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Arkadiusz Dziambor (r., Heilbronn) und EC-Akteur Noureddine Bettahar haben den Puck aus den Augen verloren. MTH

Eishockey

EC Bad Nauheim: Mit Aprilscherz ins Derby nach Frankfurt

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Die Zuschauer fehlen, die Spannung auch. Vor dem Bad Nauheimer Auftritt in Frankfurt kämpfen eigentlich nur noch die Löwen um ihre sportlichen Ziele. Für die Lange-Truppe wird es ein Charakter-Test.

Trainer Harry Lange hatte es dieser Tage bereits angesprochen. Das Restprogramm des EC Bad Nauheim hat es in sich. Auch wenn die Playoffs in der DEL 2 abgehakt sein dürften, wollen die Wetterauer Eishockey-Cracks ihre letzten fünf Partien möglichst erfolgreich bestreiten. Der österliche Spielplan sieht für den heutigen Samstag (19.30 Uhr) das letzte Derby der Saison in Frankfurt vor, ehe am Ostermontag (19.30 Uhr/beide Sprade TV) das erste von zwei Heim-Duellen gegen den EHC Freiburg ansteht.

Die Personalsituation: Die Spiele in Heilbronn brachten den Roten Teufeln null Punkte - und obendrein noch drei Verletzte. So musste Stürmer Luis Üffing schon am Dienstagabend nach einem Check in Baden-Württemberg im Krankenhaus bleiben. Laut Lange zeigte er Anzeichen einer Gehirnerschütterung und dürfte in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Üffing wurde am Gründonnerstag entlassen.

Bei der zweiten Partie im Unterland bekamen auch Marvin Ratmann und Philipp Maurer etwas ab. Beim Kölner Stürmer lautete die Diagnose zunächst ebenfalls Gehirnerschütterung. »Es ist aber vermutlich eher muskulär«, erklärte Lange. Sein Einsatz in Frankfurt ist offen. Nicht dabei sein am Ratsweg kann Goalie Maurer (Unterkörperblessur). Immerhin gibt’s auch eine gute Nachricht aus dem Bad Nauheimer Lazarett: Stürmer Andreas Pauli gehört nach überstandenem Muskelfaserriss wieder zum Aufgebot.

Charaktertest in Frankfurt: Coach Lange stellt seinen Profis die Charakterfrage. »Es ist immer noch ein Derby, auch wenn keine Zuschauer da sind, auch wenn wir Zehnter sind. Ich will gegen die nicht verlieren«, sagt der Österreicher und macht deutlich, dass es auch darauf ankommt, wie man sich verabschiedet.

Für Brisanz sorgte am 1. April die vom EC Bad Nauheim auf dessen Homepage veröffentlichte Meldung, wonach Löwen-Stadionsprecher Rüdiger Storch aus Petterweil in der kommenden Saison die erste Heimbegegnung der Roten Teufel im Colonel-Knight-Stadion moderieren darf. Die Frankfurter schrieben daraufhin auf ihrer Internetseite: »Die Gäste aus der beschaulichen Kurstadt (…) lassen nichts unversucht, um Unruhe in das Frankfurter Umfeld zu bekommen. (…) Netter Versuch am Tag der mehr oder weniger gelungenen Scherze.«

Fest steht, dass die ambitionierten Löwen unbedingt in die DEL wollen. Platz vier nach der Hauptrunde - mithin Heimrecht in den Playoffs - peilt man für dieses Vorhaben schon noch an. Die mäßige Ausbeute bislang ist nicht zuletzt der Verletztenmisere im Frankfurter Lager geschuldet. Und die Liste der Ausfälle wird wieder länger: Neben Daniel Wirt, David Suvanto, Adam Mitchell und Manuel Strodel kamen am Donnerstag noch Eduard Lewandowski, Leon Hüttl, Alexej Dmitriev, Sebastian Collberg und Christian Kretschmann dazu. Martin Buchwieser dagegen ist nach seiner Herzmuskelentzündung wieder dabei.

Freiburg-Doppelpack: Der aufgrund der Pandemie durcheinander gewirbelte Spielplan der DEL 2 sieht vor, dass die Wölfe aus Freiburg zum Saisonende zweimal hintereinander zu Gast im Kurpark sind. Der Partie am Ostermontag folgt am kommenden Mittwoch der nächste Vergleich mit dem Rangdritten.

»Freiburg ist von Reihe eins bis vier kompakt besetzt. Wenn man sieht, dass sie in Reihe drei mit Linsenmaier oder Bassen spielen, dann ist das schon enorm. Sie haben gezeigt, dass der dritte Platz in der letzten Saison keine Eintagsfliege war«, analysiert Harry Lange.

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