Handball

Eine kolossale Herausforderung

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(ra). In Berlin, in Magdeburg, in Hamburg - die ersten drei Auswärtsaufgaben der Saison haben es für die HSG Wetzlar in sich. Der Handball-Bundesligist aber mischt gerne mit im Konzert der Großen. Vor allem nach dem Heimsieg gegen TBV Lemgo Lippe. Der hat Selbstvertrauen gegeben. Auch wenn mit dem SC Magdeburg am Donnerstag eine kolossale Herausforderung wartet.

In beinahe jeder der vergangenen Bundesliga-Spielzeiten hat die HSG Wetzlar Außergewöhnliches geleistet, Rekorde gebrochen, Serien beendet, Nationalspieler entwickelt. Mit dem 27:25 (14:12)-Erfolg über den TBV Lemgo Lippe zur doppelten Heimpremiere - der zur Saison 2021/22 und der von Neu-Trainer Benjamin Matschke - ist dies erneut geglückt. War es im zweiten Heimspiel der Vorsaison die noch immer unfassbar erscheinende 31:22-Demontage von Rekordmeister THW Kiel in der Rittal-Arena, so wurde letzten Sonntag nach fünf Jahren endlich wieder der Angstgegner aus Ostwestfalen bezwungen.

Angstgegner hatte die HSG Wetzlar in den vergangenen 23 Spielzeiten einige im Oberhaus. Zu diesen zählten lange Zeit Frisch Auf Göppingen oder die Füchse Berlin - auch der SC Magdeburg. Und bei den Elbestädtern haben die Grün-Weißen bereits wieder am heutigen Donnerstag (19.05 Uhr, live auf Sky) anzutreten. Den Auswärtsfluch in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt haben Philipp Müller, Michael Müller und Co. aber bereits im Oktober 2012 mit einem 26:24 beenden können. Damals wie heute galt und gilt: Magdeburg ist Favorit, Wetzlar Außenseiter. Der SCM ist mehr noch als damals ein richtiger Koloss.

»Alle sind gesund durchgekommen«, kann Benjamin Matschke mit vollem Kader in der GETEC-Arena antreten. »In der Trainingsbelastung haben wir noch mal eine intensive Athletik-Einheit machen können, auch wenn wir spät aus Berlin kamen und einen Tag weniger zur Regeneration als Lemgo hatten.« Beim SCM muss Coach Wiegert zwar noch auf die Rekonvaleszenten Matthias Musche und Gisli Kristjansson verzichten und durch den Abgang von Zeljko Musa an einem neuen Innenblock feilen, das Team 2021/22 dürfte spielerisch aber höher einzuschätzen sein als das des Tabellendritten der beiden vergangenen Spielzeiten.

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