Landesliga Mitte

"So dürfen wir nicht auftreten"

(ole). Was bis Mitte der zweiten Halbzeit nach einem spannenden Spiel in der Handball-Landesliga Mitte aussah, wurde am Ende die nächste deutliche Niederlage für den Tabellenletzten aus Friedberg. Die HSG Linden etabliert sich hingegen mit dem 33:18-Sieg in der Wetterau im Mittelfeld der Tabellenmitte.

Aufseiten der Friedberger Trainerseite fielen die Worte nach der Niederlage entsprechend deutlich aus. "Es ist unfassbar, wie wir die Linie verloren haben. Wir haben zu viel mit den Entscheidungen gegen uns gehadert, sodass dann nur noch die Köpfe runter gingen. So dürfen wir nicht weiter auftreten", sagte TGF-Trainer Steffen Rosenschon.

Die Anfangsphase war von technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägt. Die Friedberger fanden kaum Lösungen im Angriff, Linden hingegen konnte nur mit Toren aus der zweiten Reihe punkten. Nach dem 3:4 (11.) zeigte sich ein immer gleiches Wechselspiel: Linden legte zwei bis drei Tore vor, kassierte dann eine Zeitstrafe und Friedberg nutzte die Überzahl, um wieder ran zu kommen. Mit fortlaufender Zeit stabilisierte sich die Friedberger Abwehr um Schlussmann Radu Balazs immer mehr, doch auch auf der anderen Seite zwangen die Gäste die Hausherren zu Fehlern. Beim Stand von 12:14 wurden die Seiten gewechselt.

Hälfte zwei wurde dann aber vom Lindener Hünen Jannis Wrackmeyer dominiert. Der Shooter traf aus allen Lagen, selbst eine Manndeckung war nur mäßig erfolgreich. Der dadurch mehr entstandene Platz in der Abwehr der TG resultierte in einigen Zwei-Minuten-Strafen. Die Lindener hingehen tankten sich immer wieder durch und konnte sich in der Folge weiter absetzen - auch weil Lindens Torhüter Laudt die TGF an einer neuerlichen Aufholjagd hinderte.

"Wir hatten in Halbzeit eins Probleme mit Marco Zinnel und haben einige Zeitstrafen kassiert. In der zweiten Hälfte war es dann genau umgekehrt, und das haben wir gut genutzt", sagte Lindens Übungsleiter Mario Weber.

TG Friedberg: Balazs, F. Merten; Durchdewald (1), Zinnel (3), Ploner (3), Jonscher, Schmidt (1), Cadar, Methner (1), Seibert, Vlad (2), Kiel, Beyster (7/5).

HSG Linden: Laudt, Genger; Wallwaey, Müller (2/2), Mühlhans, Walter (2), Stöhr, Wrackmeyer (10), Deimer (6), Weber (1), Andermann (3), Höhn (3), Piesch (6).

Im Stenogramm / SR: Mischo/Radewald. - Z.: 200. - Strafminuten: 14 - 10. - Siebenmeter: 5/5 - 4/5.

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