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Erstmals DM für »Jedermänner«

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Tempo und Positionskämpfe, bei der Jedermann-DM in Nidda geht es »rund«.
Tempo und Positionskämpfe, bei der Jedermann-DM in Nidda geht es »rund«. © Ronny Herteux

(htr) So etwas hat es noch nicht gegeben, und endlich hat der Bund Deutscher Radfahrer auf die immer größer werdende Zahl von ambitionierten Rennradfahrern ohne Lizenz reagiert. Von Freitag bis Samstag steht Nidda im Zeichen der ersten Jedermann-DM.

Und damit nicht genug. Auf der 22,8 Kilometer langen Strecke zwischen Nidda und Blofeld mit dem »Scharfrichter Dauernheim« als knackigen Anstieg werden am Sonntag die deutschen Meister in den Jugendklassen von den U15-Schülern bis zu den U19-Junioren ermittelt. Radsport pur über drei Tage also, wobei über 1000 Teilnehmer erwartet werden.

Der Startschuss fällt bereits am Freitag mit dem 22,8 Kilometer langen Zeitfahren, wobei ab 19 Uhr im 30-Sekunden-Takt Fahrer von der Rampe auf dem Marktplatz in Nidda auf die Strecke gehen. Damit nicht genug, ab 20.45 Uhr steht das Generationenrennen auf dem Programm. Startberechtigt ist jeweils ein Duo, wobei der Altersunterschied mindestens 15 Jahre betragen muss.

Der Samstag ist dann der deutschen Meisterschaft im Einzel und für die Teamwertung vorbehalten, wobei insgesamt neun Meister gekürt werden. Um 12 Uhr werden Elite, Masters 1 und Masters 2 auf die 91,2 km (vier Runden) lange Reise geschickt. Nach dem Startschuss für die Männerteams um 15 Uhr gehen unmittelbar danach die Frauen in drei Altersklassen auf die Strecke über 68,4 km (drei Runden). Danach folgen noch die Frauen- und Mixed-Teams.

Extrem starke Fahrerfelder werden am Sonntag bei den Junioren-, Jugend- und Schülerrennen erwartet. Auch in diesen Klassen sind Radfahrer aus dem gesamten Bundesgebiet am Start, um sich im Rahmen der erstmals ausgetragenen Jedermann-DM Titel und Platzierungen zu sichern.

Die Strecke führt gegen den Uhrzeigersinn von Nidda über Geiss-Nidda nach Dauernheim. Nach neun km folgt der knackige Anstieg zur Blofelder Höhe, der ideale Punkt für Zuschauer, die DM-Starter über einen längeren Zeitraum in Augenschein nehmen zu können. Über Ranstadt führt die Strecke zurück nach Nidda auf den Markt zum Start-Ziel-Bereich.

Natürlich nutzen viele heimische Rennradfahrer aus dem Bezirk Lahn und Bezirk Wetterau/Taunus die Gelegenheit, quasi vor der Haustür DM-Flair zu genießen. So sind zum Beispiel zum Auftakt für das Generationenrennen Erik und Peter Büchele (Rodheim), Oliver Böll/Alexander Nies (Team Delta- bike.de) und Christoph und Thilo Anhamm (RV Ober-Mörlen) gemeldet.

Am Samstag möchten sich beim Mannschaftsrennen Dieter Lichtenthäler, Andre Martins, Georg Nicolai, Hans G. Scheibel und Karl-Dieter Schön vom RV Germania Lollar beweisen, die sich beim Generationenrennen tags zuvor schon einmal warmfahren wollen. 265 Anmeldungen liegen dem Veranstalter bereits für das Männerrennen vor, wobei jeweils bis eine Stunde vor dem Start noch nachgemeldet werden kann. Jochen Hanitsch (Mücke), Sebastian Jaunich (Rennrad-Team Wetterau), Alexander Koop und Mike Pommerening (beide RV Gießen-Kleinlinden), Frank Walter (RSC Grünberg) und Frank Wiese (RSV Oppershofen) stehen beispielhaft für die zahlreichen heimischen Teilnehmer. Bei den Frauen ist zudem Susanne Link (ASC Licher Wald) am Start vertreten.

Über 133 Junioren gehen am Sonntag allein im U19-Rennen um 9.30 Uhr auf die 136,8 km lange Reise. Mit dabei Niclas Zimmer von der RSG Gießen und Wieseck, der in dieser Saison für das Bundesligateam Hansen Werbetechnik unterwegs ist. Der Biebertaler war im letzten Jahr Cross-Hessenmeister und Zehnter bei der Cross-DM. In dieser Saison will er vermehrt Rennraderfahrung sammeln und hat bei der Hessenmeisterschaft als Vierter nur ganz knapp das Podium seiner Altersklasse verpasst.

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