Der Dauernheimer Lukas Abele will im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig am Wochenende im vorderen Teil des Feldes mitmischen. FOTO: PV
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Der Dauernheimer Lukas Abele will im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig am Wochenende im vorderen Teil des Feldes mitmischen. FOTO: PV

Erster Höhepunkt vor Geisterkulisse

  • vonTanja Weber
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Ein ambitioniertes Quartett aus der Wetterau geht an diesem Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig an den Start. Es ist der erste Höhepunkt im Wettkampfkalender seit der Corona-Pause.

Ein Quartett aus dem Wetteraukreis hat es in das Top-Ranking der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig geschafft: Über 100 und 200 Meter steht Top-Sprinter Steven Müller für die LG OVAG TSV Friedberg-Fauerbach an der Startlinie. Auf der Mittelstrecke sind für das Athletics Team Karben Christian von Eitzen und Marc Tortell gemeldet. Der Dauernheimer Lukas Abele vertritt über 1500 Meter die Vereinsfarben des SSC Hanau-Rodenbach.

In diesem Jahr erfolgt die Qualifikation über eine Ranking-Liste mit den Leistungen aus 2019 und 2020. Über 1500 Meter sind maximal 20 Teilnehmer zugelassen. Über die 100 und 200 Meter sind es 24.

Tortell und Abele, deren Paradedisziplin die 1500 Meter sind, bestritten seit Anfang Juni für den Formaufbau mehrere Rennen. In der Schweiz nahm Tortell an drei Vorbereitungsläufen teil, zwei weitere folgten in Regensburg. Hier lief er am 25. Juli mit 3:43,7 Minuten persönliche Bestzeit. Das geplante letzte Rennen in Pfungstadt nahm er nicht wahr, eine Lebensmittelvergiftung verdonnerte den 22-Jährigen zum Auskurieren auf dem Sofa. "Damit werden die Deutschen für mich zum Überraschungspaket", sagt der Kommunikationsdesign-Student. Beeindruckt hat er zuletzt auch über 3000 Meter, in Regensburg rannte Tortell starke 8:00,71 Minuten. Anfang diesen Jahres feierte er den ersten Platz der Hochschul-DM über 3.000 Meter, über 1500 reichte es für Bronze.

Vier Rennen bestritt Lukas Abele im Vorfeld, wie sein gleichaltriger Dauerrivale reiste er zunächst ins benachbarte Ausland. Über 800 Meter startete der Gießener Student der Justus-Liebig-Universität in den Niederlanden. Regensburg mit aktueller Saisonbestzeit von 3:44,66 Minuten über 1.500 Meter, Karlsruhe und am 1. August die Pfungstädter Laufgala standen auf dem Fahrplan. "Hier habe ich mich auf 1:48,60 Minuten über 800 Meter gesteigert", freut sich der über 1,90 Meter große Dauernheimer. "Ich hoffe natürlich auf einen Podestplatz, wenigsten Platz vier sollte drin sein", sagt Abele. Einen nationalen Titel über 1500 Meter feierte Abele bereits im Februar bei den deutschen Hochschulmeisterschaften.

Für Christian von Eitzen vom Athletics Team Karben gestaltete sich die Vorbereitung durchaus schwierig. Der in 2019 Drittplatzierte der U23-DM über 800 Meter lebt studienbedingt in England und konnte seit Februar keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Das Trainingspensum hielt von Eitzen aufrecht. Seine Bestzeit über 800 Meter ist 1:47,79 Minuten.

Das Halbfinale wird am Samstag um 13.50 gestartet, der neue deutsche Meister wird im Finale am Sonntagabend um 17.10 Uhr ermittelt.

Steven Müller peilt DM-Sieg an

Sprintstar Steven Müller nutzte seit Mitte Juni einige Wettkämpfe zum Formaufbau. und startete jeweils über die 100 und 200 Meter. Mit der schnellsten Meldezeit von 20,42 Sekunden über seine Paradedisziplin, die 200 Meter, wird der deutsche Meister aus 2019 am Sonntag um 13.30 Uhr ins Halbfinale gehen. Das Finale ist für 18:45 Uhr als letztes Rennen der Titelkämpfe geplant.

Seine Saisonbestleistung erzielte der 29-Jährige mit 20,72 Sekunden in Wetzlar. Müller rechnet sich Chancen auf Gold aus. Schließlich hat er seinen Hauptkonkurrenten Robin Erewa kürzlich gut in Schach gehalten.

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