Corona ist allgegenwärtig: Der Hessische Tischtennis-Verband hat Planungssicherheit für seine Vereine geschaffen. Die Punktspielrunde geht nicht vor dem 1. März 2021 weiter. FOTO: DPA

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Einfache Runde als Lösung

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Der Hessische Tischtennis-Verband setzt die Spielzeit 2020/21 nicht vor März fort. Dann soll eine einfache Runde über die Platzierungen entscheiden. Wetterau-Kreiswart Henrik Jasper äußert sich.

(cso/se). Im Oktober hatte der Hessische Tischtennis-Verband beschlossen, den Spielbetrieb vorerst einzustellen. Damit hat der HTTV der gestiegenen Zahl der Covid-19-Infizierten Rechnung getragen, in der Hoffnung, einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten zu können. Inzwischen hat der Verband als Konsequenz aus dieser Entscheidung beschlossen, die Saison 2020/21 in einer einfachen Runde zu Ende zu führen, wobei die bislang ausgetragenen Spiele in die Wertung kommen und die "fehlenden" Vorrundenspiele in der zweiten Saisonhälfte ausgetragen werden. Dies setzt voraus, dass überhaupt in den nächsten Monaten wieder Wettkämpfe stattfinden können.

"Die technische Umsetzung ist mittlerweile erfolgt", teilt der HTTV auf seiner Homepage mit. Weiter wird ausgeführt, dass sämtliche Begegnungen des Rückrundenspielplans, die in der Vorrunde bereits ausgetragen wurden, gelöscht sind. Im Verband ist man sich bewusst, dass "diese Vorgehensweise gegebenenfalls ein Ungleichgewicht zwischen Heim- und Auswärtsspielen erzeugt, das über das normal unvermeidbare Maß hinausgeht". Im Gegenzug, so der HHTV, erhalten die Vereine Planungssicherheit.

Mit diesen Maßnahmen reiht man sich in die Liste der Sportverbände und des Dachverbandes ein, die sich den Gefahren dieser Pandemie bewusst sind und in Verantwortung für die Gesundheit - nicht nur der Sportler - handeln.

Inzwischen hat der HTTV die Fortsetzung des Spielbetriebs auf den 1. März 2021 terminiert. Dieser Beschluss ist allerdings nur vorläufig und muss unter Umständen zu gegebener Zeit überdacht werden. Die vor dem 1. März angesetzten Begegnungen sollen durch die Vereine "frei" und neu terminiert werden, sobald ein Spielbetrieb möglich ist. Im Januar sollen Auf- und Abstiegsregelungen sowie die Relegation festgelegt werden.

Henrik Jasper begrüßt das Vorgehen des Verbands weitestgehend. "Ich halte es für richtig, dass momentan kein Tischtennis gespielt wird. Wir haben immerhin viele Spieler im fortgeschrittenen Alter, also auch viele Risikopersonen", erklärt der Wetterauer Kreiswart. Anders als beispielsweise die Fußballer in Hessen, die aufgrund fehlender Rechtssicherheit nicht von der Doppelrunde abrücken, habe man im Sommer den rechtlichen Rahmen für eine einfache Runde geschaffen, gibt Jasper zu verstehen. Dafür muss jede Mannschaft einmal gegen jedes andere Team gespielt haben. Außerdem stellte der HTTV eine Verlängerung der Saison bis Mitte Juli in Aussicht. "Ich finde es gut, dass man sich hier mehr Zeit lässt als in der Vorsaison."

Teamwettbewerb: Meldung bis heute

Keine Änderung gibt es bei der Meldung der Mannschaften für den ab 1. März stattfindenden Teamwettbewerb. Alle Vereine müssen in dem Zeitraum vom 16. bis 22. Dezember ihre Mannschaften melden. Ein unvollständiges Antreten wird vorerst auch nach dem 31. Dezember nicht bestraft. Bestraft wird dagegen ein Nichtantreten eines Teams. Rückzüge werden ab 1. Januar wieder gemäß Wettspielordnung sanktioniert. Bis Jahresende besteht allerdings noch die Möglichkeit des kostenfreien Rückzugs.

Sobald der Mannschaftsspielbetrieb wieder möglich ist, können auch die noch offenen Pokal-Begegnungen terminiert werden.

Zudem gibt es eine Sonderregelung für Spieler mit Reservespielerstatus-Vermerk: Akteure, die als Reservespieler in die laufende Saison gestartet sind, können mit einem einzigen Einsatz in dieser Runde den Stammspieler-Status erlangen. Hierfür waren bislang drei Einsätze in der jeweils letzten Halbserie notwendig.

Der Inaktivitätsabzug bleibt unverändert. Wer ein Jahr lang nicht an einem Ranglisten-relevanten Wettkampf teilgenommen hat, kassiert 40 Punkte Inaktivitätsabzug. Hier gibt es auch durch Corona bedingte Pausen keine Ausnahme, hat doch der Spieler durch die Pause an Wettkampferfahrung verloren.

Diese Regelungen gelten bis zum Ende der Saison 2020/21. Sofern besondere Umstände nicht weitere Maßnahmen erfordern oder einen Abbruch erzwingen, sind keine weiteren Beschlüsse vorgesehen.

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