Eine "desaströse Leistung"

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(kun). Ohne Chance blieben die Landesliga-Handballer des TSV Griedel am neunten Spieltag beim TuS Holzheim. Vor 150 Zuschauern im Sportzentrum Diez musste die Mannschaft von Dirk Schwellnus und Timm Weiß eine überraschend deutliche 22:39 (11:17)-Niederlage hinnehmen. "Die Leistung der Mannschaft war desaströs. Wir haben zu keiner Zeit die richtige Einstellung zum Spiel gefunden. Nachdem wir beim Sieg gegen Langgöns noch auf ganzer Linie überzeugen konnten, hat die Mannschaft nun ein völlig anderes Gesicht gezeigt. Die Spieler müssen sich hinterfragen, wie solch unterschiedliche Leistungen zu Stande kommen können. Mit diesem Auftritt hat die Mannschaft viel Kredit bei ihren Fans verspielt", haderte Griedels Teammanager Jürgen Weiß mit dem Auftritt der Gäste.

Lediglich zwischen der achten und 16. Minute wurde mit den Holzheimern auf Augenhöhe agierte, als man einen 1:6-Rückstand zum zwischenzeitlichen 8:9-Anschlusstreffer verkürzte. "In dieser Phase hat uns Steffen Roth mit starken Paraden zurück ins Spiel gebracht", sprach Weiß dem Schlussmann ein Sonderlob aus. "Leider haben wir unsere beiden Torhüter im weiteren Spielverlauf immer wieder sträflich im Stich gelassen."

Bis zum 1:4 nach drei Minuten hatten die Gastgeber schon drei Tore durch Tempogegenstöße erzielt. Nach dem 1:6 in der achten Minute nahm Gäste-Coach Schwellnus eine Auszeit, deren Wirkung jedoch nur kurz anhielt. Nach dem Anschlusstreffer zum 8:9 in der 16. Minute hatten sich die Hausherren beim 9:14 in der 25. Minute erneut mit fünf Toren abgesetzt.

"Die Griedeler haben gegen unsere offensive Abwehr kein Konzept gefunden. Wir haben die Fehler der Gäste konsequent bestraft und hatten somit über weite Strecken der Partie leichtes Spiel. In dieser Verfassung kam der Gegner für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Überraschend war der Sieg für mich jedoch nicht, da wir unter der Woche sehr gut trainiert haben und uns endlich einmal für unseren engagierten Einsatz belohnen konnten", konstatierte Holzheims Trainer Christian Bittkau nach der Partie, in der seine Mannschaft auch die zweite Halbzeit dominierte.

Bis zum 16:21 in der 39. Minute konnten die Gäste ihren Rückstand noch im Rahmen halten, ehe in der Folge alle Dämme brachen. Nach dem 17:23 in der 39. Minute wollte dem Griedeler Angriff über zehn Minuten kein Tor gelingen. In dieser Phase bauten die Holzheimer ihre Führung mit einem 7:0-Lauf spielentscheidend zum 30:17 aus (49.).

TuS Holzheim: Linke, Philipp Fomino; Giebenhain (2), Dettling (4), Philipp Fomino, Nils Wolfgram (4), Jan-Erik Wolfgram, Moos (5), Lazzaro (7), Grünewald, Schyga (2), Schenk (7/4), Chodykin (2), Becker (6).

TSV Griedel: Roth, Krüger; Marx, Sascha Siek (5), Grieb (1), Noll (1), Nils Siek (3), Kipp (1), Krüger (2), Jantos 8/3), Dietz (1), Strasheim, Schepp.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Fuchs/Horn (Kirchhof). - Zuschauer: 150. - Zeitstrafen: 0:6 Minuten. - Siebenmeter: 4/4:4/3.

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