Niklas Theiß zieht ab und erzielt einen seiner beiden Treffer für den TV Hüttenberg. FOTO: THÜRMER
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Niklas Theiß zieht ab und erzielt einen seiner beiden Treffer für den TV Hüttenberg. FOTO: THÜRMER

Am Ende geht die Kraft aus

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Eine gute Halbzeit reicht nicht. Die Handballer des TV 05/07 Hüttenberg unterliegen nach einer 15:14-Führung noch mit 24:32 dem TuS N-Lübbecke im Zweitliga-Heimspiel.

Wieder nichts Zählbares gab es für den TV 05/07 Hüttenberg am Freitagabend. Im Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke unterlag der Handball-Zweitligist aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit und dünner Personaldecke mit 24:32 (15:14).

Denkbar schlecht startete Hüttenberg in den Schlagabtausch mit dem TuS. Dieser begann in der Abwehr mit enormer Intensität, war die ersten Minuten immer zwei, drei Schritte schneller als die Offensive des Gegners. Deshalb gerieten die Gastgeber schnell 0:2 ins Hintertreffen und mussten bis zur fünf Spielminute durch Ian Weber auf den ersten Treffer warten. In der Folge brachte immer wieder Dominik Plaue den Gast zur Verzweiflung und hielt so sein Team im Spiel. Die Intensität der Lübbecker Abwehr ließ nach, was dem TVH Chancen eröffnete. Eben Weber war es, der im Eins-gegen-Eins Yannick Dräger auswackelte und zum 4:4 traf. Die erste Führung folgte im nächsten Angriff durch Tobias Hahn (12.). Ab sofort wurde es ein offener Schlagabtausch. Der Personalnot geschuldet kamen früh die jungen Phillip Opitz und Niklas Theiß zu ihren Einsätzen. Bestimmend im Hüttenberger Angriff zeigte sich aber ein anderer: Vit Reichl entkam der Gästeabwehr ein ums andere Mal. Beim 11:10 für den TVH nahm Emir Kurtagic unzufrieden seine erste Auszeit. Im darauffolgenden Angriff setzte TuS-Shooter Valentin Spohn eine erste Rakete ins Hüttenberger Tor. Dann allerdings dezimierte sich seine Mannschaft selbst - Leos Petrovsky holte sich nach einem Stoß in der Luft gegen Theiß die Rote Karte ab. Nach der neunten Parade von Plaue kurz vor der Pause gelang Weber mit dem 15:13 erstmals ein Zwei-Tore-Vorsprung. "Ich wusste, wir würden nicht diese Passivität in der Abwehr auch nach der Pause an den Tag legen, deshalb hatte ich Hoffnung auf Besserung", sagte Ex-TVH- und nun Lübbecke-Coach Emir Kurtagic.

Ohne Merlin Fuß ging Hüttenberg in den zweiten Spielabschnitt. Der 20-jährige war im Abschlusstraining umgeknickt und konnte nach einer starken ersten Hälfte nicht mehr mitwirken - der nächste personelle Rückschlag. Unter anderem auch damit zu erklären war die nun folgende Harmlosigkeit im Angriff. Das Team von Frederick Griesbach leistete sich Fehler um Fehler, geriet so schnell mit 16:20 in Rückstand. Vor allem Linksaußen Tom Skroblien und Dominik Ebner im rechten Rückraum führten die Gäste auf die Siegerstraße. Der TVH hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Wenn einer offensiv noch Akzente setzte, war es Weber. Defensiv fehlte mit zunehmender Spielzeit immer wieder mindestens ein Schritt. Und Plaue schrie nach dem 19:26 (Skroblien) in der 48. Spielminute seine Wut raus. Gänzlich auf sich allein gestellt musste sich der Schlussmann im zweiten Abschnitt gefühlt haben.

"Wir müssen unseren Weg weitergehen. Wenn man sich zeitweise unseren Rückraum heute anschaut und die ganzen Verletzten, kann ich den Jungs keinen großen Vorwurf machen", sagte TVH-Trainer Griesbach nach Spielschluss.

Hüttenberg: Plaue, Böhne, Nikolai Weber - Fuß (4), Kirschner, Opitz, Theiß (2), Fujita, Ian Weber (8), Rompf (2), Reichl (3), Mubenzem (1), Hübscher, Hahn (2/2), Klein (2), Jockel.

Lübbecke: Rezar, Jepsen - Becvar, Heiny (5), Ebner (7), Petreikis (1), Bagaric (1), Strosack (3/1), Mundus (1), Dräger (1), Spohn (1), Nissen, Speckmann (1), Petrovsky (1), Skroblien (9/2), Criciotoiu (1).

Stenogarmm: Schiedsrichter: Engeln/Schmitz. - Zeitstrafen: 2 - 3. - Zuschauer: keine.

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