Der Ulmer Archie Lee Goodwin (2.v.r.) hat es hier mit Marcos Knight (33), Marco Thomas Wimbush (20) und Cameron Jackson (r.) von den Riesen Ludwigsburg zu tun. FOTO: DPA
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Der Ulmer Archie Lee Goodwin (2.v.r.) hat es hier mit Marcos Knight (33), Marco Thomas Wimbush (20) und Cameron Jackson (r.) von den Riesen Ludwigsburg zu tun. FOTO: DPA

Erstes Playoff-Remis seit 1975

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(dpa/sid). Der Kampf um den Endspieleinzug beim Basketball-Meisterturnier zwischen den MHP Riesen Ludwigsburg und ratiopharm Ulm wird zur Herzschlag-Entscheidung. Das Halbfinal-Hinspiel der beiden Überraschungsteams endete am Sonntag in München mit dem ersten Bundesliga-Unentschieden seit Jahrzehnten, nach dem 71:71 (36:34) fällt die Entscheidung im zweiten Duell am Dienstag (20.30 Uhr/Magentasport). Das zuvor letzte Mal war nach BBL-Angaben 1975 ein Playoff-Spiel in der höchsten deutschen Liga ohne Sieger geendet.

Bester Werfer für Ludwigsburg war Marcos Knight mit 24 Punkten, bei den Ulmern erzielte Derek Willis mit 19 Zähler. Ludwigsburg peilt den ersten Endspiel-Einzug seiner Geschichte an, für Ulm wäre es die erste Final-Teilnahme seit 2016.

Pokalsieger Alba Berlin hat derweil am Samstag den Einzug ins Halbfinale geschafft und darf damit weiter vom ersten Titel seit 2008 träumen. Die favorisierten Hauptstädter ließen auch im Viertelfinal-Rückspiel gegen die BG Göttingen beim 88:85 (52:31) nichts anbrennen und blieben nach dem 93:68 im Hinspiel auf ihrer "Mission Double" beim Geisterturnier ungeschlagen.

Alba fühlt sich wohl in Favoritenrolle

Nationalspieler Niels Giffey nahm die Favoritenrolle für das restliche Turnier an. "Ja, gerne", sagte der Alba-Profi bei MagentaSport. Allerdings sah Giffey auch noch Verbesserungspotenzial: "Wir müssen besser finishen. Das haben wir in beiden Spielen nicht hinbekommen."

In der Runde der letzten Vier am Montag und Mittwoch (beide 20.30 Uhr) kommt es zur Neuauflage des Pokal-Endspiels: Die EWE Baskets Oldenburg hatten zuvor im Viertelfinale gegen den früheren Serienmeister Brose Bamberg beim ungefährdeten 89:75 (51:46) ebenfalls kaum Mühe und kamen nach dem 86:81 im Hinspiel locker weiter.

"Wir wissen, wie wir spielen müssen, um sie zu besiegen", sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic über das Duell gegen Alba. In den Playoffs ist es "das dritte Jahr in Folge", fügte der Bosnier hinzu, "dass wir auf sie treffen". In den vergangenen zwei Begegnungen hatten die Berliner das bessere Ende für sich, auch das Pokalfinale gewann Alba deutlich.

Gegen Göttingen war Martin Hermannsson (19) bester Werfer der Berliner. Dominic Lockhart erzielte ebenso viele Punkte für die BG. Alba legte dominant los und sorgte im ersten Viertel mit einem 11:0-Run für die Vorentscheidung. Für ein kleines Highlight sorgte Siva, der als Bodenwischer doch noch einen Einsatz auf der Platte hatte und sich den Applaus seiner Teamkollegen verdiente. Göttingen verabschiedete sich durch ein sehr starkes letztes Viertel erhobenen Hauptes.

Für die Oldenburger lieferte Ian Hummer (21) eine überzeugende Leistung ab, 20 Zähler des ebenfalls starken Kameron Taylor waren für die Bamberger am Ende einfach zu wenig. Den kurzfristigen Ausfall von Kapitän Elias Harris wegen Rückenproblemen konnten die Oberfranken nicht kompensieren. Oldenburg kam nie wirklich in Bedrängnis.

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