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Der Trainer der MSG Florstadt/Gettenau, Christian Sacks (stehend), feuert sein Team im Duell zweier abstiegsgefährdeter Bezirksoberliga-Teams an - und wird am Ende wenigstens mit einem Punkt vor heimischer Kulisse belohnt. FOTO: JAUX

"Ein bisschen schade"

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(se). Ziehen die HSG Hungen/Lich und die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III der Konkurrenz davon? Am 18. Spieltag der Handball-Bezirksoberliga gaben sich die beiden Führenden einmal mehr keine Blöße. Tabellenführer Hungen/Lich kam zum erwarteten 34:23-Erfolg über Schlusslicht TV Wetzlar, Verfolger Dutenhofen/Münchholzhausen III gewann mit 34:26 bei der HSG Großen-Buseck/Beuern und betrieb damit Eigenwerbung für das Schlagerspiel nach der Faschingspause; Am 1. März kommt es in der Sporthalle Dutenhofen zum Aufeinandertreffen der beiden Top-Teams. Auf Platz drei vorgerückt ist die HSG Wettenberg II, die der SG Rechtenbach mit 28:23 das Nachsehen gab und davon profitierte, dass sich die HSG Kleenheim/Langgöns II in eigener Halle einen 27:31-Ausrutscher gegen die starke HSG Mörlen leistete. Mit einem 21:21 musste die MSG Florstadt/Gettenau gegen die MSG Kirchhain/Neustadt zufrieden sein und bleibt auf dem elften Tabellenplatz.

Immerhin einen Punkt geholt

MSG Florstadt/Gettenau - MSG Kirchhain/Neustadt 21:21 (11:10):Das Spiel stand über weite Strecken auf des Messers Schneide. Die Gastgeber erwischten zwar den besseren Start und lagen durch zwei Treffer von Steffen Baumgartl Schnell mit 2:0 (4.) vorn, aber nur vier Minuten später führten die Gäste mit 3:2. Dieses Wechselspiel setzte sich im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs fort. Gegen Mitte der ersten Halbzeit führte der Gast zwar mit 7:4, doch Christoph Schildger, Henning Starck und Baumgartl sorgten innerhalb von sieben Minuten wieder für die 8:7-Führung der Gastgeber, die zum Seitenwechsel ebenfalls mit einem Treffer vorn lagen. Nach 33 Minuten hieß es 13.13. Acht Minuten später lagen die Hausherren mit 17:14 vorn, doch binnen fünf Minuten büßten sie auch diesen Vorsprung wieder ein. Ausgesprochen spannend verlief daher die Schlussphase, in der die Gäste in der 55. Minute den Treffer zur 21:20-Führung erzielten. Lukas Peppler glich drei Minuten vor der Schlusssirene aus, zum Siegtreffer reichte es aber nicht mehr. "Es ist ein bisschen schade", sagte Florstadts Trainer Christian Sacks hinterher. "Dennoch ist es ein wichtiger Punkt für uns. In diesem wichtigen Spiel waren beide Seiten nervös und haben viele Fehler gemacht. Immerhin war das Spiel ausgesprochen fair." Bei 21 Gegentoren wäre sicherlich auch ein Sieg möglich gewesen, doch, so Sacks weiter, "im Angriff hat uns manchmal der Glaube gefehlt".

Tore, Florstadt/Gettenau: Starck (5), Peppler, Baumgartl (je 3), Wolf (2/2), Lehr, Greife, Schildger (je 2), Scherer, Potschka (je 1). - Kirchhain/Neustadt: Voß (5), Oswald (4), Billek, Petersen, Grothe (je 3), Vogelsang (2), Mohr (1).

Solide Abwehr, effektiver Angriff

HSG Kleenheim/Langgöns II - HSG Mörlen 27:31 (15:14):Philipp Petriesas hatte eine knappe Erklärung für den etwas überraschenden Ausgang der Partie in Oberkleen: "Eine solide Abwehr und wenig Fehler im Angriff." Auch Kleenheims Coach Micha Wiener fand klare Worte: "Wir hatten während der gesamten Spielzeit zu viele Ausfälle, und unsere Deckung hatte einen schwarzen Tag." Die Gäste erwischten den besseren Start, lagen schnell mit 2:0 vorn. Zwar kamen die Kleenheimer wenig später zum Ausgleich, doch dieses Spielchen wiederholte sich mehrfach im Verlauf der ersten Halbzeit. Nach knapp 13 Minuten lagen die Mörler mit 9:7 vorn, ehe die Hausherren durch vier Tore hintereinander beim 11:9 die Führung übernahmen, in der Folgezeit es aber verpassten, einen noch deutlicheren Vorsprung herauszuwerfen. 15:12 führten die Hausherren knapp zwei Minuten vor der Pause, ehe die Mörler durch zwei Treffer von Sebastian Bischof auf 14:15 herankamen. Mika Berger und Max Breitenfelder wendeten nach Wiederbeginn das Blatt zugunsten der Gäste. Bis zu 37. Minute verlief dann die Begegnung ausgeglichen (18:18), ehe die Mörlen einen kleinen Zwischenspurt einlegte und eine 20:19-Führung auf 23:19 ausbaute. "Wir sind in der zweiten Halbzeit ständig einem Rückstand hinterhergelaufen", sagte Wiener. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff lautete der Spielstand 21:24, doch nach dem 22:25 (49.) gerieten die Kleenheimer bis zur 53. Minute mit 22:28 ins Hintertreffen und hatten danach keine echte Chance mehr, das Blatt zu wenden. Petriesas erteilte seiner Mannschaft ein Gesamtlob, hob aber die Youngster Mika Berger und Julian Wulf besonders heraus.

Tore, Kleenheim/Langgöns II: Dilges (8/5), Keil (5), Tonhäuser (4), Henze (3), Eckhardt-Helmes (2), Hanika, Schäfer, Drubig, Keßler, Weller (je 1). - Mörlen: Bischof (8/3), Max Breitenfelder (7), Berger, Bernhard Dietz (je 4), Sebastian Dietz (3), Dönges, Wulf (je 2), Otto (1).

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