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Till Klimpke (11), der Wetzlarer Torwart-Teufel, nahm von Lukas Hutecek (M.) und seinen Lemgoern sagenhafte 21 (!) Würfe weg.

Ein perfekter Tag

  • VonRedaktion
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(ra). Verdammt lang her, dass die Stimmung in der Rittal-Arena die Mannschaft der HSG Wetzlar derart mitreißen konnte. Verdammt lang her, dass die HSG Wetzlar den TBV Lemgo Lippe in der Bundesliga niederringen konnte. Verdammt lang her, dass die HSG Wetzlar in der Lage war, einen ihrer Leistungsträger gleich für fünf (!) weitere Jahre an den Club zu binden.

Man kann also durchaus sagen, der gestrige Sonntag war ein perfekter Tag für die HSG Wetzlar.

Perfekt für Neu-Trainer Benjamin Matschke, der nach dem 27:25 (14:12)-Erfolg bei seinem Heimdebüt »wahnsinnig erleichtert« war und sich freute, dass sein Team »Emotionen und Leidenschaft auf das Parkett gebracht« hatte. Perfekt für Torhüter Till Klimpke, der mit seinen 21 Paraden zum »Spieler des Tages« wurde und zu seine Leistung einzuordnen versuchte: »Wir haben super in der Abwehr gespielt, dadurch konnte ich einfach viele Paraden machen. Perfekt für die Handball-Anhänger in Mittelhessen, die zwar noch nicht in Scharen in die Arena strömten, von denen 1800 aber begeistert waren und sicher entsprechend Mund-zu-Mund-Werbung für die künftigen Auftritte Grün-Weißen machen werden.

Es war aber auch ein verdammt gutes Handball-Spiel, bei dem sich beide Teams über weite Strecken keine Atempause gönnten, viele Personal- und Taktikwechsel vornahmen, den Kontrahenten immer wieder vor neue Aufgaben stellten.

Letztlich habe Wetzlar, so TBV-Coach Kehrmann, »konsequenter abgeschlossen und leidenschaftlicher verteidigt und deshalb verdient gewonnen«. Auf Wetzlarer Seite hatte Trainer Matschke seine Deckung zwei-, dreimal feingliedrig umgestellt und ihr somit »zu mehr Stabilität« verholfen, mit der »wir dann weitgehend auch die Gegenstöße von Lemgo unterbunden haben«.

Ergo konnten sich die 1800 Zuschauer schon zwei Minuten vor Spielende nach dem 27:23 von Lenny Rubin von den Plätzen erheben und den Grün-Weißen Beifall auf offener Szene spenden. Während vom 6:4 (8.) über das 12:9 (23.) und 21:17 (45.) die Wetzlarer ihre Führung dank der Klimpke-Paraden, der Distanzwerfer Rubin/Cavor sowie der bärenstarken Flügelzange Mellegard/Weissgerber in kleinen Schritten immer weiter ausbauen konnten, lag bei den Ostwestfalen die Hauptlast des Torewerfens auf dem Duo Jonathan Carlsbogard/Bjarki Mar Elisson mit jeweils acht Treffern.

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