Duell der Favoritenkiller

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(ra). Es ist angerichtet! Ein unfassbarer 27:20-Triumph beim THW Kiel, ein unglaublicher 29:26-Coup beim SC DHfK Leipzig - und nun das Heimspiel der Handball-Bundesliga an Weihnachten gegen die Eulen Ludwigshafen. 4000 Karten für die Partie am Donnerstagabend (18 Uhr) in der Rittal-Arena sind bereits abgesetzt, in Anbetracht der jüngsten Eigenwerbung ist die Kartennachfrage schon am Montag noch einmal sprunghaft angestiegen. Und so ganz nebenbei haben die Grün-Weißen am Montagvormittag noch die Verpflichtung des 22-jährigen norwegischen Spielmacher-Talentes Magnus Fredriksen (Elverum Handball) bekannt gegeben, die des bereits sechsten (!) Skandinaviers in der nächsten Saison.

Zwischen Euphorie und Zurückhaltung:Die HSG Wetzlar hat Meister SG Flensburg/Handewitt einen Punkt abgerungen, den SC Magdeburg geschlagen, der TSV Hannover-Burgdorf ein Remis abgetrotzt und beim THW Kiel triumphiert. Sechs Punkte gegen das aktuelle Spitzenquartett der Bundesliga sind ligaweit unerreicht. Dem stehen allerdings auch Heimniederlagen gegen TBV Lemgo-Lippe oder TVB Stuttgart gegenüber.

Die Eulen Ludwigshafen wollen den Schwung aus der Sensation über Meister Flensburg mit ins Mittelhessische nehmen. Um das "Wunder Ludwigshafen 3.0" nach zwei sensationellen Klassenerhalten zu vollbringen, muss in Wetzlar aber gepunktet werden. Denn der Rückstand zu GWD Minden, TBV Lemgo-Lippe und TVB Stuttgart soll nicht weiter anwachsen. Allerdings: Auswärts haben die Eulen Ludwigshafen bislang nur ein einziges Zählerchen bei HBW Balingen/Weilstetten einfahren können.

Das Personal:Den Ausfall von Till Klimpke nach einem Kopftreffer im Training hat Torhüter Tibor Ivanisevic mit 21 Paraden in Kiel mehr als kompensiert. Fehlen werden auf jeden Fall weiter Stefan Kneer (entzündeter Rückennerv) sowie Lars Weissgerber (Knochen-Ödem) und Ian Weber (krank).

Bei den Friesenheimern hat Trainer Benjamin Matschke kürzlich seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Der Eulen-Coach muss in Wetzlar auf den früheren Hüttenberger Spielmacher Dominik Mappes verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

Stärken:"Wir beweisen jede Woche, dass uns niemand Aufgaben stellen kann, die wir nicht lösen können", sagt Wetzlars Trainer Kai Wandschneider, für den in Kiel neben Torhüter Ivanisevic auch das Kreisläufer-Duo Anton Lindskog/Nils Torbrügge seinen Anteil an der Sensation hatte.

Mit der Nachverpflichtung der 42-jährigen Torhüter-Legende Gorazd Skof hat sich die Abwehr der Ludwigshafener weiter stabilisiert. Im Angriff sorgen die Zwei-Meter-Riesen Gunnar Dietrich und Azat Valiullin sowie der wurfstarke Jerome Müller für Torgefahr aus der zweiten Reihe.

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