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Die Gedernerin Jana Haas spielt künftig für den Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach, für dessen A-Jugend-Mannschaft sie in der Vergangenheit schon mit einem Zweitspielrecht auf-gelaufen war.

Ein herber Verlust

  • VonPeter Hett
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(hep). Die Vorfreude auf die neue Saison, die bei Martin Schindler, dem Vorsitzenden des Frauenhandball-Drittligisten HSG Gedern/Nidda nach den letzten positiven Nachrichten in Bezug auf die Wiederaufnahme des Spiel- betriebs stetig zunahm, hat einen Dämpfer erlitten. Alle Weichen schienen gestellt, und er hatte Trainer Christian Breiler einen vielversprechenden Kader zur Verfügung gestellt, der in der 3.

Liga erfolgreich auf die Jagd nach Punkten gehen soll. Jetzt teilt Nachwuchstalent Jana Haas mit, das Angebot eines Bundesliga-Vertrags von den Flames der HSG Bensheim/Auerbach anzunehmen und dorthin zu wechseln.

Bisher hatte sie ein Doppelspielrecht, sowohl für die A- Jugend-Bundesligamannschaft der Junior Flames als auch für das Drittliga-Team der HSG Gedern/Nidda. »Mit ihrem Abschied erleiden wir gleich einen doppelten Verlust, denn neben Jana hat auch ihr Vater Christian, der die zweite Frauenmannschaft in der Bezirksoberliga trainiert, ebenfalls angekündigt nicht mehr bei uns weiterzumachen. Seine Konzentration gilt gegenwärtig der Karriere seiner Tochter«, verrät der Chef der HSG-Handballer. »Sicherlich bedauern wir es, dass Jana uns verlässt. Aber wir sind auch sehr stolz darauf, dass ein echtes Eigengewächs, die Möglichkeit erhält, einen solchen Weg einschlagen zu dürfen«, relativiert er den Abgang. »Bereits ihre Oma war bei unserem Stammverein TV Gedern als Handballerin aktiv und mit Vater Christian, einem herausragenden Spieler, habe ich noch zusammen in der ersten Männermannschaft gespielt.«

Jana Haas begann folgerichtig auch bei der Spielgemeinschaft aus dem Osten der Wetterau mit dem Handballsport. Im C-Jugend-Alter wechselte sie dann zur HSG Hungen/Lich, spielte dort in der Oberliga und wurde sowohl in der C- als auch der B-Jugend Hessenmeisterin. Aufgrund ihrer herausragenden Leistungen bekam sie das Angebot ins Handball-Internat von Borussia Dortmund zu wechseln, das sie als 15-Jährige annahm. Sie spielte beim BVB in der A-Jugend-Bundesliga und gehörte dem Kader des Drittliga-Teams an. Im Oktober 2019 feierte sie bei Spielen gegen Polen und Weißrussland ihr Debüt in der Juniorennationalmannschaft. Durch etliche Torerfolge bestätigte sie dabei ihr Talent eindrücklich.

Die Coronavirus-Pandemie war mit dafür verantwortlich, dass Haas zu Beginn der Spielzeit 2020/2021 in ihre Heimat zurückkehrte. In der so früh abgebrochenen Saison kam sie allerdings nur zu zwei Drittliga-Spielen für die HSG Gedern/Nidda, in denen sie sieben Tore erzielte. Mit dem Wechsel an die Bergstraße erfolgt jetzt ihr nächster Karriereschritt.

Sie wird in Bensheim wohnen und dort die Schule besuchen. Bei den Flames soll sie langsam an das Niveau der Bundesliga herangeführt werden. »Dem Mehr an Möglichkeiten, die sie dort geboten bekommt, hatten wir nichts entgegenzusetzen«, zeigt sich Schindler einsichtig. Er drückt seiner Spielerin nun die Daumen für einen erfolgreichen Werdegang, den ihr Heimatverein weiter mit Interesse verfolgen wird.

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