KSV entlässt Hirsch

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(hna). Nach dem elften Spieltag und der 1:2-Niederlage gegen Eddersheim ist Schluss. Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel hat sich von Trainer Dietmar Hirsch getrennt. Das haben Vorstand und Aufsichtsrat in einer Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Auch der sportliche Leiter Jörg Müller nahm an der Sitzung teil. "Der Grund liegt auf der Hand. Wir sind von unserer Zielsetzung weit entfernt", sagte Bettermann.

16 Punkte aus elf Spielen, darunter ein Dreier gegen Türk Gücü Friedberg am zweiten Spieltag, die Tabellenspitze in weiter Ferne - allein diese Bilanz zwang zum Handeln. Hirsch hatte die Mannschaft vor der Saison von Tobias Cramer übernommen. Mit dem früheren Bundesliga-Spieler, der einen Einjahres-Vertrag mit Option für ein weiteres Jahr im Falle des Aufstiegs unterschrieb, wollte der KSV schrittweise eine größere Professionalisierung einleiten. Die Ergebnisse aber blieben von Beginn an aus.

Beim Auftaktspiel in Stadtallendorf unterlagen die Kasseler trotz einer starken Offensivleistung mit 3:4. Dabei waren bereits die Fehler zu sehen, die sich durch die gesamten bisherige Saison zogen: haarsträubende Fehler vor allem in der Defensive. "Individuelle Fehler" waren es auch, die der Trainer in den kommenden Wochen immer wieder ansprach. Das stimmte einerseits, brachte ihm aber auch viel Kritik ein.

Die ausbleibenden Erfolge führten zuletzt zu einen Stimmungsboykott und Fan-Protesten. Am Sonntag waren die Anhänger aus der Nordkurve auf den Platz gestürmt und diskutierten mit den Spielern. Die Stimmung innerhalb des Teams schien zudem in den letzten Wochen deutlich verschlechtert. Am Sonntag saßen dann einstige Stammkräfte wie Sebastian Schmeer und Adrian Bravo Sanchez auf der Tribüne. Nun hat der KSV die Reißleine gezogen.

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