Endlich wieder Live-Fußball auf dem Sportplatz gucken: 65 Besucher wollten sich am Dienstagabend die erste A-Liga-Partie der neuen Saison zwischen dem SV Hoch-Weisel und dem Traiser FC nicht entgehen lassen - und wurden dafür mit vier Toren entschädigt. Das gastronomische Angebot im Hintergrund hatte allerdings noch geschlossen.
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Endlich wieder Live-Fußball auf dem Sportplatz gucken: 65 Besucher wollten sich am Dienstagabend die erste A-Liga-Partie der neuen Saison zwischen dem SV Hoch-Weisel und dem Traiser FC nicht entgehen lassen - und wurden dafür mit vier Toren entschädigt. Das gastronomische Angebot im Hintergrund hatte allerdings noch geschlossen.

Fußball

Erstes Pflichtspiel in Hessen: So lief der Auftakt in Hoch-Weisel

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der Donnerstagabend auf dem Sportplatz des SV Hoch-Weisel war ein besonderer: Mit dem 4:0-Erfolg über den Traiser FC wurde nicht nur die Spielzeit 2020/21 im Fußballkreis Friedberg eröffnet, sondern die gesamte Saison im hessischen Fußball.

Sonnenschein, angenehme Temperaturen, ein leckeres Kaltgetränk - und endlich wieder Fußball um Meisterschaftspunkte. Der Donnerstagabend auf dem Sportplatz des SV Hoch-Weisel war ein besonderer: Mit dem 4:0-Erfolg der Elf von Trainer Jan Eric Dreikausen über den Traiser FC wurde nicht nur die Spielzeit 2020/21 im Fußballkreis Friedberg eröffnet, sondern die gesamte Saison im hessischen Fußball.

Besondere Herausforderungen für die Vereine und ihre Ehrenamtlichen

Doch schon auf dem Weg an den Rasenplatz in der Wiesenstraße wurde klar: Es wird eine besondere Runde. Desinfektionsmittel, Registrierung aller Besucher, Maskenpflicht im Eingangsbereich und Abstandsregeln rund um den Platz sind in Zeiten der Coronavirus-Pandemie der neue Standard. Dennoch fiel das Fazit der Verantwortlichen hinterher positiv aus. "Ich bin absolut zufrieden. Der Vorstand und der ganze Verein haben sich reingekniet, und ich bin positiv überrascht, dass unsere Ehrenamtlichen so aktiv sind", sagte SV-Spielausschussvorsitzender Björn Hofmann, der aber auch klar betonte: "Die ganze Runde geht das definitiv nicht." Zu hoch sind die Anforderungen des Hygienekonzeptes seitens des Verbands, zu groß die benötigte Zahl an Helfern für einen reibungslosen Ablauf. Immerhin: "Die Premiere ist uns gelungen."

Dabei stellte er jedoch auch klar: "Zuschauer sind das Leben eines Vereins wie unserem." Die Einnahmen aus Eintritt und Verkauf von Getränken und Speisen - Letzteres war zur Premiere noch ausgesetzt - würden benötigt - alleine schon, um die Kosten für den Schiedsrichter zu tragen. "Und die Leute sind doch auch froh, wenn sie sonntags wieder zum Fußball gehen können."

Kreisfußballwart Thorsten Bastian spricht von "gelungenem Auftakt"

Auch Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg), der sich das erste Spiel ebenso wenig wie A-Liga-Klassenleiterin Ruth Schütz (Dorn-Assenheim) entgehen lassen wollte, zeigte sich am Tag danach zufrieden: "Hoch-Weisel hat das mit dem Hygienekonzept super gelöst, aus meiner Sicht hat alles geklappt - für mich ein gelungener Auftakt", sagte Bastian. "Jetzt wollen wir hoffen, möglichst viele Spiele absolvieren zu können, um im Falle eines Abbruchs gewappnet zu sein." Dabei helfen sollen vor allem sinkende Corona-Infektionszahlen aufgrund des Endes der Urlaubs- und Reisezeit.

Sportlich ist der Dreikausen-Truppe der Auftakt derweil ebenfalls geglückt. Nach verhaltenem Beginn feierten die Hoch-Weisel einen souveränen Heimsieg gegen die Elf vom Traiser Wäldchen, bei der sich Patrice Krämer seinen Einstand als Coach sicher ganz anders vorgestellt hatte. "Wir hatten sehr viele Ausfälle, hatten aber dennoch auf einen Punkt gehofft. Dann bekommen wir drei absolut unnötige Gegentore, anschließend war es mental schwierig, noch einmal zurückzukommen", sagte er. "Wir müssen jetzt den Kampf annehmen, denn unser Auftaktprogramm ist knüppelhart."

Bereits am Sonntagnachmittag geht es für den SV Hoch-Weisel weiter

Die Hoch-Weiseler dagegen haben die Chance, in einem zweiten vorgezogenen Spiel am Sonntag (15.15 Uhr) beim TFV Ober-Hörgern das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt zu machen. "Jetzt am Anfang der Saison zählt’s. Angesichts des engen Spielplans im September und Oktober wird meiner Meinung nach hier schon viel entschieden", sagte Dreikausen, der allerdings mit der Verlegung der Partien, die aufgrund fehlenden Flutlichts an den ursprünglichen Wochenspieltagen im Oktober nicht hätten vor heimischer Kulisse ausgetragen werden können, dennoch etwas unglücklich war: "Ich hätte in der Vorbereitung gerne noch ein, zwei Sachen gemacht, aber die beste Übung ist und bleibt ohnehin der Wettkampf."

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