Erste Niederlage für Rote Teufel

(dbf/mn) Die Siegesserie der Roten Teufel ist gerissen. In Dresden kassierte der Aufsteiger beim Duell der Überraschungsmannschaften am Sonntagabend eine 2:3 (2:1, 0:1, 0:1)-Niederlage.

13 Sekunden vor dem Ende bejubelten die Gäste den vermeintlichen Ausgleichstreffer aus dem Gewühl heraus, dem Schiedsrichter Eugen Schmidt aber die Anerkennung verweigerte; er habe die Partie zuvor unterbrochen. Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe nach einem Foul mit Verletzungsfolge gegen Feodor Boiarchinov handelte sich Taylor Carnevale ein (37.). Beim EC Bad Nauheim, der nach drei Siegen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 erstmals bezwungen wurde, fehlte Sven Schlicht. RT-Trainer Frank Carnevale hatte den 22-Jährigen aus disziplinarischen Gründen zu Hause gelassen.

Die Eislöwen, die am Freitag einen Zähler in Landshut entführt hatten, erwischten den besseren Start und bestraften eine Unaufmerksamkeit in der RT-Abwehr nach 121 Sekunden mit dem Führungstreffer durch Thomas Supis, der per Förderlizenz der Eisbären Berlin für die Sachsen spielberechtigt ist. Nach diesem Weckruf gewann Bad Nauheim Kontrolle über die Partie. Der bis dahin verdiente Lohn bis zur Drittelpause: eine 2:1-Führung. Zunächst stand Kyle Helms nach Zuspiel von Matt Beca frei vor Kevin Nastiuk und traf zum Ausgleich (9.

). Fünf Minuten später erzielte Dennis Reimer seinen ersten Treffer für Bad Nauheim. Der Ex-U20-Nationalspieler stocherte einen Taylor-Carnevale-Pass über die Torlinie (14.).

Die Gäste konnten den Faden im zweiten Drittel allerdings nicht wiederaufnehmen, Dresden begegnete den Gästen mit deren Waffen, kam über den Kampf. Das erste Powerplay verpuffte, und kaum waren die Hausherren komplett, da traf Sami Kaartinen zum Ausgleich (23.). Dresden, das auf den verletzten Ex-Teufel Carsten Gosdeck verzichten musste, war ebenbürtig. Bad Nauheim hatte seine vielversprechendsten Offensivaktionen in Unterzahl. Da hatten Michael Dorr und Beca die erneute Führung auf dem Schläger. Gleich sieben Minuten standen die Hessen in diesem Abschnitt mit einem Spieler weniger auf dem Eis, nachdem Taylor Carnevale vorzeitig zum Duschen geschickt worden war (38.). Erst die dritte Fünf-Minuten-Strafe zieht eine Sperre nach sich.

Den Siegtreffer konnte sich 3:21 Minuten vor Schluss Christoph Ziolkowski gutschreiben lassen, der die allzu sorglose Defensivarbeit bestrafen und eine schöne Einzelaktion abschließen konnte (57.).

Dresdner Eislöwen : Nastiuk - Prommersberger, Macholda, Hajek, Thomas Ziolkowski, Supis, Thomas - Kaartinen, Boisvert, Pöllänen, Boiarchinov, Kruminsch, Tepper, Mücke, Garten, Becker, Lüsch, Christoph Ziolkowski.

EC Bad Nauheim : Ower - Ringwald, Baum, Götz, Mc Monagle, Ketter, Pietsch - Helms, Carnevale, Beca, Pinizzotto, Lange, Strauch, Oppolzer, Dorr, Lavallee, Reimer, May.

Im Stenogramm : Tore: 1:0 (3.) Supis (Lüsch, Garten), 1:1 (9.) Helms (Beca), 1:2 (15.) Reimer (Carnevale), 2:2 (23.) Kaartinen (Pöllänen), 3:2 (57.) Christoph Ziolkowski. - SR: Schmidt. - Strafen: Dresden 6, Bad Nauheim 6 plus fünf Minuten plus Spieldauer (Taylor Carnevale). - Zuschauer: 2085.

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