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Handball-Landesliga

Duell der Gegensätze: Schwache Friedberger gegen starke Petterweiler - Leistungsträger geht

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Der Tabellenführer TV Petterweil gastiert am Freitagabend bei der noch sieglosen TG Friedberg. Schon vor dem Spiel hat die TG eine Hiobsbotschaft erreicht.

In der Friedberger Sporthalle am Seebach wird heute Abend um 20.15 Uhr das Wetterau-Derby zwischen der TG Friedberg und dem TV Petterweil angepfiffen. Für beide handelt sich zunächst zwar "lediglich" um ihr sechstes Spiel in der Handball-Landesliga der Männer und doch stellt es etwas Besonderes im Terminkalender der beiden Vereine dar. Das zeigt sich bereits an der Vorverlegung auf den Freitag.

Die Ausgangslage: Sie könnte unterschiedlicher nicht sein. Petterweil befindet sich derzeit auf Wolke Sieben. Mit 10:0 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Martin Peschke als einzige verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Zusätzlichen Aufwind hat die Mannschaft durch den Hessischen Rundfunk erfahren. Das Spiel gegen den TV Idstein wurde im "Heimspiel" des "HR" in Ausschnitten übertragen. Dagegen liegt hinter den Kreisstädtern ein schlechter Saisonstart. Lediglich ein Pluspunkt konnte bisher eingespielt werden. Mit 1:9 Punkten rangiert die Mannschaft von Neu-Trainer Tomasz Jezewski auf dem vorletzten Platz der Tabelle.

Die Fakten: Mit 135 Toren ist Petterweil das derzeit wurfstärkste Team der Liga. Friedberg hat dagegen nur 108 Tore erzielt. Dass die TG mit 133 Gegentreffern zwei Tore weniger als Petterweil (135) kassiert hat, überrascht. Mit fünf Siegen in Folge reitet der TV auf einer Erfolgswelle und hat gegen Lumdatal, Wiesbaden, Langgöns, Idstein und Angstgegner Griedel bereits dicke Bretter gebohrt. Friedberg hat die Auftaktklatsche (13:33 in Kastel) gut weggesteckt und ist dabei, sich zu stabilisieren. Bei den Niederlagen gegen Langenhain, Holzheim und Linden war man nahezu ebenbürtig und verlor jeweils knapp und unglücklich.

Die Mannschaften: Bei der TG wird die nahezu identische Mannschaft der Vorwoche auflaufen. Hoffnungen bestehen auf einen Einsatz des länger verletzen Max Beyster, der in der Vorwoche in der A-Jugendmannschaft erste Gehversuche unternommen hat.

Bei Petterweil steht einzig hinter Pierre Lange ein Fragezeichen. Er sah in der Vorwoche die blauen Karte, die in der Regel eine Spielsperre nach sich zieht. Beim TV hofft man darauf, dass der eingelegte Protest positiv beschieden wird. Bleibt er gesperrt, könnte Johannes Pfeiffer nachrücken.

Im Fokus: Bei den Gästen ist es aus erfreulichem Anlass Jonas Koffler, der in seinen fünf Spielen bereits 59 Tore erzielt hat. Beim Gastgeber wird sich das Hauptaugenmerk auf Elvin Petrosanec richten. Leider aus einem für die Turngemeinde unerfreulichen Anlass. Es wird sein letztes Spiel im Friedberger Trikot sein. "Elvin hat ein berufliches Angebot aus Kroatien erhalten, das er nicht ablehnen konnte. Er wird dort bereits im November seine neue Arbeitsstelle antreten", lautet die Erklärung von TG-Handball-Chef Uli Kaffenberger.

Stimmen: "Die Rollen sind eindeutig verteilt. Wir sind klarer Außenseiter, Petterweil ist überdurchschnittlich gut besetzt. Wir können und wollen uns derzeit nicht mit dem TVP messen. Wir haben aber nichts zu verlieren, können frei aufspielen und schauen, was dabei raus kommt. Wir werden kämpferisch dagegen halten", sagt Kaffenberger.. "Es kommt ein angeschlagener Boxer auf uns zu. Unsere Ausrichtung ist ein Sieg, wir wollen nachlegen, die weiße Weste behalten und die Konkurrenz weiter unter Druck setzen. Entscheidend wird sein, wie wir das Spiel und die Favoritenrolle, die wir haben, annehmen. Wir freuen uns auf das Spiel und die zu erwartende Kulisse. Es ist ein Spiel, dass in der Region großes Interesse finden wird", sagt Peschke.

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