Erster Pflichtspiel-Sieg nach 15 Niederlagen

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(sks). Endlich! Nach 15 Pflichtspiel-Niederlagen in Folge fuhren die Gießen 46ers in Bayreuth einen 110:99-Sieg ein. Ein Erfolg für Coach Rolf Scholz, an dessen Interimsrolle der Klub vorerst nichts ändern möchte.

Mit glasigen Augen trat Scholz nach dem Spiel vor die Kamera. Wo kurz zuvor Siegesschreie im Team-Huddle der 46ers ertönt waren, lobte er Spieler und Umfeld des Vereins: "Ich freue mich für die ganze Stadt und die Mitarbeiter der 46ers - und die Jungs, die viel einstecken mussten. Sie haben in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt. Es hat noch nicht alles gepasst, aber heute zählt nur der Sieg."

Die Pace war extrem hoch, ganz so wie man es zu Zeiten seines Vorgängers Ingo Freyer gewohnt war. Wirklich hergeschenkt wurde in der Verteidigung nur wenig. Die positive Entwicklung war an beiden Seiten des Feldes zu spüren, auch auf der Bank. Jonathan Stark hatte gerade zum 67:70 verkürzt (30.). Nach einem weiteren Gießener Ballgewinn tobten die Ersatzleute, während sich Scholz seines Jacketts entledigte und es lässig über die Bande warf. Brandon Thomas an der Linie und Isaac Hamilton mit der Sirene eroberten die Führung zurück.

Das allerdings war nur ein Vorgeschmack auf das Feuerwerk im Schlussabschnitt. Angeführt von Isaac Hamilton schien Gießen wie im Rausch, selbst zirkusreife Abschlüsse und Würfe vom Parkplatz saßen. "Selbstvertrauen und Energielevel waren der Schlüssel zum Sieg", erklärt Scholz.

Es war der erste Sieg seit dem 2. Februar, der damals auch gegen Bayreuth eingefahren werden konnte. "Das Erfolgserlebnis war gerade für die Spieler mental enorm wichtig", hofft Sportdirektor Michael Koch auf einen "Brustlöser-Effekt": "Es fielen schwierige Würfe, aber Rolf macht einen guten Job. Wir haben variabel verteidigt und sehen Fortschritte." Trotzdem lässt der Verein vorerst offen, ob mit Scholz bis zum Saisonende geplant wird. "Das war zu allererst eine Interimslösung. Wir wollen keinen Druck ausüben oder vorgeben, wie viele Siege in so und so viel Spielen eingeholt werden müssen. Rolf soll in Ruhe arbeiten. Es geht darum, ob er die Mannschaft erreicht - und das sehen wir sehr positiv", sagt Koch. Auch Scholz bestätigt diese interne Verständigung - "da lassen wir die nächsten Spiele auf uns zukommen.

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