senioren_170921_4c_3
+
Das Bild zeigt das (nicht ganz komplette) Team aus Fauerbach mit (von links) Bernd Lachmann, Jörg Czekalla, Jutta Stopka, Ulrike Steinhaus und Dana Prada.

Elf Medaillen bei den »Deutschen«

  • VonRedaktion
    schließen

(jn). Das waren tolle Ergebnisse und Platzierungen für die Senioren-Leichtathleten der LG ovag Friedberg-Fauerbach bei den Deutschen Meisterschaften in Baunatal. Insgesamt elf Medaillen erkämpfte das kleine Grüppchen der LG.

Äußerst erfolgreich lief es zum Beispiel für Dana Prada in der Altersklasse W40. Während ihr Titelgewinn über 80 Meter Hürden schon ein bisschen »eingeplant« war, konnte sie zudem über 100 Meter und 200 Meter überzeugen. Ihrer Favoritenrolle über 80 Meter Hürden wurde sie voll gerecht. In Saisonbestzeit von 12,09 Sekunden lag Prada deutlich vorne und gewann Gold. Über die flachen Sprintdistanzen lag die LG-Athletin jeweils auf Platz zwei der Meldeliste im Vorfeld, da war der Titel dann nicht unbedingt zu erwarten. Doch Dana Prada lieferte starke Rennen ab, blieb über 100 Meter als einzige Athletin unter der 13-Sekunden-Marke und war mit ihren 12,96 Sekunden nicht zu schlagen. Etwas knapper ging es über die doppelte Distanz zu. In neuer Saisonbestzeit von 26,36 Sekunden hatte Prada am Ende eine Zehntel Vorsprung auf die Zweitplatzierte. »Sie hat das sehr gut gemacht«, freute sich Trainer Volker Weber über den Dreifach-Erfolg.

Richtig zufrieden sein konnte auch Teamkollegin Jutta Stopka. In der W55 ersprintete die Athletin zwei Bronzemedaillen. Eine über 100 Meter, als sie in 14,03 Sekunden Saisonbestzeit lief und nur knapp an einer 13er Zeit scheiterte. Und die Zweite über die halbe Stadionrunde. Bei 29,92 Sekunden stoppte im Ziel die Zeit für Jutta Stopka. »Ich bin sehr zufrieden und habe das Optimum nach zwei Jahren Wettkampfpause und der langen Verletzungspause im Sommer rausgeholt«, freute sich die Kreisstädterin. Außerdem hatte Stopka mit deutlich jüngerer Konkurrenz zu kämpfen, die frisch von der W50 in die W55 gekommen war. »Da war es nahezu unmöglich, beide Titel zu verteidigen«, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Ebenfalls zwei Medaillen feierte Ulrike Steinhaus in der Altersklasse W65. Die mehrfache Seniorenmeisterin ging in Baunatal gleich in drei Disziplinen an den Start. Über 100 Meter qualifizierte sie sich als Zweite ihres Vorlaufs sicher für das Finale der schnellsten Acht. Hier kam Steinhaus dann in Saisonbestzeit von 15,77 Sekunden auf den vierten Platz. Eine Medaille erkämpfte sie sich über 200 Meter in 33,90 Sekunden: Bronze! Deutlich vorne lag die LG-Athletin über 400 Meter. In 79,28 Sekunden lief Steinhaus die Stadionrunde so schnell wie noch nie in dieser Saison und gewann damit locker den Deutschen Seniorenmeistertitel.

Letzteres hatte sich auch Teamkollege Gunnar Habl in der M40 vorgenommen. Doch während seines 400 Meter-Laufs trat eine vor kurzem erlittene Verletzung wieder auf, sodass der ehemalige Deutsche Seniorenmeister nicht nur die 400 Meter abbrechen, sondern auch die 200 Meter absagen musste.

Zwei Medaillen sammelte bei den Männern der M50 Bernd Lachmann für die Kreisstädter. Silber gab es über 200 Meter in 24,49 Sekunden. Über 400 Meter, wo der Athlet schon so oft in seiner Karriere als Deutscher Meister ins Ziel kam, war er in 55,56 Sekunden ebenfalls der Schnellste. »Die 400 Meter bin ich nur auf Sieg und nicht auf Zeit gelaufen«, erzählt Bernd Lachmann, der sich bei den Hessischen Meisterschaften vor zwei Wochen die Leiste gezerrt hatte und entsprechend keine optimale Vorbereitung auf die »Deutschen« hatte. Entsprechend zufrieden war Lachmann angesichts der Umstände mit seinem Auftritt in Baunatal am Ende dann auch. Ebenfalls in der M50 war Andreas Mack am Start. Über 100 Meter sprintete der LG-ler in Saisonbestzeit von 12,81 Sekunden als Vierter knapp an einer Medaille vorbei. Über die doppelte Strecke wurde Mack Fünfter in 26,68 Sekunden.

Einen Überraschungserfolg konnte Oliver Kurtz in der Altersklasse M55 verbuchen. Über 400 Meter lief der Athlet zum Deutschen Meistertitel in 56,77 Sekunden. »Oliver hat sich sehr gut entwickelt, er ist erst seit einem Jahr dabei«, erzählt Trainer Volker Weber. »Mit dem Titel über 400 Meter war nicht zu rechnen, umso mehr haben wir uns gefreut.« Die Zeit bedeutete gleichzeitig auch eine neue Bestleistung für den LG-ler. Die zweite Medaille gab es über 200 Meter. Hier lief Oliver Kurtz in sehr guten 25,57 Sekunden zu Bronze. Auch über 100 Meter hatte er einen starken Auftritt, finishte im Finale in 12,58 Sekunden als Vierter.

Teamkollege Lars Kolbe kam direkt hinter ihm als Fünfter ins Ziel (12,87 sec.).

Im Weit- und Dreisprung ging Jörg Czekalla für die LG ovag an den Start. Im Weitsprung bedeuteten 4,95 Meter am Ende den sechsten Platz, im Dreisprung landete Czekalla mit 9,84 Metern auf Rang sieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare