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EC-Trainer Carroll: »Hauptsache drei Punkte«

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(mw/sth) Der EC Bad Nauheim hat sich durch einen hochverdienten 6:3 (2:2, 2:0, 2:1)-Erfolg gegen Lippe Hamm und die gleichzeitige Niederlage der Dortmunder in Essen weiter näher an die Tabellenspitze herangeschoben, auch wenn der Abstand durch zwei Spiele Rückstand noch immer groß ist. Ohne die Verteidiger Alexander Baum (Jochbeinbruch) und Patrick Gruber, der sich am Freitag beim 5:4 gegen Dortmund am Knie verletzte und gestern durch das Stadion mit Krücken ging, hatten die Roten Teufel zwar mehr Mühe als erwartet, gewannen aber letztlich sicher.

»Wer weiß, wie die Partie läuft, wenn Jan nach acht Sekunden schon das 1:0 macht«, sagte Bad Nauheims Trainer Fred Carroll später in der Pressekonferenz, bezugnehmend auf Bartas frühe und große Einschussmöglichkeit. »Manche dachten vielleicht, dass es ein Selbstläufer wird. Es war kein schönes Spiel. Hauptsache wir haben die drei Punkte«, ergänzte Carroll, der im Vergleich zum Freitag Dennis Cardona im ersten Verteidigungspaar mit André Mangold hatte spielen lassen und dafür Jannik Stripeke in der dritten Angriffsreihe mit den fleißigen Althenn und Filobok brachte. Hamms Trainer Andreas Pokorny, der mit einem Minikader angereist war, sprach seiner Mannschaft unterdessen ein Kompliment aus. Nach zum Teil heftigen Pleiten in den Vorwochen gab es zwar für Benjamin Voigt im Kasten der Gäste erneut sechs Gegentreffer, doch die Mannschaft wehrte sich nach Kräften und konnte zumindest mit einem Remis in die erste Drittelpause gehen.

Nach fünf zerfahrenen Anfangsminuten übernahmen die Wetterauer umgehend die Initiative und hatten in der Folge deutlich mehr Spielanteile. Doch zwingend wurde es zu selten. Und weil Hamm dann auch noch Glück hatte, gerieten die Kurstädter zunächst in Rückstand. Bernhardt fälschte einen eigentlich harmlosen Schuss von Carsten Plate, der weit hinter der blauen Linie abgezogen hatte, zum 0:1 ins Netz am verdutzten Keller vorbei ab (2.). Die EC-Antwort dauerte bis zur 13. Minute, als Weibler die Scheibe hervorragend behauptete und Matthias Baldys mit einem Rebound das überfällige 1:1 markierte. Nur zwei Minuten später war es erneut Baldys, der im zweiten Versuch erfolgreich war und die Bad Nauheimer in Führung brachte. Doch noch vor dem Drittelende glich Jiri Svejda erneut mit einem abgefälschten Schuss aus.

Während Piwowarczyk kurz nach Wiederbeginn nur die Latte traf, machte es Alexander Althenn aus dem Gewühl heraus besser und stocherte den Puck zum 3:2 ein (29.). Barta bediente nur wenig später seinen Sturmpartner Tobias Schwab mustergültig - 4:2. Die faire Begegnung, in der es die erste Strafzeit nach 33 Minuten gab, plätscherte danach etwas dahin, ehe Igor Filobok (47.

) und Dennis Cardona (51.) das Resultat auf 6:2 in die Höhe schraubten. Danach bekam Pierre Wex in der ersten Reihe neben Barta und Gare Einsatzzeit, während der ebenso für drei Reihen überzählige Marvin Bauscher schon zuvor ein paar Mal auf die Fläche durfte. Die Gäste durften dann noch - eingeladen von einem Pöpel-Fehlpass - Ergebniskosmetik betreiben, Milan Vanek nutzte das Break zum 3:6 aus Sicht der Hammer.

EC Bad Nauheim: Keller - Mangold, Cardona - Pöpel, Bernhardt, Franz, Kohl - Gare, Schwab, Barta, Weibler, Piwowarczyk, Baldys, Althenn, Striepeke, Filobok, Wex, Bauscher.

Lippe Hockey Hamm: Voigt - Bitter, Plate, Köchling, Neubert, Orendorz, Jablonski - Sohlmann, Ulrich, Kraiss, Svejda, Vanek, Feske, Schlicht.

Tore: 0:1 (2.) Plate, 1:1 (13.) Baldys (Weibler), 2:1 (15.) Baldys (Weibler, Piwowarczyk), 2:2 (20.) Svejda (Vanek), 3:2 (29.) Althenn (Franz), 4:2 (31.) Schwab (Barta, Gare), 5:2 (47.) Filobok (Althenn), 6:2 (51.) Cardona (Striepeke, Bauscher), 6:3 (59.) Vanek (Kraiss) . - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Hamm 6. - Zuschauer: 794.

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