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Ein hartes Spiel für die HSG Mörlen um Top-Torschützin Katharina Dietz (am Ball), die hier von den Spielerinnen der HSG Hungen/Lich, Carmelina Mulch (l.) und Laura Spieker unsanft gestoppt wird. FOTO: JAUX

Durchwachsenes Wochenende

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(mna). Eine durchwachsene Bilanz weisen die heimischen Handballerinnen in der Bezirksoberliga Gießen nach dem Wochenende auf. Einzig die HSG Wettertal behielt beim TuS Vollnkirchen mit 26:20 die Oberhand, während die HSG Mörlen mit 16:22 zu Hause der HSG Hungen/Lich unterlag. Auch die HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach verlor ihr Heimspiel gegen das Top-Team der HSG Gedern/Nidda II deutlich mit 21:37. Immerhin einen Zähler nahm die FSG Gettenau/Florstadt mit, die sich von der HSG Marburg/Cappel mit einem 23:23 trennte.

HSG Mörlen - HSG Hungen/Lich 16:22 (8:10):Die tor-arme und zerfahrene Begegnung startete mit leichten Vorteilen für die Gäste, die sich nach dem 2:2 (3.) langsam absetzten, während die heimische HSG somit ins Hintertreffen geriet (5:9, 23.). Bis zum Seitenwechsel verkürzte Mörlen dank den Treffern von Katharina Dietz und Theresa Wagner aber auf 8:10 und knüpfte auch im zweiten Durchgang nahtlos an diese Leistungssteigerung an. In der 40. Minute war es erneut Dietz, die für den Ausgleichstreffer zum 12:12 sorgte und in der Folge stand die Partie lange Zeit auf des Messers Schneide. Bis zum 14:16 sieben Minuten vor dem Ende hatte die Heimsieben alle Chancen auf einen Punktgewinn, doch zu viele Unkonzentriertheiten im Angriff waren schließlich der Grund für die am Ende etwas zu hoch ausgefallene Niederlage. "Unsere Abwehrleistung mit einer hervorragenden Sabrina Hahn im Tor war stark, leider war unsere Abschlussschwäche vorne noch dominanter. Viele hundertprozentige Chancen haben wir liegen lassen", sagte Mörlens Trainer Michael Chadim enttäuscht.

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Bormann, Bühler, Wagner (3/1), Matokovic, Khalil, Vetter (5/1), Kloppenburg, Ercan, Dietz (6/2), Güzelkücük (2).

Schwächephase gut überstanden

TuS Vollnkirchen - HSG Wettertal 20:26 (7:14):"Das war ein verdienter Sieg. Zwar hatten wir nach der Pause 20 schwache Minuten, dafür haben wir aber eine ganz starke erste Hälfte gespielt", sagte ein zufriedener Wettertaler Trainer Holger Weisel nach der Partie. Er sah zunächst eine dominierende Gastmannschaft, die dem abstiegsgefährdetem TuS fast in allen Belangen überlegen war. Zwar hielt das Heimteam noch bis zur 13. Minute mit (5:5), doch dann legte die HSG einen Gang zu und führte schon zur Pause mit 14:7. Nach dem Seitenwechsel folgte aber ein Einbruch aufseiten der Gäste, der im Anschlusstreffer des TuS zum 14:13 (37.) gipfelte. Doch nun kam Wettertal wieder in die Spur und führte zehn Minuten vor Schluss mit 21:18. Ein zweiter Einbruch erfolgte nicht, sodass die Weisel-Sieben am Ende mit einem verdienten 26:20-Erfolg im Gepäck die Heimreise antreten konnte.

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil, Brückel (3), Müll, Glaum, Kielich, E. Kerschner (1), Wolfner (6), Wolf (6), Reif, S. Kerschner (10/3).

Ungleiches Duell der Aufsteiger

HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach - HSG Gedern/Nidda II 21:37 (9:17):Im ungleichen Duell der beiden Aufsteiger bekam die Heim-HSG gnadenlos ihre Grenzen aufgezeigt. Bis zum 4:5 (11.) hielt die Mannschaft von Rainer Pfaff noch mit, wobei vor allem Julia Ketter und Vanessa Jürgens Akzente setzten konnten. Danach zog die Drittliga-Reserve aber die Zügel an und führte schon zur Pause deutlich mit acht Toren. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, ehe die Gastgeberinnen erstmals mit zehn Treffern zurücklagen (9:19, 35.) - und in der Folge blieb es dabei nicht. Am Ende kam die Spielgemeinschaft aus Butzbach mit 21:37 gewaltig unter die Räder. "Meiner ersatzgeschwächten Mannschaft, der vor allem Nina Luh und Elisabeth Exner sehr gefehlt haben, war dem Gegner heute nicht gewachsen. Das war eine bittere Niederlage, die es jetzt abzuhaken gilt", fasste Trainer Pfaff hinterher zusammen.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürgens (7), Schepp, Spata, Ketter (5/1), König (2), Bender (4/1), Harbort (2), Klarner (1), Bastian, Weiskopf, L. Geretschläger, C. Geretschläger.

Vorsprung nicht ins Ziel gebracht

HSG Marburg/Cappel - FSG Gettenau/Florstadt 23:23 (9:14):Bei den favorisierten Marburgerinnen erwischten die Schützlinge von Marco Boller einen Traumstart: Bereits nach 13 Minuten stand es 6:1 für die FSG. Erst danach schienen die Gastgeberinnen aufzuwachen. Obwohl die HSG jetzt besser in die Partie fand und der Vorsprung für Gettenau/Florstadt zunächst etwas zusammenschmolz (7:5, 19.), ließ die Boller-Sieben nicht nach und schraubte den Vorsprung bis zur Pause wieder in die Höhe. Nach dem Seitenwechsel spielten die Wetterauerinnen zunächst weiter wie aus einem Guss und hatten auch eine Viertelstunde vor Schluss alle Trümpfe in den Händen (20:15, 45.). Doch in der Folge schlichen sich vermehrt Fehler ein, die das Heimteam clever nutzte. In der 55. Minute lag die FSG nur noch mit zwei Toren vorne (22:20) und schaffte es nicht, diesen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Ein Siebenmeter 26 Sekunden vor Schluss brachte der HSG noch den glücklichen Ausgleich. "Ersatzgeschwächt angetreten hat mein Team eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Der Punkt ist absolut verdient, wenngleich sich Marburg bei einer Niederlage auch nicht hätte beschweren dürfen. Überragend war heute die Leistung von Laura Müller mit 14 Toren und Dani Kappes im Tor", lobte FSG-Übungsleiter Boller seine Schützlinge.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes; Bienek (1), Belter (2), Doll, Schmeißer (3), Müller (14/8), Utzig, Freiter, Glaub, Vinson, Stiefel, Borst (3), Winter.

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