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Für Wettertals Trainer Sven Tauber hat das Ergebnis beim Turnier in Eddersheim nur untergeordnete Bedeutung.

Handball

Ein lockerer Aufgalopp für Wetterauer Teams

  • VonPeter Hett
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Beim Vorbereitungsturnier in Eddersheim kommt es den Trainern der TG Friedberg und der HSG Wetteral nicht aufs Ergebis an. Wichtig ist es, wieder in den Wettkampf zurückgekehrt zu sein.

(hep). Nachdem die hessischen Vereine nach der langen Corona-Pause Ende Juni wieder langsam zu einem fast normalen Sportbetrieb zurückkehren durften, haben die Wetterauer Handballer im Juli damit begonnen, sich Stück für Stück an den Wettkampf zu gewöhnen. Als ideale Vorbereitung werden allseits klassenübergreifende Turniere angesehen. So verwundert es nicht, dass zuletzt mit der TG Friedberg und der HSG Wettertal gleich zwei heimische Vertreter die Einladung des Bezirksoberligisten TSG Eddersheim (Frankfurt/Wiesbaden) zur Teilnahme an einem Dreierturnier annahmen.

Beide Klubs sahen das Turnier als lockeren Aufgalopp der eigentlichen Vorbereitung auf die neue Saison. Sowohl bei TG-Trainer Michael Razen als auch bei HSG-Coach Sven Tauber bestand in Vorfeld Einigkeit darüber, dass ein derartiger Doppeltest mit Spielen über 2x 25 Minuten zwar willkommen ist, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt eigentlich zu früh kommt. »Die erzielten Ergebnisse sollten nicht überbewertet werden. Es geht darum, wieder zu spielen und Spaß dabei zu haben«, erklärten beide übereinstimmend. Dass unter drei punktgleichen Mannschaften am Ende die Gastgeber Turniersieger wurden, gefolgt von Friedberg und Wettertal, war für alle Beteiligten im Grunde genommen nicht mehr als eine Randnotiz.

Im Auftaktspiel setzte sich Gastgeber Eddersheim mit 25:12 (13:6) deutlich gegen die klassengleiche HSG Wettertal durch. »Von uns war es ein gruseliges Spiel gegen einen bissigen Gegner, bei dem alles gepasst hat«, analysierte Tauber diese Niederlage. Wesentlich besser lief es dann in der TSV-Partie gegen Landesligist TG Friedberg, bei dem am Ende ein überraschender 22:21 (14:10)-Sieg der Tauber-Truppe herauskam. »In dieser Begegnung haben wir zu viele freie Chancen vergeben«, befand TG-Coach Razen. Wesentlich besser lief es für die Kreisstädter im abschließenden Spiel gegen Eddersheim, das mit 17:15 (9:8) gewonnen wurde. »Das hat mir natürlich besser gefallen, nicht nur wegen des Resultats. Unsere Fehlerquote war im Vergleich zum ersten Spiel deutlich niedriger, und in der Abwehr haben wir die nötige Stabilität gezeigt«, freute er sich.

»Das Turnier hat mir etliche Ansatzpunkte für die kommenden Trainingswochen aufgezeigt«, war eine weitere, wichtige Erkenntnis für Razen. Mit seiner Mannschaft ist er auf einem guten Weg und mit der Entwicklung durchaus zufrieden. »Unsere Personalplanung ist weitgehend abgeschlossen. Allerdings haben wir noch Handlungsbedarf auf der Torhüterposition, da von ursprünglich vier Torhütern derzeit nur noch zwei übriggeblieben sind«, zeigte er eine noch offene Problematik auf, nachdem die eingeplanten Radu Balasz und Marc Popp nicht mehr zur Verfügung stehen. »Meine Vorstellung ist, mit drei Torhütern in die Runde zu gehen, um für alle Widrigkeiten gewappnet zu sein«, erklärt Razen. Gemeinsam mit den TG-Verantwortlichen wird er folglich nach einem geeigneten Kandidaten für das Tor des Landesligisten Ausschau halten.

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