga-Chancen.

Herr Embs, Sie sind wieder einmal in der Wetterau - kommen Sie gerne hierher zurück?

Immer wieder gerne. Man trifft zwar jetzt nicht mehr so viele alte Bekannte, da muss man schon schauen. Aber zu Punktspielen taucht doch immer wieder mal der eine oder andere alte Bekannte auf.

Welche speziellen Erinnerungen haben Sie noch an Bad Nauheim und den TSV Nieder-Mörlen?

Das war damals meine erste Station nach der Bundesliga. Ich war ja als Spielertrainer tätig. Vor allem denke ich da noch an Eishockeyspieler wie Horst Philipp, die zu unseren Spielen kamen. Wir hatten damals viele Zuschauer. Ich weiß noch: Als ich anfing, standen wir ohne Punkte auf dem letzten Platz und haben die Runde am Ende als Tabellendritter abgeschlossen. Mit Peter Brauburger hatten wir einen starken Torhüter. In der folgenden Runde sind wir mit 33:3 Punkten und zwölf Punkten Vorsprung Meister geworden. Besonders gerne denke ich an die schönen Stunden nach den Spielen, wenn wir in der Gaststätte »Beim Tuppi« zusammensaßen. Es waren schöne Zeiten.

Was trauen Sie dem TV Petterweil als Aufsteiger in der Oberliga in der vermeintlich schwereren Nordgruppe zu?

Ich halte die Südgruppe für stärker. Petterweil hat eine riesige Tradition. Hier habe ich früher auch schon gespielt. Die Halle war immer voll, es war immer was los. Es erinnert mich etwas an Breckenheim. Die waren auch jahrelang in der Landesliga, sind dann aufgestiegen, hatten eine große Euphorie und immer eine volle Halle. So wird es hier wohl jetzt auch immer sein. Ich traue dem TV einiges zu und glaube nicht, dass sie mit dem Abstieg zu tun haben. Obwohl die Oberliga eine Wundertüte ist. In der Liga spielen durchweg gut ausgebildete Mannschaften. FOTO: HEP

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