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Eddy Rinke empfiehlt sich beim Bad Nauheimer 4:1

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Dem 5:4-Erfolg in Duisburg haben die Roten Teufel noch einen drauf gesetzt. Beim Rückspiel in Limburg gewannen die Hessen vor 500 Zuschauern den zweiten Vergleich mit dem letztjährigen Finalisten der Eishockey-Oberliga mit 4:1 (0:0, 1:0, 3:1).

»Vor einer Woche haben wir uns nicht einmal gekannt. Jetzt haben wir eine harte Trainingswoche hinter uns, haben vieles ausprobiert und die ersten beiden Spiele gewonnen. Das ist doch gar nicht so schlecht.« Frank Carnevale, der Trainer des EC Bad Nauheim, wirkte am Sonntagabend zufrieden. »Im zweiten Drittel waren die Jungs etwas müde. Aber sie haben das ordentlich gemacht.«

Bad Nauheim, das in Tryout-Spieler Eddy Rinke (2), Tim May und Chris Stanley seine Torschützen hatte, tat mehr für die Partie und hatte die größeren Anteile. Einschränkend muss aber gesagt werden, dass den Gästen gut ein halbes Dutzend Stammkräfte gefehlt hatten.

Frank Carnevale musste erneut auf Janne Kujala (Bauchmuskelverletzung) verzichten, zudem trug Pierre Wex den Arm in einer Schlaufe. Der Stürmer erlitt in Duisburg einen dreifachen Bänderriss in der rechten Schulter und soll schon am heutigen Montag in Gießen operiert werden. Wex dürfte frühestens im Januar wieder zur Mannschaft stoßen. »Das ist schrecklich; gerade für einen jungen Spieler, der den ganzen Sommer über hart gearbeitet hat«, sagt Carnevale, der diese Position nun neu besetzen muss.

Eddy Rinke hat sich – nicht nur aufgrund seiner beiden Treffer – gewiss für einen Vertrag empfohlen, Sven Schlicht soll weiter getestet werden. Sein Debüt im Senioren-Bereich gab gestern Juniorenstürmer Patrick Sattler. Erstmals Eiszeit erhielt Julian Reiss, nachdem Kapitän Christian Franz nach dem ersten Drittel mit Leistenproblemen in der Kabine geblieben war.

Die Roten Teufel waren vor »eigenen Publikum« erkennbar bemüht, den guten ersten Eindruck vom Freitag zu bestätigen, doch waren die oft zitierten schweren Beine nicht zu verbergen. Für die Wetterauer sprach gegen die durch DNL- und Junioren ergänzten Wedaustädter die Erfahrung. Auf den ersten Treffer mussten die Zuschauer 25 Minuten lang warten, dann schob Tim May den Puck über die Linie. Konstantin Firsanov verpasste wenig später den zweiten Treffer, auf der Gegenseite parierte Thomas Ower einen von Ex-Teufel Patrick Gogulla schwach geschossenen Penalty (33.).

Nach 45 Minuten war dann für Daniel Ketter die Partie nach einem Foul mit Verletzungsfolge (gegen Gogulla) aufgrund einer Spieldauer-Disziplinarstrafe beendet. Bad Nauheim überstand zwei Minuten gar in zweifacher Unterzahl, ehe Eddy Rinke das Resultat auf 3:0 in die Höhe schraubte. Dem Versuch, einer Aufholjagd (Pfohl traf zum Anschluss/53.) nahm Chris Stanley mit einem Unterzahltor zum 4:1 (54.) den Wind aus den Segeln.

EC Bad Nauheim: Ower (ab 41. Deske) – Franz, Ketter, Schreiber, Baum, Pietsch, Pöpel, Reiss – Rinke, Lange, Strauch, Maaßen, Stanley, Oppolzer, Firsanov, May, Schlicht, Napravnik, Baldys, Sattler.

Tore: 1:0 (25.) May (Firsanov, Pöpel), 2:0 (48.) Rinke (Lange – 4-4), 3:0 (52.) Rinke (Strauch, Lange), 3:1 (53.) Pfohl (Dennis Fischbuch, Stephan), 4:1 (54.) Stanley (4-5).

Strafminuten: Bad Nauheim 8 plus fünf Minuten plus Spieldauer (Ketter), Duisburg 10.

Zuschauer: 500 (in Limburg). Michael Nickolaus

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