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Für Jannik Seibert (M.) und die TG Friedberg ist ein Sieg bei der HSG Lollar/Ruttershausen Pflicht - beide Teams warten noch auf den ersten Erfolg der Saison.

Erster Sieg dringend nötig

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(kun/tfl/fmm). Wenn nicht gegen den Tabellenletzten, gegen wen dann? Die TG Friedberg muss in der Handball-Landesliga dringend punkten, um im Kampf gegen den Abstieg nicht den Anschluss zu verlieren. Die Kreisstädter gastieren am Sonntag (18 Uhr) beim Schlusslicht HSG Lollar/Ruttershausen, haben aber mit Personalproblemen zu kämpfen. Ganz anders ist die Lage beim TV Petterweil, der als Tabellenführer gegen Aufsteiger TGS Langenhain Favorit ist (Sonntag, 18 Uhr). Bereits am heutigen Abend ist der TSV Griedel gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden gefordert.

TSV Griedel - HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (Sa, 20 Uhr / Sporthalle Butzbach):Der Oberligaabsteiger aus Wiesbaden ist nach einem schwachen Saisonstart mittlerweile zurück in der Erfolgsspur. Den Auftaktniederlagen gegen Heuchelheim, Petterweil und Linden ließ das Team von Trainer Alexander Müller zuletzt drei Siege gegen Lollar, Hüttenberg und Lumdatal folgen. Mit der ausgeglichenen Bilanz von 6:6 Punkten belegen die Handballer aus der Landeshauptstadt aktuell den achten Tabellenplatz. "Die Gäste wollen um die Meisterschaft mitspielen. Den Verantwortlichen ist es gelungen den Kader zusammenzuhalten, sodass mit ihnen im Kampf um die Spitzenplätze sicherlich zu rechnen ist", sieht Griedels Teammanager Jürgen Weiß die Rollen vor dem Aufeinandertreffen in der Butzbacher Sporthalle heute Abend klar verteilt. "Linkshänder Lorenz Engel, mit 44 Toren zweitbester Torschütze der Landesliga, und Pascal Henkelmann, der als Spielmacher die Fäden in der Hand hält, sind die Leistungsträger im Kader der Gäste. Die Mannschaft ist von allen Positionen torgefährlich, spielt Tempohandball und sucht häufig den Abschluss über Tempogegenstöße und die zweite Welle. Wir werden eine gute Rückwärtsbewegung auf die Platte bringen müssen, um gegen sie nicht chancenlos zu sein", ist Weiß überzeugt. Mit 4:8 Punkten stehen die Griedeler in der Tabelle aktuell auf dem elften Tabellenplatz und brauchen dringend Punkte, um das Polster auf die Abstiegsränge aufrecht zu erhalten. Dafür wird man sich gegenüber den drei jüngsten Niederlagen gegen Hüttenberg, Lumdatal und Kastel allerdings deutlich steigern müssen, um gegen den Favoriten etwas Zählbares zu holen. "Bei der momentanen Ausgangslage sind wir klarer Außenseiter", sagt Weiß.

HSG Lollar/Ruttershausen - TG Friedberg (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Lollar-Süd):Tiefer geht es nicht. Die TG Friedberg, derzeit Tabellenvorletzter, ist bei der HSG Lollar/Ruttershausen, dem Schlusslicht der Landesliga Mitte, zu Gast. Beide Teams warten nach sechs Partien noch immer auf ihren ersten Sieg. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung der Friedberger Mannschaft in den Spielen gegen Heuchelheim und Linden will man nun gegen Lollar am Sonntagabend an dieser Einstellung anknüpfen und den ersten Sieg der Saison einfahren. Eine zusätzliche Trainingseinheit und Videostudium sollen dieses Vorhaben erleichtern. Allerdings ist die TG personell angeschlagen: Elvin Petrosanec verließ das Team nach dem letzten Heimspiel und vier Jahren bei der TG in Richtung seiner Heimat Kroatien. Verletzungsbedingt muss außerdem auf den Spielführer Marco Zinnel verzichtet werden und aufgrund einer Krankheitswelle steht auch hinter dem Einsatz anderer Spieler noch ein Fragezeichen. Davon will man sich jedoch nicht beirren lassen und das erarbeitete Konzept, wenn auch personell anders aufgestellt, anwenden. Für beide Seiten ist ein Sieg wichtig, um sich den Weg aus dem Tabellenkeller zu erleichtern.

TV Petterweil - TGS Langenhain (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Petterweil):Am Sonntagabend erwartet der TV Petterweil, vor heimischer Kulisse, den Aufsteiger aus Langenhain. Nach einem guten Saisonstart mit 6:2 Punkten und einer faustdicken Überraschung bei der TG Kastel (30:24-Sieg am dritten Spieltag) kommt die TGS mit zwei Niederlagen in Folge im Gepäck nach Petterweil. Dadurch ist der Liganeuling in den vergangenen Wochen ins Tabellenmittelfeld abgerutscht. Der frühere Zweitligaspieler und Trainer Kai Zapototschny, gebürtiger Hofheimer, greift mittlerweile wieder selbst auf dem Spielfeld ein und sorgt für ständige Unruhe am Kreis. Der Rückraum der Gäste ist sehr ausgeglichen und spielerisch gut ausgebildet. Nachdem der TV Petterweil das Derby bei der TG Friedberg erfolgreich gestalten konnte, wird man die nächsten Wochen die Favoritenrolle innehaben. "Mit diesem Druck müssen wir jetzt klarkommen, da wir uns selbst in die Situation gebracht haben", sagt Martin Peschke schmunzelnd. "Wir haben gesehen was alles möglich ist, wenn wir als Team auftreten und unser schnelles Spiel forcieren. Langenhain wird definitiv kein Selbstläufer für uns werden. Wir müssen stabiler in der Abwehr auftreten als zuletzt." Die Gelb-Schwarzen müssen noch abwarten, ob Pierre Lange nach der Blauen Karte vom Spiel gegen den TV Idstein wieder spielberechtigt ist, abgesehen davon kann Peschke personell aus dem Vollen schöpfen.

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