Erste Heimniederlage 2014

(mw) Die Heimserie des EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey Liga 2 ist beendet. Nach vier Erfolgen in Serie vor heimischen Publikum verloren die Roten Teufel am Sonntag mit 4:7 (2:3, 1:1, 1:3) gegen die Fischtown Pinguins, die verdient als Sieger das Eis verließen.

Nach der 2:0-Führung der Gastgeber drehten die Norddeutschen auf und waren das bessere Team. Bad Nauheim fehlte es erneut an der Effizienz im Powerplay (kein Tor in sechs Situationen), zudem war die eigene Fehlerquote zu hoch und der nicht immer sicher wirkende Gästetorhüter Jonas Langmann wurde zu wenig beschäftigt. "Das erste Drittel war stark. Insgesamt waren wir aber zu unkonzentriert", bilanzierte EC-Coach Daniel Heinrizi.

Die Konsequenz im Kampf um Platz acht nach dem Null-Punkte-Wochenende: Bad Nauheim liegt acht Punkte hinter den Lausitzer Füchsen (drei Zähler am Wochenende) und spürt mehr denn je den Atem von Verfolger Heilbronn.

EC-Coach Daniel Heinrizi verzichtete gestern auf Verstärkungen aus dem Juniorenbereich und agierte mit drei Reihen, die eigentlich exakt komplett besetzt gewesen wären (15 Feldspieler). Doch Verteidiger Sean McMonagle spielte wie bereits am Freitag im Sturm und verstärkte den Block mit Lavallee, Pinizzotto und Schlicht. In der Defensive rotierten dementsprechend fünf Verteidiger.

Bad Nauheim legte los wie die Feuerwehr und ging nach einem schönen Doppelpass durch den nach vorne stürmenden Marcus Götz mit 1:0 nach 106 Sekunden in Führung. Matt Beca legte nach, als er von einem Langmann-Patzer profitierte. Der Fischtown-Torhüter hatte seinen Schläger verloren – gerade, als er ihn wieder eingesammelt hatte, war Beca zur Stelle (10.). Danach riss der Faden im bis dato guten Spiel der Teufel, wobei zwei Weitschusstore die Wende beschleunigten. Sergej Stas traf ebenso aus der Ferne (2:1) wie Dustin Friesen, der vier Sekunden vor der ersten Sirene die Gäste erstmals in Führung brachte. Zwischenzeitlich hatte Brandon Cook ausgeglichen (15.).

Im zweiten Drittel starteten die von der Spielanlage her überlegenen Bremerhavener besser, Jan Guryca hielt mit einigen Paraden seine Mannschaft im Spiel. Bad Nauheim hielt dagegen, prüfte den Gästekeeper jedoch zu selten. Etwas überraschend fiel der Ausgleich für die Roten Teufel, als Daniel Oppolzer einen Abwehrfehler der Gäste reaktionsschnell ausnutzte. Doch wieder mussten die Roten Teufel einen späten Gegentreffer zum Drittelende hinnehmen. Björn Bombis hatte sich durchgesetzt und erzielte das 3:4 (39.).

Der Schlussabschnitt begann verhalten, die Gäste ließen sich den Sieg trotz des leichten Bad Nauheimer Aufbäumens nicht nehmen. Brock Hooten hatte zu viel Raum und stellte den Zwei-Tore-Abstand für die Norddeutschen wieder her (49.). Mit einem technisch tollen Treffer verkürzte Matt Beca 28 Sekunden später auf 4:5 und ließ die heimischen Fans hoffen. Diese Hoffnung war nach nicht mal zwei Minuten zunichte, als Jaroslav Hafenrichter in Unterzahl das 4:6 erzielte. Danach war das Bad Nauheimer Aufbäumen zu Ende, Bremerhaven brachte den Sieg cool über die Zeit. Hafenrichters Treffer ins leere Tor war der Schlusspunkt.

EC Bad Nauheim: Guryca – Ketter, Versteeg, Baum, Götz, Pietsch – Beca, Dorr, Helms, Oppolzer, Strauch, Lange, Pinizzotto, Mc Monagle, Lavallee, Schlicht.

Fischtown Pinguins: Langmann – Teljukin, Martinelli, Walter, Friesen, Kohl, Fatyka, Slaton – Stas, Verelst, Beck, Hafenrichter, McPherson, Kopecky, Bombis, Cook, Hooton, Kouba.

Steno: Tore: 1:0 (2.) Götz (Pinizzotto, Lavallee), 2:0 (10.) Beca (Helms, Dorr), 2:1 (12.) Stas (Martinelli, Beck), 2:2 (15.) Cook (Bombis, Kohl), 2:3 (20.) Friesen (Fatyka, Kopecky), 3:3 (34.) Oppolzer, 3:4 (39.) Bombis (Teljukin, Hooton), 3:5 (49.) Hooton (Slaton, Cook), 4:5 (51.) Beca (Götz, Dorr), 4:6 (51.) Hafenrichter (McPherson – 4-5), 4:7 (60.) Hooton (Kopecky, Hafenrichter – 5-6). – Schiedsrichter: Andreas Aumüller. – Strafmin.: Bad Nauheim 12, Bremerhaven 14 plus 10 Disziplinarstrafe gegen Stas. – Zuschauer: 2204.

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