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Das Mixed-Team der Eishoppers bei der Deutschen Meisterschaft in Stuttgart (v. l.): Daniela Müller, Rainer Pfeffer, Gerhard Schliebe und Verena Reiter.

Eisstockschießen

Eishoppers Bad Nauheim Vierter bei Deutscher Meisterschaft

  • vonGerd Chmeliczek
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Das Mixed-Team des Bad Nauheimer Eisstockclubs Eishoppers war zuletzt bei den nationalen Titelkämpfen erfolgreich und sicherte sich DM-Platz vier unter zwölf Mannschaften.

(gäd). Feiner Erfolg für die Eis-hoppers Bad Nauheim: Die Mixed-Mannschaft erspielte sich dieser Tage bei den Deutschen Meisterschaften im Eisstockschießen den vierten Platz. Bei der Titelvergabe in Stuttgart waren die Wetterauer gar das Zünglein an der Waage.

Rainer Pfeffer blickt zufrieden auf den Wettkampf in Stuttgart zurück. Der Vorsitzende der Eishoppers ordnet die Titelkämpfe in Corona-Zeiten und das Erreichte aber auch realistisch ein: »Es ist ein großer Erfolg für uns. Man muss aber bedenken, dass aus dem traditionell starken bayerischen Raum Pandemie-bedingt nur eine Mannschaft am Start war. Das hat uns schon nach vorne gespült.« Statt wie normalerweise 26 Teams, warten in Stuttgart nur zwölf Vertretungen am Start.

Dennoch können Daniela Müller, Verena Reiter, Gerhard Schliebe und eben Rainer Pfeffer sehr zufrieden mit ihrer Leistung sein: Acht von elf Partien gewann das Quartett und sicherte sich so in der Endabrechnung mit 16:6 Punkten den vierten Platz.

In ihrer vorletzten Partie des Turniers spielten die Bad Nauheimer noch eine wichtige Rolle im Kampf um den Titel. Es ging gegen die Vertretung von Langenargen/Glashütte aus Baden-Württemberg, die bis dahin verlustpunktfrei war. Nach vier von sechs Kehren, so werden die Durchgänge im Eisstockschießen genannt, lagen die Kurstädter mit 9:0 in Führung. Die Gegner vom Bodensee kamen zwar noch einmal auf 5:9 heran, doch Rainer Pfeffer sicherte schließlich im letzten Abschnitt den 12:5-Erfolg. Mit den Bad Nauheimern freute sich die bayerische Vertretung vom EC Gerabach, die sich dadurch den nationalen Titel sichern konnte. Für Langenargen/Glashütte blieb der zweite Platz.

»Die Mannschaften aus Bayern machen normalerweise gut die Hälfte des Starterfelds aus. Von daher war das Niveau der Meisterschaften sicher nicht so hoch wie in den Vorjahren«, resümiert Pfeffer. »Aber auch die Spiele gegen die schwächeren Mannschaften musst du erst einmal gewinnen«, fügt er an. Niederlagen gab es lediglich gegen den späteren Titelträger Gerabach, die drittplatzierten Stuttgarter und gegen Soest.

Sehr glücklich sei man seitens des Vereins gewesen, dass das Team vor den Titelkämpfen drei Mal im Colonel-Knight-Stadion trainieren konnte. »Das hat uns sehr geholfen«, sagt Pfeffer, der sich beim Wetteraukreis, beim Hessischen Eissportverband und bei der Stadt Bad Nauheim für die Unterstützung bedankt. »Schließlich hatten wir seit Ende Oktober nicht mehr auf dem Eis gestanden.«

Lob für Hygieneplan

Für die Organisation der Titelkämpfe in Stuttgart findet Pfeffer ebenfalls lobende Worte. »Daniela Müller und ich waren im September vergangenen Jahres bereits bei einem Turnier in Stuttgart und wussten, dass das Hygienekonzept und die räumlichen Gegebenheiten sehr gut sind. Das war einer Gründe, für die Deutschen Meisterschaften zuzusagen.« Qualifiziert hatten sich die Kurstädter durch den zweiten Platz bei den Hessischen Meisterschaften.

Für die nahe Zukunft wünschen sich die Eishoppers, die mit der Frauen-Mannschaft und zwei Herren-Teams in der Bundesliga antreten, dass sie das Vereinsleben hochfahren können. »Es war toll, wieder seinen Sport ausüben zu können«, schwärmt Pfeffer vom Stuttgarter Abenteuer. »Und wir hoffen, dass wir das bald wieder auf unserer Anlage in Rödgen machen können.«

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