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Aab entscheidet die Verlängerung

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Goldhelmträger Vitalij Aab trifft in der Verlängerung zum 2:1-Erfolg des EC Bad Nauheim in Kaufbeuren.
Goldhelmträger Vitalij Aab trifft in der Verlängerung zum 2:1-Erfolg des EC Bad Nauheim in Kaufbeuren. © Andreas Chuc

(mwk/mn) Verlängerung - schon wieder. Und wie schon am Mittwoch in Dresden gewinnt der EC Bad Nauheim auch am Freitag in Kaufbeuren den Zusatzpunkt. Vitalij Aab stand goldrichtig, als ihm der Abpraller von Torwart Stefan Vajs auf den Schläger gefallen war.

27 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt. Allerdings: Die Roten Teufel waren beim 2:1 (1:1, 0:0, 0:0/1:0)-Erfolg zugleich der erste Gegner, gegen den das Schlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga 2 seit dem 26. September, nach 14 punktlosen Spielen, überhaupt einmal hat punkten können. In der regulären Spielzeit hatte David Hajek mit seinem ersten Treffer in seinem vierten Spiel für die Hessen den Rückstand durch Matt Marquardt ausgeglichen; eine magere Offensiv-Ausbeute gegen die Mannschaft mit den meisten Gegentreffern der Liga, die nach langer Verletzungspause allerdings auch wieder auf Stammkeeper Stefan Vajs hatte zurückgreifen können. »Kaufbeuren hat in der Anfangsphase sehr viel Wind gemacht, aber nach gut zehn Minuten sind wir ins Spiel gekommen. Ich habe sehr viele Chancen meiner Mannschaft gesehen«, resümierte RT-Trainer Petri Kujala und meinte nach dem dritten Overtime-Erfolg binnen acht Tagen. »Das können wir jetzt.«

Bei den Roten Teufeln rückte gegenüber dem letzten Spiel Alexander Baum für Förderlizenzspieler Corey Mapes (für Düsseldorf im DEL-Einsatz) an die Seite von Drew Paris, während Sven Gerbig nach seiner Sperre als Center zwischen Matt Beca und Kyle Helms auflief.

Kaufbeuren - im ersten Spiel nach der Trennung von Uli Egen nun mit Juha Nokelainen an der Bande - und Bad Nauheim - durch die negative Auswärtsbilanz verunsichert - konzentrierten sich auf die Defensivarbeit. Die Abwehrreihen standen kompakt, ließen kaum nennenswerte Chancen zu. Die Hausherren hatten anfangs Feldvorteile, die Gäste lauerten wie erwartet geduldig auf ihre Tormöglichkeiten. Matt Marquardt erzielte zunächst die Führung für Kaufbeuren. Mit einem Handgelenkschuss war der Kanadier aus dem Bullykreis heraus erfolgreich. Matt Waddell hätte nach Zuspiel von Tim Richter nachlegen könnten, doch war Jan Guryca im RT-Tor zur Stelle. Der Ausgleichstreffer der Hessen kam in der 15. Minute dann doch etwas überraschend. Nach einem Bullygewinn im Offensiv-Drittel hielt David Hajek einfach einmal drauf - und Vajs zeigt im ESV-Gehäuse nicht einmal eine Reaktion.

Unter den Augen von Bundestrainer Pat Cortina, der sich unter anderem RT-Verteidiger Jonas Noske anschauen wollte, galt auch im zweiten Durchgang der Abwehrarbeit die Priorität. Auf Seiten der Gastgeber verpassten Max Hadrascheck und Max Schmiedle die besten Möglichkeiten, auf der anderen Seite konnte Patrick Stauch seinen Freiraum vor Vajs bei der größten Chance des gesamten Spiels nicht nutzen.

Eng blieb es auch im Schlussdrittel, in dem beide Mannschaften abermals keinen Nutzen aus ihren Powerplaychancen ziehen konnten, so dass die Partie verlängert werden musste. Und hier sicherte RT-Topscorer Aab seiner Mannschaft den zweiten Punkt, den zweiten Auswärtserfolg binnen 48 Stunden.

ESV Kaufbeuren: Vajs - Kwiet, Stein, Müller, Heider, Winkel, Waddell, Messing - Schmiedle, Menge, Marquardt, Kreitl, Hadraschek, Loibl, Wiederer, Richter, Snetsinger, Pfaffengut, Lucas.

EC Bad Nauheim: Guryca - Baum, Paris, Hajek, Schütz, Noske, Blankart - Aab, Campbell, Frosch, Helms, Gerbig, Beca, Oppolzer, Lange, Strauch, Spöttel, May, Daxlberger.

Steno: Tore: 1:0 (8.) Marquardt (Schmiedle, Menge), 1:1 (15.) Hajek (Daxlberger), 1:2 (61.) Aab (Lange, Hajek). - Schiedsrichter: Michael Klein. - Strafminuten: Kaufbeuren 8, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 1316.

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