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Trainer Peter Morbe übernimmt zur neuen Saison den A-Ligisten TuS Rockenberg.

Trainerwechsel

»Es wird sicher eine Umstellung« - So will Peter Morbe mit dem TuS Rockenberg Erfolg haben

  • VonThomas Brannekämper
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Aus der Verbandsliga in die Kreisliga A Friedberg:Der Sprung für Trainer Peter Morbe könnte kaum größer sein. Dennoch hat er für den TuS Rockenberg gleich hohe Ziele gesteckt.

In der abgebrochenen Spielrunde 2020/21 ging man seitens des TuS Rockenberg mit Andreas Dietel an der Seitenlinie in die Saison. Mitte Oktober erfolgte die Trennung, kommissarisch betreuten die Mannschaften für die lediglich drei noch folgenden Spiele Marco Dobner und Thorsten Liebig mit Unterstützung von Manuel Barufe, Abteilungsleiter Fußball. Platz acht in der offiziell nicht erstellten Abschlusstabelle fand Eintragung in die Chroniken.

Die darauf folgende und bis heute andauernde fußballlose Zeit hat man in Rockenberg genutzt. Nicht nur die Verpflichtung der Neuzugänge Mike Schmidt (SG Oppershofen) sowie von Philipp Landvogt und Timo Dechert vom Gruppenligisten SV Steinfurth lassen hellhörig werden. Ebenso stellt man in der kommenden Runde wieder eigenständig eine eigene zweite Mannschaft. Und auch bei der Trainervakanz konnte inzwischen Vollzug gemeldet werden: Mit Peter Morbe kehrt ein alter Bekannter zurück an den Gänseberg, immerhin hat Morbes Trainerlaufbahn hier vor 30 Jahren hier begonnen. Eng verbunden ist der Name des A-Lizenz-Inhabers mit dem FC Turabdin/Babylon Pohlheim, den Morbe in seiner Trainerzeit, mit Unterbrechungen, gleich viermal zum Aufstieg coachte - von der A-Klasse bis in die Verbandsliga. Doch auch im Wetteraukreis ist Morbe gut bekannt, entstammt er doch ursprünglich dem SV Nieder-Weisel, weitere Trainerstationen war zuletzt der VfR Butzbach. Zudem ist Morbe seit August 2018 als Trainerfortbilder und Koordinator des Leistungsbereichs der C- bis A-Jugend des JFV Mittelhessen tätig.

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Im Interview verrät er, warum man in Rockenberg wieder positiv in die Zukunft schau und wie man sich im Hinblick auf das anstehende 100-jährige Jubiläum der Fußballabteilung neu ausrichten will.

Herr Morbe, was war Ihre Motivation nach Trainertätigkeiten bis hoch in die Verbandsliga wieder zurück zu Ihren Wurzeln zu gehen und beim TuS Rockenberg anzuheuern?

Ich wollte nach meiner Station in Pohlheim wieder eine Mannschaft trainieren. Nur im Jugendbereich tätig zu sein, war mir zu wenig. Da kam die Anfrage aus Rockenberg zur rechten Zeit. Ich bin ohne große Vorstellungen in die Gespräche gegangen, sondern wollte hören und herausfinden, wie der TuS tickt. In den Gesprächen mit den Verantwortlichen um Manuel Barufe haben wir früh viele Gemeinsamkeiten erkennen können, meine alte »Seilschaften« in Rockenberg sind ebenfalls noch existent. Durch die hohe Anzahl an Spielern, die auch wieder eine eigenständige zweite Mannschaft zulassen, ist ein qualifiziertes Training möglich. Mir wurde von einer hohen Trainingsbeteiligung berichtet, hierauf lässt sich gerade im Bereich Technik und Taktik sehr gut aufsetzen. Außerdem hat mich das Konzept der Rockenberger mit Ihrem Funktionsraum sehr angesprochen. Mit diversen Fitnessgeräten und einer Sauna ist man hier für einen A-Ligisten überdurchschnittlich gut aufgestellt. Und mit dem Co-Trainer Marco Dobner habe ich jemanden an meiner Seite, der sich im Seniorenbereich gut auskennt. Somit sollten die Weichen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gestellt sein.

Welche Erwartung haben Sie an Ihre neue Mannschaft?

Es wird bestimmt eine Umstellung von der Verbandsliga zur A-Liga werden. Doch auch in diesen Klassen gibt es gute Spieler. Ziel wird es sein, das Optimum aus jedem Einzelnen herauszukitzeln, ihn fußballerisch weiter zu bringen. Wir werden an Spielformen arbeiten und sehen, welche am besten zu uns passt. Interessant wird auch zu beobachten sein, wie die Spieler nach der langen Corona-Pause zurückkommen. Die Belastungssteuerung, ein anderer Rhythmus in der Saisonvorbereitung - all das sind Kriterien, an denen wir arbeiten werden.

Welche Ziele haben Sie mit Ihrem neuen Verein?

Die Qualität unserer Neuzugänge hat sicherlich gehobenes A-Liga Niveau. Für uns sollte das vordere Drittel, wie von unserem Abteilungsleiter Manuel Barufe, auch ausgesprochen, ein realistische Zielsetzung sein. Alle anderen Mannschaften fangen wie wir quasi bei Null an. Erst nach Rundenbeginn wird man sehen, wer wie aus der Corona-Pause gekommen ist. Für uns wird wichtig sein, das die Spieler in der Trainingsarbeit Spaß haben. Wir werden viel mit dem Ball arbeiten, um unsere Ziele bezüglich Spielform, Technik und Taktik zu erreichen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist in Rockenberg auch die Gemeinschaft, die am und um den Sportplatz herrscht. Nimmt man all das zusammen, sollte sich dies in unserer Erwartungshaltung widerspiegeln. Denn schlussendlich schauen wir zuallererst auf uns und unsere eigenen Ziele.

Noch fällt es schwer, auf eine neue Runde zu blicken. Wann würden Sie sich wünschen, das es wieder weitergeht?

Wünschenswert wäre ein Trainingsbeginn Anfang Juli. Sicherlich sind vier Wochen Vorbereitungszeit sinnvoll, bevor die Runde startet. Die Spieler kommen, ich sag es noch einmal, aus einer sehr langen Pause. Sie werden sich erst wieder an den Trainingsrhythmus, gepaart mit Freundschaftsspielen, gewöhnen müssen. In der Steuerung der Trainingsinhalte werden wir auch schauen müssen, wie sich die Runde in der A-Liga darstellt, ob wir viele Wochentagsspiele zu Beginn haben werden. Hier gilt es, die richtigen Hebel zu finden, und den Trainingsaufwand richtig zu dosieren. Ich denke, dass jeder Spieler lieber spielt als trainiert, aber mit eben einer gesunden Belastungssteuerung kann man hier sehr gut ansetzen. Sollte dies alles funktionieren, wäre ein Rundenstart im August durchaus anzupeilen. Ich persönlich würde lieber heute als morgen wieder mit einer Mannschaft auf dem Sportplatz stehen. Die Pause war doch sehr lange und man hat gemerkt, wie sehr die schönste Nebensache der Welt einem dann doch fehlt.

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