Fußball

Euphorie weicht Tief

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(jm). Nach der zweiten Niederlage ist beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach die Anfangseuphorie verflogen. Sportdirektor Sead Mehic ging nach dem 1:2 in Homburg sogar so weit, "dass wir uns bei den Fans entschuldigen müssen". Sie hätten trotz der Niederlage aufmunternde Worte für die Offenbacher Verlierer gefunden, das sei bemerkenswert.

Spieler und Verantwortliche suchten nach dem zweiten Rückschlag gegen ein saarländisches Team binnen einer Woche (zuvor 0:3 gegen Elversberg) nach Erklärungen. Frappierend ist, dass die Kickers erst dann alle Fesseln ablegten, als alles schon verloren schien. Erst nach dem 0:2 erzwangen sie Chancen. Für den Rodheimer Maik Vetter, seit sechs Jahren Profi am Bieberer Berg, sind die Aufs und Abs in Offenbach keine neue Erfahrung. "Fußball ist ein Wochengeschäft", sagt er. Der Kapitän hatte die Anfangseuphorie nicht zu hoch hängen wollen und versucht nun auch, die beiden Niederlagen nicht zu extrem zu bewerten. "Wir dürfen nicht an uns zweifeln", warnt er und fordert stattdessen: "Wir müssen weiter hart arbeiten und unsere Fehler abstellen."

Der Kader, davon ist Vetter überzeugt, habe genug Qualität. Steuernagel setzt einige Hoffnungen in Zugang Moritz Hartmann. Der 33-Jährige (zuletzt beim Drittligisten Fortuna Köln) absolvierte gestern den Medizincheck und trainiert heute erstmals mit. "Mit ihm bekommen wir kreative Qualität hinzu", ist Steuernagel überzeugt.

Weil in Homburg nach der Pause auch noch Nachlässigkeiten in der Abwehr hinzukamen, war das Ende der euphorischen Grundstimmung rund um die Kickers perfekt. Steuernagel kündigte an, schonungslos alle Probleme anzusprechen. Gelingt es gegen Schlusslicht FK Pirmasens am Samstag (14 Uhr) nicht, zu überzeugen, wird aus dem Stimmungstief schnell ein Sturmtief der Entrüstung.

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