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EC-Junioren wollen eine Medaille

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(mw) Die Nord-Meisterschaft haben die Junioren der Roten Teufel Bad Nauheim knapp verpasst, doch richtig ernst wird es erst an diesem Wochenende. Mit zwei Heimspielen startet die Mannschaft von Marcus Jehner am Samstag und Sonntag in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Gegner sind die beiden Südvereine EHC Klostersee und EHC Freiburg. Die Viererrunde komplettiert der ESC Moskitos Essen, die Ruhrpottler hatten in der Nord-Gruppe den Teufeln den ersten Platz auf der Zielgeraden weggeschnappt. Für Marcus Jehner ist nach dem vierten Platz im Vorjahr klar: »Wir wollen eine Medaille«.

Jehner hatte in der Vorbereitung auf die Saison keine leichte Aufgabe. Viele Jungs seien in ein Loch gefallen, als der Aufstieg in die Deutsche Nachwuchsliga (DNL) Ende März des vergangenen Jahres geplatzt war. Jehner hatte seinerzeit als Jugendtrainer die Mannschaft auf den zweiten Platz geführt, der zur DNL-Qualifikation berechtigen sollte. Erst nach der Saison teilte der Deutsche Eishockey-Bund mit, dass die DNL nicht erweitert werde und damit Bad Nauheim in der Bundesliga verbleibe. »Das hat die Spieler nicht gerade motiviert«, sagt der 43-Jährige.

Die Folge: Bad Nauheim musste einige Abgänge hinnehmen, was auch den Kader des Junioren-Teams beeinflusste. Jehner übernahm den ältesten Nachwuchs, versuchte, Leistungsträger zu halten und Verstärkungen zu holen. Sein Ziel im Saisonverlauf war nicht nur die Qualifikation zur Endrunde, sondern Spieler an den Oberliga-Kader der Senioren heranzuführen. »Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen«, verweist Jehner auf fünf, sechs Spieler, die regelmäßig am Trainingsbetrieb der Ersten teilnehmen. Einige Akteure haben auch Spielpraxis im Team von Frank Carnevale erhalten, beispielsweise Kevin Napravnik und Patrick Sattler.

Die 20 Saisonspiele musste Jehner aus genannten Gründen (dazu kamen Abiturvorbereitungen) häufig mit einem dünnen Kader bestreiten. »Wir hatten oft nur elf Spieler inklusive Torhüter zur Verfügung. 30 Minuten Eiszeit pro Feldspieler sind zu viel«, sagt Jehner, der von seinem zur Verfügung stehenden Personal nicht enttäuscht wurde. »Die Spieler haben alles gegeben«. Für die sechs Spiele der Endrunde kann Jehner Akteure aus der Jugend hochziehen, deren Saison ist nach lediglich sechs Punkten aus 32 Spielen beendet.

In der Endrunde hofft Jehner auf einen guten Start gegen die Süd-Klubs. Freiburg sei mit vielen Oberligaspielern ausgestattet, Klostersee habe eine ähnliche Mannschaft wie im Vorjahr. Jehner traf seinerzeit in der Jugend-Endrunde auf die Grafinger. Die Süd-Hauptrunde beendete der EHC Klostersee mit 59 Punkten aus 28 Spielen vor Freiburg (54), das Augsburg (53) am letzten Spieltag abfing.

Die Endrunden-Termine

Sa., 2. März: Freiburg (17.30/H)

So., 3. März: Klostersee (12.15/H)

Sa., 9. März: Essen (17.30/H)

Sa., 16. März: Freiburg (A)

So., 17. März: Klostersee (A)

Sa., 23. März: Essen (A)

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