Auf einem Nenner

  • vonred Redaktion
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(cd). An das große Lob aus berufenem Munde erinnert sich Malte Karbstein genau, an den Zeitpunkt ebenfalls. "Das hat er direkt nach dem Pokalspiel gesagt", weiß der Neuzugang der Offenbacher Kickers. Er, damit ist der ehemalige Profi-Fußballer Pele Wollitz gemeint, der einst Karbsteins Trainer bei Energie Cottbus war. Und bei dem Cup-Spiel handelte es sich um das Finale des Brandenburgpokals. Damals, am 25. Juni 2017, gegen den FSV Luckenwalde ließ Wollitz den zuvor in der Liga nur selten eingesetzten A-Jugendlichen überraschend von Anfang an auflaufen.

Karbstein hielt dem Druck stand (Cottbus gewann 2:0), Bundesliga-Profi ist er aber (noch) nicht geworden, auch wenn er sein ohnehin gutes Aufbauspiel beim SV Werder Bremen II weiter verbessert hat. Zum Sprung in die 1. Liga hat es bei Werder für den gebürtigen Neuruppiner jedoch nicht gelangt. Der 1,90 Meter große Blondschopf bestritt für Bremens Reserve in zwei Jahren zwar 33 Spiele in der Regionalliga Nord (drei Tore, eine Vorlage), war zuletzt deren Kapitän und trainierte ab und zu mit dem Erstliga-Kader. "Wenn man im Training gegen Max Kurse, Claudio Pizarro oder Nuri Sahin spielt, versucht man natürlich immer, sich etwas abzuschauen. Ich habe das genossen. Es hat auf diesem Niveau viel Spaß gemacht", sagt er heute.

Bereits Ende Februar klopfte der OFC erstmals an, letztlich mit Erfolg. "Offenbach wollte mich unbedingt. Es war schön, wie sie sich um mich bemüht und gekümmert haben. Wir waren da auf einem gemeinsamen Nenner", sagt Karbstein.

Sportlich empfindet er den Wechsel von Bremens Bundesliga-Reserve zum OFC keineswegs als Rückschritt, ganz im Gegenteil. "Es ist für mich eher ein Schritt nach vorne. Ich kann im Männerbereich Fuß fassen. Und bei Kickers Offenbach wird ja das Ziel vorgegeben, dass man eine Liga nach oben will", sagt er.

Karbstein ist in doppelter Hinsicht der Nachfolger von Francesco Lovric. Er nimmt dessen Platz im Kader ein und wird dessen Nachmieter, Dass er künftig noch weiter von zu Hause entfernt sein wird, sei zwar "Fußball-Business", aber trotzdem "nicht einfach", gibt der Mittelfeldmann zu.

Die Entscheidung für den OFC habe er aber bewusst getroffen: "Die vielen Fans haben mich gereizt. Da weiß man, dass jedes Heimspiel geil werden wird."

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