Enttäuschung bei Rhein-Main Patriots

  • Michael Nickolaus
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(mn). Enttäuschung in Assenheim! Mit dem Ziel, den deutschen Inlinehockey-Titel zu gewinnen und sich für den europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, waren die Rhein-Main Patriots zum Final Four angetreten. In Beverungen ist der Traum bereits im ersten Spiel, dem Halbfinale gegen Mannheim (2:3), geplatzt. Am Ende wurde die Mannschaft von Patric Pfannmüller Dritter nach einem 11:

10-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Hauptstadtjungs Berlin.

»Klar, das ist frustrierend«, sagt Pfannmüller. Als Manko hat er einmal mehr die Abschlussschwäche ausgemacht. Die ersten zehn Minuten im Halbfinale gegen Mannheim hatte seine Mannschaft verschlafen und war mit 0:2 in Rückstand geraten. Es folgte ein überwiegend dominanter Auftritt in den folgenden 30 Minuten, doch scheiterten die Hessen entweder am Torwart oder brachten das Spielobjekt nicht über die Linie, wenn der Keeper bereits ausgespielt war. »Zwei Tore in 40 Minuten sind zu wenig - da müssen wir nichts schön reden.« Dem vermeintlichen Ausgleich in der Schlussphase wurde zudem die Anerkennung wegen Torhüter-Behinderung verweigert.

Das kleine Finale um Platz drei war nur noch eine Pflichtaufgabe. Entsprechend waren Motivation und auch das Defensivverhalten auf beiden Seiten. Berlin war immerhin als amtierender Meister mit dem Ziel der Titelverteidigung angereist. 9:5 führte Assenheim zwischenzeitlich, kassierte aber den 9:9-Ausgleich und konnte auch eine erneute Führung nicht über die Zeit retten, so dass das Penaltyschießen entscheiden musste.

Die Comeback-Saison im Inlinehockey-Spielbetrieb hat für die Rhein-Main Patriots gerade einmal sechs Partien umfasst. Vier Gruppenspiele, die zu Rang zwei führten, sowie das Final Four. Ein überschauberer Spielbetrieb. Ob die Niddataler 2022 erneut mitmischen werden, hält sich Pfannmüller offen. Der Verband sei bestrebt, Strukturen zu verbessern. »Wir werden uns die Entwicklung anschauen und dann im Januar 2022 eine Entscheidung treffen.« Potenzial, das wird gerade international deutlich, besitzt die Sportart.

Für ein Quintett aus Assenheim steht nun die Teilnahme an der Inlinehockey-Weltmeisterschaft in Italien auf dem Programm. Torwart Jan Bleil sowie Christian Unger, Alexander Blum, Dennis Berk und Tobias Etzel wurden von Bundestrainer Chris Viehs für die Titelkämpfe nominiert.

Pfannmüller blickt derweil schon auf dem 25. September. In Spaichingen wollen die Patriots ihre Aufstiegsambitionen unterstreichen, dann im Skaterhockey, in der 2. Bundesliga.

Rhein-Main Patriots: Bleil; Mecke (1), Lademann (3), Apel (2), Fröhlich (1), Prince (1), Unger (1), Rohde, Schmidt (2), Heinrich (1), Patejdl, Kragl-Castillo, Etzel, Berk (1), Blum, Albrecht.

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