Elektronischer Pass als größte Neuerung

  • schließen

(ub). Hoffnungen der Fußball-Beauftragten, die Gruppenliga-Vorrundenbesprechung werde ähnlich schnell über die Bühne gehen wie in den Jahren zuvor, bestätigten sich im Tagungsraum des Landesportbundes in Frankfurt am Samstag nicht. Dort trafen sich unter Federführung von Klassenleiter Thorsten Bastian (Rockenberg) die Delegierten von 34 Vereinen der Gruppenligen Frankfurt-Ost und -West erneut gemeinsam. Die Tatsache, dass sie exakt 92 Minuten ausharren mussten, hatte vor allem einen Grund: HFV-Mitarbeiter Thomas Kaden referierte ausführlich über das Thema "Digitaler Spielerpass", der ab dieser Saison für alle Verbandsspielklassen (Hessenliga, Verbandsliga, Gruppenliga) zwingend vorgeschrieben ist.

Ziel sei, so Kaden, unter Berücksichtigung der Datenschutz-Grundverordnung die Überprüfung von Spielerpässen mit Lichtbild und allen relevanten Daten für alle Beteiligten entscheidend zu vereinfachen. Eine ausführliche Beschreibung und praktische Anleitungen dieser neuen Verfügung könne man ab sofort online unter hfv-online.de nachlesen. Im Klartext: Die Vereine haben bis etwa Ende August Zeit, die digitale Passüberprüfung umzusetzen - danach wird’s womöglich teuer. Da die Berichte des Regionalbeauftragten fürs Schiedsrichterwesen (Matthias Kristek), des Regionalsportgerichts (Jürgen Weil) sowie der Gruppenliga-Einzelrichter (Manfred Bohl und Alexander Koch) den Klubs bereits im Vorfeld des Meetings zugestellt worden waren und keine ungewöhnlichen Auffälligkeiten beinhalteten, entfielen diese Tagesordnungspunkte komplett. Gleichwohl sah sich Schiedsrichtersprecher Volker Höpp (Dauernheim) in Vertretung von Matthias Kristek dazu genötigt, das Plenum auf summa summarum 26 (!) Regeländerungen hinzuweisen.

Für den organisatorischen Ablauf der Spielrunde 2019/2020 zeichnete Klassenleiter Thorsten Bastian verantwortlich und begrüßte zunächst die neuen Gruppenligisten der Staffeln Ost (Germania Dörnigheim, FSV Bad Orb, SF Seligenstadt, Bayern Alzenau II, FC Langen, Spfr. Oberau) und West (Usinger TSG, Vatanspor Bad Homburg, Sportfreunde Friedrichsdorf, TSG Niederrad, FC Karben, SV Gronau). Die Terminierung der Pflichtspiele bis zum Jahresende ergab für die Vereine der Gruppenliga Frankfurt-West nach einigen auf den letzten Drücker geäußerten Verlegungswünschen folgende Konstellation: Los geht’s schon am 3. August, unter anderem mit dem von Sonntag auf Samstag vorverlegten "Friedberger" Derby SKV Beienheim - FCO Fauerbach. Bereits am zweiten Spieltag kommt’s zum zweiten der in dieser Saison zahlreichen Wetterau-Knüller (FC Olympia Fauerbach - TSV Bad Nauheim), während inklusive drei englischer Wochen der letzte Spieltag in 2019 am 1. Dezember steigen soll. Der Rückrundenstart wurde auf den 1. März 2020 terminiert, der finale Spieltag geht am 30. Mai über die Bühne.

Bezüglich der Auf- und Abstiegsmodalitäten (ein Direktaufsteiger, mindestens drei bis maximal fünf Absteiger) sowie hinsichtlich der Klassengröße (Richtzahl 17) gab’s keinen Diskussionsbedarf. Dafür interessant: Dem Wunsch eines Vereinssprechers, den Eintrittspreis für Erwachsene von vier auf fünf Euro zu erhöhen und gleichzeitig Frauen freien Eintritt zu gewähren, wurde per Abstimmung eine Absage erteilt.

Der erste Spieltag/ Samstag, 3. August: SKV Beienheim - FCO Fauerbach, Spvgg. 05 Oberrad - DJK Bad Homburg (beide 17 Uhr). - Sonntag, 4. August: Usinger TSG - FC Karben, SF Friedrichsdorf - FC-TSG Königstein, TSV Bad Nauheim - TSG Niederrad, Spvgg. 03 Fechenheim - SV Gronau, FC Neu-Anspach - SC Dortelweil, FG Seckbach - FSV Friedrichsdorf (alle 15 Uhr).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare