Eine Frage des Momentums

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Der Wind scheint sich aus hessischer Sicht gedreht zu haben in der deutschen Basketball-Bundesliga (BBL). Während die Gießen 46ers beim 90:95 gegen Bayreuth die dritte Niederlage in Serie kassierten aus den Playoffplätzen herauszurutschen drohen, gewannen die Frankfurt Skyliners 95:87 nach Verlängerung beim Mitteldeutschen BC und kommen als Tabellen-13. auch in der Liga so langsam in Fahrt.

Der Wind scheint sich aus hessischer Sicht gedreht zu haben in der deutschen Basketball-Bundesliga (BBL). Während die Gießen 46ers beim 90:95 gegen Bayreuth die dritte Niederlage in Serie kassierten aus den Playoffplätzen herauszurutschen drohen, gewannen die Frankfurt Skyliners 95:87 nach Verlängerung beim Mitteldeutschen BC und kommen als Tabellen-13. auch in der Liga so langsam in Fahrt.

Gießen 46ers – medi Bayreuth 90:95 (14:19, 43:51, 69:73): "Wir hätten diesen Sieg gebraucht", machte 46ers-Headcoach Ingo Freyer nach der 90:95-Niederlage seines Teams gegen Bayreuth keinen Versuch, seine Enttäuschung zu verbergen. Fast über das gesamte Spiel waren die Gießener einem Rückstand hinterhergelaufen. Als Kapitän John Bryant tief im Schlussviertel die Führung brachte, schien das Happy End zum Greifen nah. Bayreuth aber blieb abgebrüht und holte seinen fünften BBL-Sieg in Serie. Gießen war mit zwei Niederlagen im Rücken in die Partie gegangen und hätte einen Punktgewinn benötigt, um die selbst formulierten Playoffansprüche zu untermauern. Der seit Freitag mit einem deutschen Pass ausgestattete Bryant, aber auch Mahir Agva und Benjamin Lischka ackerten unter den Körben ohne Unterlass. Schwächen zeigte jedoch der Gießener Backcourt: "Unsere kleinen Spieler haben im Eins-gegen-Eins nicht stark genug verteidigt", legte Freyer den Finger in die Wunde. Es war das letzte Heimspiel der 46ers in diesem Jahr, die am 27. Dezember in Berlin noch ein besonders dickes Brett zu bohren haben.

Mitteldeutscher BC – Fraport Skyliners Frankfurt 89:95 n. V. (23:27, 41:46, 55:67, 79:79): Gegen beherzt spielende Weißenfelser führten die Skyliners zwar die meiste Zeit des Spiels, doch der zweite Auswärtssieg der Saison gelang erst in der Verlängerung. Angeführt von den überragenden Jason Clark, Topscorer mit 29 Punkten sowie Quantez Robertson profitierte das Team von Gordon Herbert, das weiterhin ohne die verletzten Akeem Vargas und Jonas Wohlfarth-Bottermann aus kommen muss, letztlich von seiner tieferen Bank – die ideale Einstimmung auf die drei kommenden Heimspiel im Euro-Cup, im Pokal-Viertelfinale und in der BBL. "Ich bin sehr stolz auf die Spieler, dass sie nicht aufgegeben haben. Das war unser drittes Spiel in acht Tagen, die dritte Auswärtsreise. Ich denke, dass wir ein wirklich gutes drittes Viertel gespielt haben, der MBC hat Charakter bewiesen und sich im vierten Viertel wieder ran gekämpft. Aber wir haben dann eine sehr gute Overtime abgeliefert", sagte Skyliners-Coach Herbert sichtlich zufrieden. Urgestein Robertson ergänzte: "Wir haben am Ende unsere Systeme besser ausgespielt. Dazu konnten wir wichtige Würfe und auch unsere Freiwürfe treffen." Ihm dürfte am Ende eine weitere Verlängerung gefehelt haben, um mit einem Triple-Double ein weiteres Kapitel seines prall gefüllten Rekordebuchs zu füllen. Der Amerikaner zeigte wieder einmal Energie, Willen und Herz – beeindruckend! Zwölf Punkte, neun Rebounds, sieben Assists und drei Steals sind nur die statistischen Werte seiner Glanzleistung. Vor allem defensiv rieb sich der Kapitän auf, stand in den Passwegen, verhinderte den Zug zum Korb und blockte Gegenspieler aus. Quantez Robertson war einmal mehr Herz und Lunge der Skyliners.

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