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Marco Völler, im vergangenen Jahr noch Spieler bei den Fraport Skyliners Frankfurt, ist neuer Manager Sport beim BBL-Klub.

Ein Jobwechsel mit Signalwirkung

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(tim). Bei einem Punkt sind sich Diego Ocampo und Marco Völler von Anfang an einig gewesen. »Es geht nur im Team.« Nicht nur auf dem Parkett müssen die Fraport Skyliners Frankfurt eine Einheit bilden, sondern auch außerhalb - in Person der sportlich Verantwortlichen. Deshalb sitzen der neue Cheftrainer und der neue Manager Sport des Basketball-Bundesligisten seit knapp einer Woche zusammen und planen in zahlreichen Meetings die Zukunft des Klubs.

»Wir sind in der Findungsphase«, beschreibt es Völler. Der 32-Jährige, der vergangene Saison noch das BBL-Trikot trug, wird künftig das Bindeglied zwischen Mannschaft und Geschäftsführung sein. Eine Position, die es neun Jahre im Klub nicht gab.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Gunnar Wöbke wird wohl bald gar keine Zeit mehr haben, sich um die Verhandlungen mit Spielern und die Belange rund um die Mannschaft zu kümmern. Er wird seine Zeit und Kraft für den Bau einer Multifunktionshalle für 13 000 Zuschauer am Kaiserlei widmen. Wöbke hat mit Unternehmern aus der Region eine Entwicklungsgesellschaft gegründet und wartet auf eine Anhandgabe des Grundstücks durch die Stadt Frankfurt. Die neue Römer-Koalition hat sich dafür ausgesprochen, den Skyliners das Gelände zwei Jahre zur Prüfung zu überlassen. Nach Wöbkes Plänen könnte die Halle bis zum Jahr 2025 stehen. »Bis dahin müssen wir sportlich wettbewerbsfähig sein«, sagt Wöbke. Dafür ist er bereit, zu investieren, wie die Einstellung eines Managers beweist.

Inwieweit sich der Etat für den Kader entwickelt, hängt derweil von mehreren Faktoren ab. Unter anderem, ob die Skyliners wieder vor Fans spielen können. »Das Budget für die Spieler haben wir im Detail noch nicht besprochen«, sagte Wöbke.

Coach Ocampos erste Aufgabe ist es, mit Völler und Co-Trainer Klaus Perwas den Kader für die kommende Saison zusammenzustellen. »Meine große Stärke ist es, Spieler zu entwickeln«, sagt der Spanier, der erstmals außerhalb seiner Heimat eine Mannschaft anleitet. Der 44-Jährige, der zuletzt Trainer in Saragossa war, soll Talente wie Len Schoormann, Bruno Vrcic, Jordan Samare oder Joshua Bonga auf das nächste Level bringen. Unklar ist, was mit Richard Freudenberg passiert. Die Skyliners haben eine Option auf Vertragsverlängerung mit dem 22-Jährigen, der wegen einer Fußverletzung die komplette Saison verpasst hatte, verstreichen lassen. »In drei Monaten sind wir schlauer«, meint Wöbke.

Sicher im Kader für die kommende Saison ist nur noch Urgestein Quantez Robertson. Bei Rasheed Moore gibt es die Option auf eine Vertragsverlängerung. Michael Kessens verlässt den Klub trotz gezogener Option in Richtung Bonn. Ansonsten werden wohl alle Spieler, die vergangene Saison im Kader standen, nicht zurückkehren. Die neue Sportliche Führung wird also einiges zu tun haben.

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