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»Eine sehr schwache Leistung«

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(jms) Das war wohl nichts: die Landesliga-Handballer der HSG Münzenberg/Gambach mussten am Sonntag beim Tabellenvorletzten TV Idstein eine desillusionierende 27:38 (15:19)-Klatsche hinnehmen und sich in der Tabelle nun wieder nach unten orientieren. Durch die Ausfälle von Andreas Boller, Björn Mathes und Tobias Zeiß war Trainer Thomas Zeitz gestern zum Improvisieren gezwungen. Immerhin musste der komplette Rückraum umstrukturiert werden. Doch nachdem sich mit Felix Großmann auch noch der Spielmacher zur Halbzeitpause verletzungsbedingt auswechseln lassen musste, war für die Burgenstädter die Niederlage unvermeidbar.

Beim Abstiegskandidaten konnte die HSG nur eine Halbzeit mithalten. Doch Mannschaftsbetreuer Tim Grossmann erkannte auch da schon große Mängel: »Wir hatten in der ersten Hälfte Abstimmungsprobleme in der Deckung. Im zweiten Durchgang ging dann überhaupt nichts mehr. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu diesem Spiel sagen soll.«

Wirkte seine HSG in den ersten Minuten noch nicht ratlos, kam dieser unglückliche Zustand dann in der zweiten Halbzeit zum Tragen. Idstein legte - auch dank der erfahrenen Kräfte Lucky Cojocar und Florian Crasnaru - den Grundstein mit dem 19:15 kurz vor dem Seitenwechsel und zog dann unerreichbar davon.

Zwar konnte Manuel Eckhard im HSG-Tor noch zwei Siebenmeter parieren - doch auch der junge Schlussmann hatte an diesem tristen Sonntagnachmittag das Glück nicht auf seiner Seite. Immer wieder sprangen Abpraller nach vorne weg, so dass der Gegner eine zweite - meist perfekt abgeschlossene - Chance erhielt. Hinten und vorne passte nichts, und das schlug sich in der 49. Minute dann auch im Ergebnis nieder. Mit 33:20 führten die Gastgeber und schienen die Münzenberger Favoriten schier auseinanderzunehmen. Lichtblicke gab es für die Gäste also nur in der ersten Halbzeit.

Florian Großmann besorgte in der fünften Minute das 4:3, Kai-Uwe Ratz sorgte fünf Minuten später für das 6:6 und mit dem 10:10 von Sebastian Hitzel in der 19. Minute hatte die HSG erstmals und letztmals große Moral bewiesen und einen Rückstand von drei Toren aufgeholt.

»Die Leistung war sehr schwach. Wir konnten nicht an unsere Vorstellungen aus den letzten Wochen anknüpfen und sind natürlich sehr enttäuscht. Heute war einfach ein Tag, an dem nichts geklappt hat«, sagte ein enttäuschter Grossmann. In zwei Wochen erhalten die Münzenberger die Chance zur Wiedergutmachung. Am 28. Februar ist im Heimspiel gegen die SG Anspach ein Sieg im Heimspiel Pflicht, um in der Tabelle nicht weiter in den Keller zu rutschen.

HSG Münzenberg/Gambach: Jens Langsdorf, Manuel Eckhard im Tor; Kai-Uwe Ratz (6/4), Florian Großmann (6/1), Steffen Schubert (5), Johannes Brückel (3), Sebastian Hitzel (1), Lars Kneissl (2), Tim Langsdorf, Timo Metzger (3), Björn Mandler, Felix Großmann (1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Badstieber/Becker. - Zuschauer: 150.- Zeitstrafen: 20:8 Minuten.- Siebenmeter: 6/4: 6/5.

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