Ein weiterer Schritt zurück zur Normalität

  • Philipp Keßler
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(phk). Plötzlich geht alles ganz schnell: Gefühlt dürfen die Amateursportler erst seit wenigen Tagen überhaupt wieder zum Training und seit Kurzem auch zu Freundschaftsspielen auf den Platz, da werden zumindest beim Nachwuchs auch schon die Kreispokal-Wettbewerbe fortgesetzt. Die ersten Spiele haben am Wochenende bereits stattgefunden. Der große Unterschied:

Kinder unter 14 Jahren durften trotz Bundes-Notbremse und hohen Corona-Inzidenzen ja schon länger wieder trainieren. Das haben sich auch die Verantwortlichen im Fußballkreis Friedberg zunutze gemacht.

»Ich freue mich, dass wir diese Spiele jetzt noch austragen können und damit zumindest einen Wettbewerb zu Ende bringen«, sagt Dörte Wacker, die stellvertretende Kreisjugendwartin. In Anbetracht der Tatsache, dass der Kreispokal in der vergangenen Saison - ebenso wie die reguläre Runde - bereits den Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie zum Opfer gefallen war, sei die Fortsetzung der ohnehin schon weit fortgeschrittenen Turniere »ein kleines Sahnehäubchen für eine weitere verquere Saison«, sagt Wacker.

Pokalendspieltag am 19. Juni

Nachdem bei den A- und B-Junioren wie üblich die Kreispokalsieger - in beiden Fällen der FV Bad Vilbel - im vergangenen Herbst ermittelt worden waren, fehlen nun noch die Titelträger bei C-, D- und E-Junioren. In den Altersklassen darunter, die sonst in der Fairplay-Liga spielen, wird kein Pokalwettbewerb ausgetragen. Einzige Einschränkung in diesem Jahr: Mit dem Ausspielen des Kreispokalsiegers ist Schluss, daran anschließende Wettbewerbe finden nicht (mehr) statt.

Bereits am vergangenen Wochenende wurden in den drei Altersklassen (fast) alle Halbfinals ausgespielt, sodass die Paarungen für den Kreispokalendspieltag der Jugend am übernächsten Samstag (19. Juni) in Nieder-Weisel feststehen: Bei den E-Junioren (12.30 Uhr) trifft das Team des SSV Heilsberg (6:3 über Kickers Horlofftal) auf die Auswahl des SV Steinfurth (13:1 beim VfR Ilbenstadt), bei den D-Junioren (13.45 Uhr) messen sich die JSG Rosbach (6:0 bei der JSG Rodheim/Petterweil) und die JSG Hausberg (3:1 über die JSG Florstadt), während bei den C-Junioren (15.45 Uhr) der Finalgegner der JSG Melbach/Wölfersheim (5:1 bei der Spvgg. 08 Bad Nauheim) erst am Samstag (15 Uhr) im Duell zwischen der JSG Rosbach und dem SV Steinfurth ermittelt wird.

Eine zusätzliche gute Nachricht: Für den Endspieltag sind - Stand jetzt - bis zu 200 Zuschauer plus Genesene und vollständig Geimpfte auf dem Nieder-Weiseler Sportgelände zugelassen - der Rest kann ohne Corona-Test kommen, muss sich aber registrieren und die Regeln des Hygienekonzeptes beachten. Für Wacker also ein Endspieltag »unter annähernd normalen Bedingungen«.

Wechselfrist schon in vollem Gange

Einziger Wehrmutstropfen: Einige Spieler hätten den Start der Wechselfrist Anfang Juni bereits genutzt, um sich einem neuen Klub anzuschließen, und waren bzw. sind daher für ihre ehemaligen Teams nicht mehr spielberechtigt. Doch die Frist bis Ende des Monats sei laut Wacker eben wie üblich zur Anwendung gekommen.

Ein paar Tage mehr Zeit, nämlich bis 15. Juni, haben die Vereine noch für ihre Mannschaftsmeldungen für die kommende Saison - in Liga und Pokal. Wacker hofft, nachdem nun alle Altersklassen wieder unter fast normalen Bedingungen trainieren können, dass die Saison wie sonst auch nach dem Ende der Sommerferien, also am ersten Septemberwochenende starten kann. Dann würden auch die Pokalwettbewerbe ganz normal gestartet. Die Finale der A- und B-Junioren sind für Ende September bzw. Anfang Oktober, die Finals der C- bis E-Junioren für Ende April bzw. Anfang Mai geplant.

»Das sollte dann alles wieder ganz normal losgehen. Wir gehen auch davon aus, dass wir damit durchkommen«, erklärt Wacker. »Wir merken, dass das mit dem Training schon sehr gut funktioniert, und auch, dass alle heiß darauf sind. Deshalb haben wir uns auch dafür entschieden, den Kreispokal noch auszuspielen.«

Warten auf die Meldungen

Nun sei sie vor allem auf die Zahl der Meldungen gespannt. Bislang scheine es, als habe der (Jugend-)Fußball im Kreis deutlich weniger unter der Coronavirus-Pandemie und den Einschränkungen gelitten, als zunächst von vielen befürchtet. Gewissheit gibt es erst Mitte des Monats. ARCHIVFOTO: PV

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