Fragen über Fragen vor dem 20. Landesliga-Spieltag: Schaffen Henning Kiel (am Ball) und die TG Friedberg noch den Sprung aus der Abstiegszone? Und steht die Petterweiler Defensive um (v. l.) , Niklas Wagner und Felix Koffler nach der Derby-Niederlage vom vergangenen Wochenende wieder besser? FOTO: NICI MERZ
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Fragen über Fragen vor dem 20. Landesliga-Spieltag: Schaffen Henning Kiel (am Ball) und die TG Friedberg noch den Sprung aus der Abstiegszone? Und steht die Petterweiler Defensive um (v. l.) , Niklas Wagner und Felix Koffler nach der Derby-Niederlage vom vergangenen Wochenende wieder besser? FOTO: NICI MERZ

Eine Frage der Richtung

  • vonSascha Kungl
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(kun/fmm/tfl). Unterschiedliche Vorzeichen für die Wetterauer Handball-Landesligisten vor dem 20. Spieltag: Während Spitzenreiter TV Petterweil nach der überraschenden Derby-Pleite gegen Friedberg gegen Langenhain zurück in die Erfolgsspur will, hofft die TG, mit einem Sieg im Abstiegsduell gegen die HSG Lollar/Ruttershausen den Schwung vom Erfolg beim Tabellenführer mitnehmen zu können. Der TSV Griedel muss darüber hinaus ersatzgeschwächt zu Oberliga-Absteiger HSG VfR/Eintracht Wiesbaden.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden - TSV Griedel (Samstag, 17.45 Uhr / Sporthalle Elsäßer Platz Wiesbaden):Die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden hatte nach dem Abstieg aus der Oberliga in der Vorsaison sicherlich vor, in diesem Jahr länger um die Landesliga-Meisterschaft mitzuspielen. Allerdings misslang der Saisonstart mit 0:6 Punkten, ehe die Wiesbadener eine 12:0-Serie hinlegten und aktuell mit 22:16 Zählern auf dem sechsten Platz rangieren. Ihren Kader konnte die HSG trotz Abstieg zusammenzuhalten. "Die Mannschaft ist eingespielt und verfügt über einen guten Mix aus jungen Spielern und erfahrenen Akteuren. Wiesbaden zählt, was die Jugendarbeit betrifft, seit Jahren zu den führenden Vereinen in Hessen. Linkshänder Lorenz Engel gehört mit 84 Toren ebenso zu ihren Leistungsträgern wie Spielmacher Pascal Henkelmann sowie Danic Seiwart im Rückraum und die torgefährlichen Lukas Kirchmeier und Joshua Stadermann auf den Außenpositionen. Nach den Spielbeobachtungen muss man sagen, dass die Mannschaft auf allen Positionen sehr gut besetzt ist", erklärt Griedels Teammanager Jürgen Weiß. "Die Wiesbadener spielen Tempo-Handball und suchen oft den Abschluss über Tempogegenstöße und die zweite Welle. Wir werden eine sehr gute Rückwärtsbewegung auf die Platte bringen müssen, um in Wiesbaden bestehen zu können." Nach der Niederlage in Kastel vor Wochenfrist wollen die Griedeler wieder zurück in die Erfolgsspur finden - immerhin holte das Team von Trainer Dirk Schwellnus aus den letzten neun Spielen stolze 14:4 Punkte. "Auch gegen den Oberliga-Absteiger aus werden wir nicht chancenlos sein. Allerdings konnten wir unter der Woche nur sehr eingeschränkt trainieren. Timm Weiß und Marvin Grieb sind krank, Constantin Jantos laboriert noch an einer Blessur aus dem Spiel gegen Kastel, Frederic Noll und Hendrik Krüger befinden sich im Urlaub. Das zusammen sind natürlich keine guten Voraussetzungen, allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Mannschaft in solchen Situationen noch enger zusammenrückt", blickt Weiß optimistisch nach vorn.

Schwung aus Sieg im Derby nutzen

TG Friedberg - HSG Lollar/Ruttershausen (Samstag, 19 Uhr / Sporthalle Am Seebach):Nach einem sensationellen Derby-Sieg der Friedberger gegen den Tabellenersten aus Petterweil vergangenen Sonntag besitzt das Kellerduell mit der HSG Lollar/Ruttershausen richtungsweisenden Charakter im Abstiegskampf. Mit einem Sieg würden die Gastgeber aus der Wetterauer Kreisstadt den Abstand zum letzten Tabellenplatz vergrößern und sich die Chance offenhalten, zur TSG Langenhain aufzuschließen. Nach einer knappen 25:24-Niederlage der TG im Hinspiel verspricht die Partie einiges an Spannung. Vor allem aber auch, weil sich die Gäste selbst noch vor dem Abstieg retten wollen. Vor heimischer Kulisse und anknüpfend an die Leistung gegen Petterweil scheint der Erfolg für Friedberg jedoch zum Greifen nahe und das Team will nach eigenen Angaben alles geben, um diesen auch zu realisieren.

TV Petterweil will Wiedergutmachung

TGS Langenhain - TV Petterweil (Sonntag, 16 Uhr/ Wilhelm-Busch-Sporthalle):Die Überraschung war groß in der Sporthalle am Sauerborn, als eine 29:31-Heimniederlage gegen das bisherige Tabellenschlusslicht TG Friedberg auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Doch trotz der Pleite wollen sich die TVP-Akteure nicht verunsichern verlassen. Sie verfolgen weiterhin fokussiert das große Ziel "Aufstieg". "Natürlich war die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Friedberg riesig, jedoch kann es ein wichtiger Schuss vor den Bug sein. Diese Pleite wird wieder unsere Sinne schärfen. Gegen Langenhain heißt die Devise ganz klar Wiedergutmachung", erklärt TVP-Urgestein Pierre Lange. Beim Aufsteiger erwartet den Landesliga-Spitzenreiter das nächste Kellerkind, das jeden Zähler für den Klassenerhalt dringend benötigt. Die Rollenverteilung wird also identisch zur Friedberg-Pleite sein, jedoch hofft TVP-Trainer Martin Peschke auf Änderungen: "Gegen Langenhain wird uns wieder eine Mannschaft entgegentreten, die mit sehr viel Leidenschaft ans Werk gehen wird. Genau dasselbe erwarte ich von meinem Team, zumal wir jetzt gewarnt sind, was passieren kann, wenn die letzten Prozentpunkte nicht abgerufen werden. Wir lassen uns durch die Niederlage jedoch nicht aus der Bahn werfen und werden aber alles dafür geben, um wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden."

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