Kein Durchkommen: Lukas Kipp wird von zwei Gegenspielern attackiert, gewinnt mit dem TSV Griedel aber zum Auftakt gegen den TV 05/07 Hüttenberg II. FOTO: JAUX
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Kein Durchkommen: Lukas Kipp wird von zwei Gegenspielern attackiert, gewinnt mit dem TSV Griedel aber zum Auftakt gegen den TV 05/07 Hüttenberg II. FOTO: JAUX

Eine alte Weisheit

  • vonSascha Kungl
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(kun). Mit einem denkbar knappen 22:21 (12:9)-Heimerfolg gegen den TV 05/07 Hüttenberg II sind die Landesliga-Handballer des TSV Griedel am Wochenende in die Saison 2020/21 gestartet. "Beide Abwehrreihen haben über die gesamte Spieldauer eine bärenstarke Leistung gezeigt, was sich in der geringen Torausbeute deutlich widerspiegelt. Die Mannschaft hatte die Partie lange Zeit im Griff und sah bereits wie der sichere Sieger aus, ehe wir in den Schlussminuten einen komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung beinahe noch leichtfertig verspielt hätten", zog Griedels Teammanager Jürgen Weiß nach dem Auftakt Bilanz.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase vor 80 Zuschauern in der Butzbacher Sporthalle hatten sich die Gäste aus Hüttenberg beim 5:3 in der achten Minute erstmals mit zwei Toren abgesetzt. Den knappen Rückstand egalisierten die Hausherren jedoch postwendend (5:5/12.). Beim 5:6 durch Paul Bährens erzielte der Gast aus Hüttenberg letztmals eine Führung in dieser der Partie.

Mit einem Doppelschlag drehte Sascha Siek das Ergebnis zunächst auf 7:6 (16.), ehe sein Bruder Nils die erste Zwei-Tore-Führung der Gastgeber markierte (8:6/20.). Noch einmal konnte der TV Hüttenberg ausgleichen (8:8/21.), ehe sich die Hausherren dann aber bis zum Pausenpfiff durch Tore von Tobias Marx, Henri Vogel und Marvin Grieb zum 12:9-Halbzeitstand abgesetzt hatten.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte erhöhte Sascha Siek mit zwei verwandelten Siebenmetern auf 14:9 für seine Farben (33.). In der Folge ließen die Griedeler etliche Chancen liegen und verpassten damit eine frühe Vorentscheidung. Spätestens nachdem Constantin Jantos in der 55. Minute das 22:16 für die Heimmannschaft erzielt hatte, schien die Partie jedoch entschieden.

Die Gäste stellten in der Folge auf eine offene Manndeckung um und brachten die Griedeler Mannschaft tatsächlich noch einmal in die Bredouille. 38 Sekunden vor dem Ende hatte der TVH beim 22:21 den Anschluss hergestellt. Nachdem den Griedelern auch im letzten Angriff des Spiels kein erfolgreicher Abschluss gelingen wollte, genügten den Gästen allerdings die verbleibenden sieben Sekunden nicht, um den Ausgleichstreffer zu erzielen.

"Es hat sich die alte Weisheit bewahrheitet, dass ein Spiel 60 Minuten dauert und nicht nach 55 Minuten abgepfiffen wird. Am verdienten Sieg unserer Mannschaft gab es nach Spielende aber keinen Zweifel. Wir haben das Spielgeschehen über weite Strecken im Griff, wobei sich der Abwehrverbund um Steffen Roth im Tor ein Sonderlob verdient hat", konstatierte Weiß nach dem Auftaktsieg seines Teams.

TSV Griedel: Roth, Heller; Marx (1), Sascha Siek (7/4), Grieb (4), Ohrisch, Kuhl, Nils Siek (2), Kipp (2), Krüger (2), Jantos (2), Graßl, Brunz, Vogel (2).

TV Hüttenberg II: Böhne, Theis; Lins (5), Bährens (4), Nandzig, Schäfer (3), Dahlhaus, Uth (2), Cosic (1), Martin (5), Knorz.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Glaab/Rudert (TV Grosswallstadt/HSG Hörsheim/Michelbach). - Zeitstrafen: 6:6 Minuten. - Siebenmeter: 4/4:1/1. - Rote Karte: Nils Siek, (56./3x2 Min.). - Zuschauer: 80.

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