Eckhardt leitet Aufschwung ein

(sto) Ende Mai 2012 stand der Abstieg des SV Schwalheim aus der Kreisliga A fest. Die Germanen waren durchgereicht worden, nachdem sie in der Saison zuvor bereits die Kreisoberliga hatten verlassen müssen.

"Die A-Liga-Saison 2011/12 sollte äußerst schwierig werden", erinnert sich Thomas Ratz, der Spielausschussvorsitzende. Mit dem direkten Wiederaufstieg war geliebäugelt worden, am Ende fand sich die Mannschaft in den unteren Tabellenregionen wieder. In dieser Phase – viele Spieler hatten den Klub zur Winterpause verlassen – übernahm Michael Eckhardt die Verantwortung als Spielertrainer, füllte den Kader mit Reservenspielern auf. Die Mannschaft punktete ähnlich wie in der Vorrunde, musste aber mit dem KSV Bingenheim und dem TFV Ober-Hörgern absteigen. Dass alle drei Ex-A-Ligisten der B-Liga 2 zugeordnet worden waren, dämpfte die Hoffnungen auf einen direkten Wiederaufstieg, der letztlich über die Relegation gefeiert werden konnte.

In Schwalheim wurde verstärkt auf die Jugend gesetzt. Die A-Junioren-Mannschaft trainierte nun gemeinsam mit den Senioren, und Maximilian Freundl entwickelte sich früh zum Stammspieler bei den Senioren. Ein klares Ziel wurde öffentlich nicht kommuniziert, Klubs wie dem FSV Dorheim, dem TFV Ober-Hörgern, dem TSV Rödgen und Blau-Weiß Espa wurden die Favoritenrollen überlassen.

Zum Einstand wurde der TSV Rödgen mit 5:0 bezwungen. Einem 4:4-Remis in Espa folgten Kantersiege gegen Wölfersheim und Wisselsheim. Die Mannschaft hatte sich in der neuen Umgebung schnell akklimatisiert. Ein 1:2 in Bingenheim am fünften Spieltag sollte die einzige Niederlage bis Ende April bleiben. Der SV Schwalheim eilte von Sieg zu Sieg. Allerdings fehlte der direkte Vergleich mit dem TFV Ober-Hörgern, zudem steigerte sich der FSV Dorheim von Woche zu Woche.

Im Nachholspiel am 10. April wurde gegen Ober-Hörgern ein 3:1-Heimsieg gefeiert, zuvor war der KSV Bingenheim mit 4:1 abgeschüttelt worden. Schwalheim übernahm die Tabellenführung. Der Höhenflug endete in Dorheim. Dem 1:2 am 21. April folgte zwei Wochen später ein weiteres 1:2 in Ober-Hörgern. Damit war die Vorentscheidung im Titelkampf gefallen – gegen Schwalheim. Auch die Relegationsteilnahme war gefährdet. Die letzte Auswärtsaufgabe in Ober-Mörlen wurde von Eckhardt & Co. souverän gemeistert (6:2). Das 6:0 zu Hause gegen den SV Reichelsheim glich einem Schaulaufen. Zu Hause hatte der SV Germania sämtliche zwölf Partien gewonnen – bei einem Torverhältnis von 51:9 Treffern. Mit 101 Treffern stellt Schwalheim die torgefährlichste Offensivformation. Zweiter ist hier Meister TFV Ober-Hörgern (93). Die 26 Gegentore aus den 24 Punktspielen wurden nur vom Meister und FSV Dorheim um fünf Treffer unterboten.

In der Relegation konnte sich der SV Schwalheim souverän durchsetzen, wobei nun auch der lange verletzte A-Jugendliche Sebastian Müller und Markus Rost zum Einsatz kamen. Nach dem 4:0 gegen den SV Ossenheim und dem 3:0 beim SV Bruchenbrücken II avancierte das Heimspiel gegen den FSV Kloppenheim zum Endspiel um den letzten A-Liga-Platz. Hier fegten die Germanen den Gegner mit 6:0 vom Rasen und verabschiedeten sich nach einem Jahr wieder aus dem Fußball-Unterhaus.

Am Sonntag nun beginnt Spielertrainer Michael Eckhardt mit der Saisonvorbereitung. Simon Gübler und Jakob Hues sind nicht mehr dabei, sie haben sich dem FCO Fauerbach angeschlossen. Als Neuzugang kann Jonas Dolle vom TSV Dorn-Assenheim begrüßt werden, zudem finden sich einige Rückkehrer im Kader wie die Ex-Ossenheimer Oleg Bagdasaryan, Matthias Schick, Waldemar Lautenschläger, Haris Hodovic und Alexander Melcher. Zum erweiterten Kader zählen noch elf A-Jugendspieler aus dem eigenen Nachwuchs. Zur Vorbereitung stehen Tests in Klein-Linden (7. Juli), beim SV Reichelsheim (12. Juli) und gegen die SG Ober-Erlenbach II (14. Juli) an. Vom 24. bis 27. Juli wird der Stadtpokal unter der Regie des Türkischen SV Bad Nauheim ausgespielt.

Zum Saisonauftakt am 4. August empfängt der SV Schwalheim zum Derby die Spvgg. 08. Bei mindestens vier Direktabsteigern ist der Klassenerhalt das Ziel des A-Liga-Rückkehrers. Ottwin Storck

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