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Bei wechselhaftem Wetter reicht es im Vorbereitungsrennen auf das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring "nur" zu Platz 15 für den Falken-Porsche - hier beim Boxenstopp -, der vom Butzbacher Team Schnabl Engineering eingesetzt wird.

Durchwachsene "Generalprobe"

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(pm). Genau wie die bisherigen Vorbereitungsläufe auf der Nürburgring-Nordschleife stand auch das Qualifikationsrennen zum 24-Stunden-Rennen Ende Juni ganz im Zeichen des wechselhaften Eifelwetters. Das Butzbacher Team Schnabl Engineering als Einsatzteam von Falken Motorsports schlug sich dennoch achtbar und überzeugte besonders zu Beginn der Sechs-Stunden-Distanz mit schnellen Runden. Am Ende stand aber nur Platz 15 für den Porsche 911 GT 3 R der Mannschaft um Teamchef Sven Schnabl, das Schwesterauto fiel nach einem Unfall vorzeitig aus.

"Mit diesem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein, wohl aber mit den am Wochenende durchgeführten Tests und den Erkenntnissen, die wir gewonnen haben", meinte Schnabl hinterher. "Fahrer, Fahrzeuge, Reifen und Crew - alles war perfekt aufgestellt. Nur leider hat uns wieder einmal das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht."

Bereits das Top-30-Qualifying war auf nasser Strecke ausgetragen worden. Schnabl Engineering nutzte diese Bedingungen zu weiteren Probefahrten, um die Einstellungen seiner Fahrzeuge zu verfeinern. Trotzdem platzierten sich beide Autos von Falken Motorsports im Vorderfeld: Der BMW M 6 GT 3 mit Peter Dumbreck, Stef Dusseldorp und Alexandre Imperatori am Steuer erzielte in 9:38,723 Minuten den 16. Platz unter 100 Rennwagen. Jörg Bergmeister, Martin Ragginger und Dirk Werner fuhren im Porsche mit 9:40,086 Minuten auf Position 17.

Doch das Eifelwetter blieb tonangebend: Weil die Nürburgring-Nordschleife noch immer teilweise feucht war, entschied sich das Butzbacher Rennteam beim BMW für geschnittene Trockenreifen, um auch auf abtrocknendem Asphalt konkurrenzfähig zu sein. Diese Taktik erwies sich als Glücksgriff: Startfahrer Dusseldorp übernahm fast sofort die Führung im Rennen und baute diese bis zu seinem Boxenstopp nach fünf Runden sukzessive aus. Der Falken-BMW bewegte sich damit im Kreis der Sieganwärter, wurde aber mit Dumbreck am Steuer nach nur neun Runden das Opfer eines technischen Defekts: Das Fahrzeug schlug deshalb in den Leitplanken ein und musste mit einem Schaden an der Box abgestellt werden.

Damit ruhten die Hoffnungen auf dem Schwesterauto. Doch der Falken-Porsche war im Gegensatz zum BMW auf Regenreifen losgefahren und direkt nach der Einführungsrunde zum Reifenwechsel auf Slicks an die Box gekommen. Bergmeister, Ragginger und Werner waren deshalb zu einer Aufholjagd gezwungen und stellten ihrerseits mit schnellen Runden auf Medium-Trockenreifen unter Beweis, dass auch das zweite Falken-Fahrzeug über sehr guten Speed verfügt. Das Handicap des frühen Boxenstopps aber ließ das Trio nach 41 Rennrunden auf der Nürburgring-Nordschleife lediglich auf Platz 15 ins Ziel fahren, gut acht Minuten hinter den Siegern.

"Keine Frage: Natürlich hatten wir etwas mehr erwartet vom Qualifikationsrennen. Wir haben aber erneut wichtige Lektionen gelernt", erklärt Teamchef Schnabl. "Da wir als ein kleines Team zwei Autos von zwei unterschiedlichen Herstellern einsetzen, zählt in der Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen jeder Kilometer. Das wechselhafte Wetter und die kühlen Temperaturen bei den Vorbereitungsläufen war da keine große Hilfe. Uns stehen deshalb noch stressige Wochen bevor, auch aufgrund der Reparatur am BMW und der Komplettrevision der Fahrzeuge vor dem 24-Stunden-Rennen. Trotzdem fiebern wir unserem Saisonhöhepunkt mit viel Zuversicht entgegen." Das 47. 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife wird vom 20. bis zum 23. Juni ausgetragen. Seit 2014 war Schnabl Engineering jedes Mal in den Top-Zehn vertreten.

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