Trainer Thomas Kösling könnte mit den Frankfurter Footballern schon bald in einer neuen, europäischen Liga spielen. FOTO: HÜBNER
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Trainer Thomas Kösling könnte mit den Frankfurter Footballern schon bald in einer neuen, europäischen Liga spielen. FOTO: HÜBNER

American Football

Das Ende der Universe

  • vonred Redaktion
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Eine neue Spielbetriebs GmbH ist gegründet. Frankfurt will in einer künftigen europäischer Liga neu starten.

(kaja). Der bisherige Geschäftsführer von Frankfurt Universe, Alexander Korosek, hat eine neue Spielbetriebs GmbH gegründet und will den Football-Sport am Main neu aufziehen. Der Luftfahrtunternehmer, der in den vergangenen beiden Jahren mit einer Summe von 250 000 Euro auch Hauptsponsor des GFL-Teams war, plant, mit seiner Mannschaft nicht in der German Football League (GFL) aufzulaufen, sondern in der neuen European League of Football. Dort sieht er bessere Möglichkeiten, die Sportart weiterzuentwickeln, eine höhere mediale Aufmerksamkeit auf die Partien zu ziehen und Sponsoren wie Zuschauer gleichermaßen zu locken.

B. G. A. Football Betriebs GmbH nennt sich das neue Unternehmen, wobei die Abkürzung für "Believe - Grind - Achieve" (Glaube - Arbeit - Leistung) steht. Unter diesem Motto startete zuletzt das Universe-Team, das es in Zukunft nicht mehr geben soll. Cheftrainer Thomas Kösling hat sich bereits B. G. A. angeschlossen, und auch die anderen Mitarbeiter zeigten sich laut Korosek wechselwillig. Einen Namen für das neue Frankfurter Team gibt es bislang noch nicht.

Nachwuchs bleibt bei Stammverein

Dass man nicht beim Stammverein AFC Universe Frankfurt blieb, liegt laut Korosek daran, dass man Nachteile für die dortigen Jugendteams befürchtete. Die European League wird als Konkurrenzunternehmen zur GFL angesehen. Neben Frankfurt wollen auch Teams aus Berlin, Hamburg, Stuttgart, Hannover, Ingolstadt und eines aus Polen in dem neuen Wettbewerb mitspielen.

Der mehrmalige World- und German-Bowl-Sieger Patrick Esume verfolgt diese Idee schon seit Jahren. Der heutige TV-Moderator hat dafür als Investor den ehemaligen Geschäftsführer von ProSiebenSat.1 und Sport1, Zeljko Karajica, gewonnen. Die Gründer hoffen, im Sommer nächsten Jahres mit acht Mannschaften in zwei Divisionen à vier Teams loslegen zu können. Mittelfristig soll die Liga auf 20 Mannschaften ausgebaut werden. Gespielt werden soll nach den Regeln der nordamerikanischen Profiliga NFL, aber nur mit jeweils zwei Amerikanern im Kader. "Ein Abklatsch der NFL Europe", in der einst der Universe-Vorgänger Galaxy auflief, soll die Liga laut Korosek aber nicht sein. Die Teams sollen sich auf Augenhöhe begegnen und ihr Vorgehen miteinander abstimmen - anders als in der GFL, in der der American Football Verband Deutschland (AFVD) das Sagen hat.

Konsequenzen gezogen

Die Konflikte, die daraus entstanden, erreichten in den vergangenen Monaten einen Höhepunkt, als es um den Spielbetrieb während der Corona-Pandemie ging. Am Ende wurde die Saison abgesagt. Für Korosek war nach den Streitigkeiten klar, dass er nicht mehr in ein GFL-Team investieren würde - und er zog die Konsequenzen.

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